EEG-Umlage: VDMA sieht zukunftsfähige Infrastruktur als Gegenwert und Kostensenkung als Aufgabe

Bei der Windenergie an Land wie bei der Wasserkraft sind wir hier sehr weit. Bei Windenergie auf See wird sich die bei ausreichendem Volumen schnell weitergehende Industrialisierung stark bemerkbar machen. / Foto: HB
Bei der Windenergie an Land wie bei der Wasserkraft sind wir hier sehr weit. Bei Windenergie auf See wird sich die bei ausreichendem Volumen schnell weitergehende Industrialisierung stark bemerkbar machen. / Foto: HB

Die Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur geben die Höhe der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetzt bekannt.

(WK-intern) – Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA sieht in der Systemintegration, im Wettbewerb und in der zunehmenden Industrialisierung der Windenergie auch auf See Potential zur Kostendämpfung.

Er verweist nachdrücklich auf den langfristigen Wert der erneuerbaren Energien.

„Die Bürger bekommen einen Gegenwert in Form einer zukunftsfähigen, klimafreundlichen Energie-Infrastruktur und das entsprechende technische Know-how, die unsere Hersteller auf dem wachsenden Weltmarkt wettbewerbsfähig machen. Diesem Wert muss man bei der Debatte um die Höhe der EEG-Umlage mehr Beachtung schenken“, sagt Matthias Zelinger, energiepolitischer Sprecher des VDMA. „Trotzdem bleibt es aus Sicht des Maschinen- und Anlagenbaus eine zentrale Aufgabe des künftigen Energiesystems, die Kosten weiter zu senken. Bei der Windenergie an Land wie bei der Wasserkraft sind wir hier sehr weit. Bei Windenergie auf See wird sich die bei ausreichendem Volumen schnell weitergehende Industrialisierung stark bemerkbar machen.“

Zelinger verweist darauf, dass die Differenzkosten aus dem Börsenstrompreis und den Vergütungen trotz stark wachsendem Anteil der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien weitgehend stabil geblieben sind. Die Vergütungen für erneuerbaren Strom werden künftig im Auktionsverfahren wettbewerblich festgelegt. Die sogenannten Ausschreibungen können dämpfend auf die Kosten wirken, wenn das konkrete Ausschreibungsverfahren Risikoaufschläge weitgehend vermeidet. „Die Zeiten, in denen jeder bauen konnte so viel er wollte und eine politisch festgelegte Förderung erhielt, gehen zu Ende. Mit den Ausschreibungen bekommen wir eine klare Mengensteuerung und die Vergütung für den Strom wird im Wettbewerb ermittelt“, so Zelinger weiter.

Wichtig sei es nun, bei den Kosten sowohl auf die Stromerzeugung selbst, als auch auf die Systemintegration des Ökostroms zu achten. Hochflexible Kraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und kosteneffiziente Pumpspeicher könnten hier zusammen mit intelligenter Netztechnik und Nachfragemanagement sehr viel leisten. Der Verband fordert die Politik auf, beim Strommarktgesetz, der laufenden Novellen des KWK-Gesetzes sowie bei der Klimaschutzpolitik schnellstmöglich die erforderlichen Rahmenbedingungen für notwendige Investitionen in diesen Bereichen zu schaffen.

PM: VDMA

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