8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz gründet Kompetenzzentrums für Bergbau und Rohstoffe

Gründung eines “Kompetenzzentrums für Bergbau und Rohstoffe” an der Nationalen Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg

(WK-intern) – Chemie Cluster Bayern, Nationale Universität für mineralische Ressourcen „Gorny“ St. Petersburg und Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum vereinbaren wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit im Rahmen der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz.

Das „Chemie Cluster Bayern“, die Nationale Universität für mineralische Ressourcen „Gorny“ St. Petersburg und das Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum (DRRF) haben gestern im Rahmen der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz die Gründung eines deutsch-russischen Kompetenzzentrums für Bergbau und Rohstoffe mit Sitz in St. Petersburg vereinbart.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, die Öl- und Gasförderung und den Abbau von Rohstoffen und Mineralien in Russland mit ingenieurtechnischem Know-how aus Deutschland zu verbessern und die Ansiedlung von Produktionsclustern zu forcieren.

Die entsprechenden Verträge für die Gründung des Zentrums wurden von Prof. Dr. Wolfgang Herrmann, Präsident der Technischen Universität München und Sprecher des „Chemie-Cluster Bayern“, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Nationalen Universität für mineralische Ressourcen „Gorny“ – St. Petersburg, und Prof. Dr. Klaus Töpfer, deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums und ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen, unterzeichnet.

Durch Marktstudien und Technologietransfers wird das Kompetenzzentrum gemeinsame deutsch-russischen Projekte zur Rohstoffförderung unterstützen. Zudem soll durch Standortanalysen die Effizienz russischer Produktionsanlagen optimiert werden. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind überzeugt, dass die Kooperation zwischen Deutschland und Russland für beide Seiten einen Gewinn darstellt. Für deutsche Unternehmen ergeben sich neue Investitionsmöglichkeiten“, erklärte Prof. Dr. Herrmann anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

„Eine Rohstoffpartnerschaft zwischen Deutschland und Russland liegt im Interesse beider Länder. Der Industriestandort Deutschland steht vor enormen Herausforderungen bei der Rohstoffsicherung, da es bei vielen Rohstoffen von Importen abhängig ist. Russland wiederum kann auf das deutsche ingenieurtechnische Know-how zurückgreifen, um seine Anlagen zu modernisieren. Das Kompetenzzentrum ist eine hervorragende Möglichkeit, um beide Seiten zu vereinen und sich gemeinsam in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie insgesamt bei der Energie- und Rohstoffeffizienz einzubringen“, ergänzte Prof. Dr. Töpfer.

Bis Anfang Januar 2016 wollen die Vertragspartner das Kompetenzzentrum gründen und die Arbeit aufnehmen. Die Betreuung des Kompetenzzentrums soll vorrangig vom „Kompetenzzentrum für Standortentwicklung“ des Chemie-Clusters Bayern und der Technischen Universität München erfolgen.

Hintergrund Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz

Die Vertragsunterzeichnung zur Gründung eines deutsch-russischen Kompetenzzentrums für Bergbau und Rohstoffe fand im Rahmen der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz statt, die vom 5. bis 7. Oktober 2015 in Sankt Petersburg tagte. Unter dem Titel „Vertrauen und Zuverlässigkeit“ setzte das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum (DRRF) ein Zeichen für die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit in einer politisch schwierigen Situation. Zwei Tage lang diskutierten deutsche und russische Experten der Energie- und Rohstoffwirtschaft, darunter der russische stellvertretende russische Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch, der sächsische Staatsminister der Finanzen Georg Unland und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, über die aktuellen Entwicklungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten beider Länder, über einen verantwortungsbewusster Ressourceneinsatz, neue Technologien der Rohstoffverarbeitung sowie die deutsch-russische universitäre Zusammenarbeit. Die deutsche Delegation bestand aus fast 250 Teilnehmern, darunter rund 100 Studenten und junge Wissenschaftler aus ganz Deutschland.

Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zu den deutsch-russischen Beziehungen

Im Auftrag des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums führte die Forschungsgruppe Wahlen im Vorfeld der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz eine Befragung deutscher Meinungsbildner aus Politik, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft zu den deutsch-russischen Beziehungen durch. Das Ergebnis bestätigt den Ansatz des Rohstoff-Forums, die wissenschaftliche Zusammenarbeit als stabilisierendes Element im Dialog zwischen Deutschland und Russland anzusehen. Dialogplattformen wie das Rohstoff-Forum erhöhen aus Sicht der Befragten sowohl das Verständnis im Bereich der Politik, als auch in Wirtschaft und Wissenschaft. Die detaillierten Ergebnisse finden sie hier: www.rohstoff-forum.org

Chemie-Cluster Bayern

Im Chemie-Cluster Bayern vernetzen sich mehr als 260 Unternehmen und Forschungseinrichtungen der bayerischen Chemiebranche. Im Rahmen der Cluster-Offensive der bayerischen Landesregierung fördert das Chemie-Cluster Bayern Produkt- und Prozessinnovationen für neue, in der Regel internationale Märkte. www.chemiecluster-bayern.de

PM: Chemie-Cluster Bayern

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