Smart Markets – Neue Geschäftsmodelle für die Energiewende

Energienetzwerk OLEC e.V. nimmt neue Geschäftsmodelle in den Fokus

(WK-intern) – Politik läutet heiße Phase für Reform des deutschen Strommarktes ein

Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen und einem neuen Strommarktgesetz will die Bundesregierung den bestehenden Strommarkt reformieren und fit für die Energiewende machen.

Der Oldenburger Energiecluster nimmt als größtes technologieübergreifendes Energienetzwerk in Niedersachsen auf seiner Jahrestagung am 4. und 5. November neue und tragfähige Geschäftsmodelle genauer unter die Lupe.

Es wird ein heißer Herbst für die deutsche Energiewende. Die Bundesregierung will den Reformstau in der Energiegesetzgebung auflösen und die Märkte mit einem neuen Design fit für die Zukunft machen. Ziel ist es, einen fairen Wettbewerb für Stromanbieter und Konsumenten zu erreichen. Gleichzeitig soll der Strommarkt 2.0 auf der Kostenseite wirtschaftlich sein und die Versorgungssicherheit garantieren. Auf der Wunschliste stehen flexible Kraftwerke, Speicher und Verbraucher. Dieser Wettbewerb um flexible Optionen in allen Segmenten des Strommarktes, soll auch Anreize für neue Geschäftsmodelle liefern. „Bisher sind Innovationen oder Geschäftsmodelle oft nicht rentabel, weil hohe Steuern und Abgaben auf den Strom zum Beispiel die Wirtschaftlichkeit von Speichern aufzehren oder Smart Grids aufgrund der Netzentgelte schwierig bleiben. Daher gilt es, bürokratische Hürden abzubauen. Außerdem ist der Neubau von modernen Gaskraftwerken unter den jetzigen Bedingungen unwirtschaftlich, weil erneuerbare Energien die Preise an den Märkten drücken. Deshalb begrüßen wir den Reformwillen und geben auf unserer Tagung einen Ausblick auf bereits funktionierende Modelle“, sagt Roland Hentschel, erster Vorsitzenden des OLEC.

Die Tagung beginnt am 4. November mit einer Podiumsdiskussion um den Marktzugang und einen fairen Wettbewerb. Dafür konnten Vertreter von TenneT, der EWE AG, Clean Energy Sourcing und der niedersächsischen Landesregierung gewonnen werden. Die Konferenz am 5. November ist in zwei Stränge aufgeteilt, in denen es einerseits explizit um die Vermarktungschancen erneuerbarer Energien und andererseits darum geht, Flexibilität auf verschiedenen Strommärkten in klingende Münze zu verwandeln. „Wir konnten auch für die 6. Jahrestagung wieder ausgewiesene Experten von Verbänden und aus Unternehmen nach Oldenburg holen. Das spiegelt zum einen die Reputation des Netzwerkes wider und macht zum anderen deutlich, dass viele Akteure ihre Chancen schon nutzen oder an flexiblen Geschäftsmodellen arbeiten“, sagt Isabelle Gawenat, Clustermanagerin des OLEC. Anmeldungen sind noch bis zum 30. Oktober unter www.energiecluster.de/jahrestagung möglich.

Die Tagung „Smart Markets – Neue Geschäftsmodelle für die Energiewende“ findet am 4. und 5. November in Oldenburg statt und wird von der Bremer Landesbank unterstützt. Die Podiumsdiskussion beginnt am 4.November um 19 Uhr im Kaisersaal in der Kaiserlichen Post. Poststraße 1, 26122 Oldenburg. Die Konferenz findet am 5. November, von 9.30 bis 17.30 Uhr, im EWE Forum Alte Fleiwa, Escherweg 7, in 26122 Oldenburg statt.

PM: Oldenburger Energiecluster

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