AKW Hinkley Point C – Investoren springen ab

AKW Hinkley Point C / Pressebild: Global 2000
AKW Hinkley Point C / Pressebild: Global 2000
AKW Hinkley Point C / Pressebild: Global 2000

Die Klage der Republik Österreich ist ein weiterer Sargnagel für die nukleare Renaissance, denn von den Investoren wird das Projekt nun als unrentabel angesehen

(WK-intern) – Heute wurde auf der Homepage des Europäischen Gerichtshofes die Kurzfassung der Klage Österreichs gegen die Subventionierung des AKW-Projektes Hinkley Point C veröffentlicht.

Es freut uns sehr, dass wir bereits jetzt Auswirkungen der Klage auf den Willen von Investoren, dutzende Milliarden Euro in dieses wirtschaftlich, energiepolitisch und sicherheitstechnisch schwachsinnige Projekt zu stecken sehen.

Investoren fürchten positiven Klageausgang

Das 34 Milliarden Euro teure Atomkraftwerk sollte nach ursprünglichen Plänen von den französischen Investoren EDF, AREVA und zwei staatlichen chinesischen Atom-Firmen finanziert werden. Trotz generösester (und laut Meinung Österreichs wettbewerbsverzerrender und daher illegaler) Förderung über 35 Jahre sowie Kredit-Garantien über weitere 24 Milliarden Euro springen nun die Investoren ab. Ihnen bereitet die Investitionsunsicherheit im Erfolgsfall der österreichischen Klage Probleme.

Die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s haben angekündigt, die Kreditwürdigkeit des Investors EDF im Falle einer Investition in Hinkley Point herunterzustufen, da die wirtschaftlichen Risiken bei einer juristischen Niederlage gigantisch sind. Aus Verhandlungskreisen ist zusätzlich durchgesickert, dass die chinesischen Firmen statt 50 Prozent nur noch eine Beteiligung von 30 Prozent wollen. Das schafft massive Probleme für den einzigen verbliebenen Investor EDF.

Klagen für Rechtsstaatlichkeit wirkt!

Nachdem bereits die Staats-Fonds von Kuwait und Katar, die Saudi Electric Company und Hermes Investment Fund abgewunken hatten, fiel auch noch der Reaktorbauer AREVA wegen finanzieller Probleme als Investor aus. AREVA machte 2014 4,9 Milliarden Verlust und musste vom französischen Staat durch eine Restrukturierung mit EDF aufgefangen werden.

Die Klagen für Rechtsstaatlichkeit wirkt, daher werden wir unsere Beschwerde beim Aarhus Convention Compliance Committee der Vereinten Nationen ebenfalls weiterführen, die künftige Bürgerbeteiligung bei Staatsbeihilfen erstreiten soll. Die Eingabe von GLOBAL 2000 und ÖKOBÜRO wurde im Juni für zulässig erklärt und gerade an die Europäische Kommission zur Stellungnahme übermittelt.

Hier finden Sie die Klage der Republik Österreich gegen Hinkley Point C. 

Die Hinkley Point-Beschwerde von GLOBAL 2000 und dem ÖKOBÜRO ist auch auf der Homepage der Vereinten Nationen zu finden 

Mehr Informationen: Hier finden Sie das Hintergrundpapier zu Hinkley Point

PM: Global 2000

 

 

 

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