Symposium: Offshore-Wind – aber sicher!

FH-Präsident Prof. Dr. Holger Watter begrüßte die Teilnehmer der Fachtagung. Foto: Gatermann
FH-Präsident Prof. Dr. Holger Watter begrüßte die Teilnehmer der Fachtagung. Foto: Gatermann
FH-Präsident Prof. Dr. Holger Watter begrüßte die Teilnehmer der Fachtagung / Foto: Gatermann

Offshore Windparks werden als eine wichtige Zukunftsoption der regenerativen Energieversorgung gehandelt.

(WK-intern) – Ihr weiterer Ausbau, auch in seeverkehrstechnisch kritischen Zonen, wie der Deutschen Bucht, ist energetisch und versorgungstechnisch sinnvoll.

Damit resultieren aber auch Herausforderungen für die Sicherheit des Seeverkehrs in und um solche Areale.

Nach einer erfolgreichen Tagung im Frühjahr 2014 trafen sich nun Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, öffentlichen Einrichtungen und Behörden, privaten Institutionen, Verbänden und Organisationen zum zweiten Symposium „Offshore-Wind – aber sicher!“ auf dem Campus der Flensburger Hochschulen. Ziel war es, eine Übersicht zu den komplexen und vielschichtigen Randbedingungen dieser relativ jungen Industrie zu erhalten und zu einem sachlichen Dialog beizutragen.

In seinem Grußwort betonte Prof. Dr.-Ing. Holger Watter, Präsident der Fachhochschule Flensburg, dass Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee auch die Seeschifffahrt zunehmend vor Probleme stelle: „Auf der einen Seite werden die freien Seeräume immer mehr reduziert, Verkehrswege enger und damit unfallträchtiger“, so Watter, „während auf der anderen Seite die Super-Containerschiffe mit einem Ladungsvolumen von weit über 17.000 Containern immer größer werden.“ Sicherheit müsse auch hier für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Prof. Dr. jur. Klaus Rave, Vorsitzender des Global Wind Energy Council und Honorarprofessor an der FH Flensburg, forderte in seinem Redebeitrag, dass sich die einzelnen Staaten der EU bzw. die Anrainer der Nord- und Ostsee nicht auf einzelstaatliche Offshore-Strategien einlassen dürften. Jeder einzelne müsse dagegen seine Alleinstellungsmerkmal identifizieren und in  den Gesamtkontext einbringen. Aus Sicht von Rave seien das für Schleswig-Holstein beispielsweise die Meeresforschung, aber auch die wissenschaftlichen Kenntnisse zur Logistik sowie zu den unterschiedlichen Bedingungen in Nord- und Ostsee.

Die anwesenden Entscheidungsträger, Anlagenplaner, Verbands- und Behördenvertreter sowie Studierende der FH beschäftigten sich im Laufe des Tages mit den Themenschwerpunkten, wie beispielsweise den politischen Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren, mit logistischen sowie technologischen Herausforderungen der Offshore-Windenergie, der Errichtung und Netzanbindung, der Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung sowie mit Ausbildungsanforderungen und -konzepten.

PM: FH Flensburg

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