Im Zuge der Energiewende sind immer mehr Bauern auch zu Energielieferanten

Energielandwirt Hermann Josef Benning (2. von links) bei der Preisverleihung in Berlin, Copyright: dlz agrarmagazin/Kiermeir
Energielandwirt Hermann Josef Benning (2. von links) bei der Preisverleihung in Berlin, Copyright: dlz agrarmagazin/Kiermeir
Energielandwirt Hermann Josef Benning (2. von links) bei der Preisverleihung in Berlin, Copyright: dlz agrarmagazin/Kiermeir

Energielandwirte in Berlin ausgezeichnet – Die Energiewende hat viele Gewinner in Stadt und Land

(WK-intern) – Immer mehr Landwirte haben die Erneuerbaren Energien für sich und ihre Gemeinden entdeckt.

Wie die Vorteile der Energiewende ganz konkret vor Ort für Bürger, Strom- und Wärmekunden ankommen, zeigen vorbildlich die Finalisten des Preises „CERES Award – Landwirt des Jahres“, der am gestrigen Abend in Berlin verliehen wurde.

In der Kategorie Energielandwirt erhielt Hermann-Josef Benning aus Reken in Nordrhein-Westfalen den Preis. Die beiden weiteren Finalisten waren Thomas Häcker aus Gussenstadt in Baden-Württemberg sowie Heiner Konert aus Metelen in Nordrhein-Westfalen. „Wir gratulieren Hermann-Josef Benning zum CERES Award. Er steht stellvertretend für Tausende Landwirte im ländlichen Raum, die sich für eine saubere Energieversorgung engagieren“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer. Die AEE ist als Fachpartner in der Jury für die Kategorie Energielandwirt des Preises vertreten, der vom dlz agrarmagazin zum zweiten Mal verliehen wurde.

Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Energieverbraucher in Deutschland. Im Zuge der Energiewende sind immer mehr Bauern auch zu Energielieferanten geworden. So sorgt Hermann-Josef Benning nicht nur für verlässliche Lieferungen von Strom aus Biogas, sondern versorgt die Nachbarschaft auch mit günstiger Biogas-Wärme, die über ein Nahwärmenetz zu den Verbrauchern gelangt. Kurze Wege und geschlossene Kreisläufe sind die Prinzipien, die sich auch für andere Energielandwirte bewährt haben. Die Schaffung einer Energiegenossenschaft und von Bürgerwindparks stehen auf der Habenseite der beiden anderen diesjährigen CERES-Finalisten in der Kategorie Energielandwirt.

„Die Finalisten zeigen beispielhaft, wie Erneuerbaren Energien für Wirtschaftskraft und Wertschöpfung im ländlichen Raum sorgen“, betont Vohrer. Zudem seien auch viele der Finalisten aus anderen CERES-Kategorien als Lieferanten Erneuerbarer Energien aktiv. Fakt sei aber auch, dass die Investitionen der Landwirtschaft in Erneuerbare Energien seit 2012 eingebrochen sind. „Wenn wir die Energiewende im ländlichen Raum mit hoher Akzeptanz in der Bevölkerung erfolgreich weiterführen wollen, benötigen wir dafür auch die geeigneten Rahmenbedingungen“, betont der AEE-Geschäftsführer.

Science Slam nächste Woche in Wiesbaden
Dass sich die Energiewende im ländlichen Raum wie auch in Ballungsräumen nicht nur aus verlässlich arbeitenden etablierten Technologien, sondern auch aus innovativen Ideen und neuen Projekten speist, dokumentieren bundesweite Forschungsanstrengungen. Unterhaltsam vermittelt wird solche Forschungsarbeit kommenden Donnerstag, 22. Oktober, beim „Science Slam“ zu Erneuerbaren Energien im Kulturpalast Wiesbaden. Auch dort werden wieder Gewinner gekürt. Denn die Besucher können mit darüber entscheiden, wer „Slam-Champion“ wird. Auf dem Programm stehen spanende Kurzvorträge, die von der Energiespeicherung bis zur Frage reichen, wie aus Sand Strom wird.

PM: Agentur für Erneuerbare Energien

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top