Zulieferertag für das Offshore-Windprojekt Wikinger

(von links nach rechts): Jürgen Blume, Geschäftsführer Iberdrola Renovables Offshore Deutschland GmbH; Dr. Pirko Kristin Zinnow, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund; Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern; Tanis Rey-Baltar, Wikinger Offshore Project Director bei Iberdrola / Bildquelle: Medienbüro am Reichstag GmbH (Simone Buser)
(von links nach rechts): Jürgen Blume, Geschäftsführer Iberdrola Renovables Offshore Deutschland GmbH; Dr. Pirko Kristin Zinnow, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund; Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern; Tanis Rey-Baltar, Wikinger Offshore Project Director bei Iberdrola / Bildquelle: Medienbüro am Reichstag GmbH (Simone Buser)
(von links nach rechts): Jürgen Blume, Geschäftsführer Iberdrola Renovables Offshore Deutschland GmbH; Dr. Pirko Kristin Zinnow, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund; Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern; Tanis Rey-Baltar, Wikinger Offshore Project Director bei Iberdrola / Bildquelle:
Medienbüro am Reichstag GmbH (Simone Buser)

IBERDROLA VERANSTALTET ZULIEFERERTAG FÜR WIKINGER IN BERLIN

(WK-intern) – Iberdrola hat am gestrigen Mittwoch (7. Oktober) im Beisein seiner Auftragnehmer Adwen, Navantia, Offshore Wind Force und Prysmian einen Zulieferertag für sein 1,4 Mrd. Euro Offshore-Windprojekt Wikinger veranstaltet.

Lokalen Unternehmen wurde das Projekt vorgestellt und die Möglichkeit gegeben, mit den Hauptauftragnehmern für den Bau von Wikinger zusammenzutreffen und mögliche Auftragsbeteiligungen zu erörtern.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützer waren das WindEnergy Network sowie Invest in Mecklenburg-Vorpommern. Der Zulieferertag, die erste Veranstaltung dieser Art, fand mit rund 100 Vertretern von offshore-affinen lokalen Unternehmen und Stakeholdern in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin statt.

Im Rahmen der Vorträge wurde die Auftragsvergabe des Projektes dargelegt. Die vier Hauptlieferanten skizzierten den Fokus und den Umfang ihrer Arbeiten und gaben lokalen Unternehmen Einblicke über Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Nach Abschluss der geotechnischen Untersuchungen und der Klärung von Detailfragen zur Konstruktion inklusive der Zertifizierungen sowie der Beschaffung und Lagerung der benötigten Rohstoffe, hat Iberdrola den Startschuss zur Fertigung der Stahlfundamente und der Hauptkomponenten der Windkraftanlagen gegeben.

Die Herstellung der Piles und vierbeinigen Jacket-Fundamente hat im Mai dieses Jahres in den Werften von Bladt in Dänemark sowie von Navantia in Spanien begonnen. Die Arbeiten in Navantias Werft in Puerto Real (Cádiz) für das Fundament und den zweiteiligen Aufbau der zugehörigen Umspannplattform sind mittlerweile in einem fortgeschrittenen Stadium. Die Plattform hat beträchtliche Abmessungen: 60 Meter lang und 22 Meter breit, mit einem Gewicht von über 4.800 Tonnen.

Offshore Wind Force, ein für das Projekt geschlossenes Joint Venture der Unternehmen Boskalis und Volker Stevin International) VolkerWessels, ist mit dem Transport der Piles und Jackets von vier verschiedenen Standorten in Europa zum Fährhafen Sassnitz und der anschließenden Installation beauftragt. Gemäß des Zeitplans werden die Piles im Frühling 2016 installiert, gefolgt von den Fundamenten, die bis Ende des kommenden Sommers stehen sollen.

Für Wikinger werden bis 2017 70 Windkraftanlagen à 5 Megawatt (MW) von Adwen mit einer Gesamtleistung von 350 MW installiert. Das Joint Venture, welches die Expertise und langjährige Erfahrung von Areva und Gamesa vereint, ist für das Design, die Herstellung, die Installation sowie für Betrieb und Wartung der Anlagen verantwortlich. Im September wurde an Adwens Standort in Stade mit der Produktion der Rotorblätter begonnen.

An dem Projekt sind zudem führende Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden und Italien bezüglich der Bereitstellung der elektrischen Ausrüstung, der Schiffe sowie der Park- und Exportkabel beteiligt.

Prysmian ist verantwortlich für das Design, die Herstellung, die Installation sowie das Testen der insgesamt 81 Kilometer 33 kV Seekabel. Mit diesen werden die Windkraftanlagen und die Umspannplattform angeschlossen. Die Kabel werden im norwegischen Drammen produziert. Die Arbeiten sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Der Netzbetreiber 50Hertz arbeitet an der mittlerweile dritten Ostsee-Anbindung, einem 93 Kilometer langen Kabelsystem, das die geplanten Offshore-Windparks im Cluster Westlich Adlergrund – in dem auch Wikinger liegt – mit dem Umspannwerk in Lubmin verbindet.

Die Schnittstelle für die Bauphase von Wikinger ist der Fährhafen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen. Momentan laufen die Vorbereitungen für den Bau eines Gebäudes im Hafen, von dem aus der spätere Betrieb und die Wartung erfolgen sollen. Zudem werden die Flächen für die Lagerung von Komponenten und Equipment für die Bauphase hergerichtet. Hauptaktivitäten im Hafen sind die Entladung von Anlagenteilen, Fundamenten (Piles und Jackets) und Kabeln sowie die Vormontage und die anschließende Verschiffung ins Baufeld.

Neben der Förderung zur Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen in der Region, bietet Wikinger Geschäftsmöglichkeiten für lokale Subunternehmer: von Bauunternehmen, Schiffs- und Hafenanbietern, bis hin zu Technikern und Logistikern. Somit sind positive Auswirkungen für die regionale Wirtschaft zu erwarten.

Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern: “Die Offshore-Windenergie ist das Rückgrat der Energiewende, da diese bei den Erneuerbaren Energien über die größten Potenziale hinsichtlich der Grundlastfähigkeit und Versorgungsicherheit verfügt.

Vor dem Hintergrund, dass demnächst schrittweise weitere Kernkraftwerke vom Netz gehen, benötigen wir dringend den auf See produzierten Strom. Denn mehr Strom aus konventionellen Kraftwerken zu ziehen würde dem Klimaschutz widersprechen. Zudem wird dazu beigetragen, die Wertschöpfung im Land weiter auszubauen. Durch Offshore-Windparks in der Ostsee werden nicht nur Arbeitsplätze zum Beispiel in der Werftindustrie erhalten, sondern es entstehen auch neue Arbeitsplätze für den Betrieb und die Unterhaltung.

Mit dem Zulieferertag trägt Iberdrola aktiv dazu bei, Lieferanten und lokale Unternehmen zusammenzubringen, um Kooperationen anzubahnen. Damit wird die Grundlage für langfristige Beschäftigung von Arbeitnehmern aus der Region in der Offshore-Industrie geschaffen.”

Tanis Rey-Baltar, Projektleiter für Wikinger: „Mit Wikinger hängen Tausende von Arbeitsplätzen zusammen und wir tun unser Möglichstes, viele davon auf lokaler Ebene zu schaffen bzw. zu erhalten.

Wir waren von der großen Resonanz heute in Berlin sehr beeindruckt. Wir möchten uns beim Land Mecklenburg-Vorpommern sowie bei den weiteren Unterstützern für die Organisation und Umsetzung der heutigen Veranstaltung bedanken. Der Zulieferertag hat es uns ermöglicht, die angebotenen Leistungen der lokalen Unternehmen mit den Anforderungen unserer Lieferanten zusammen zu bringen. Diese sind nun in der Lage, direkt mit den entsprechenden Unternehmen bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit in Kontakt zu treten.

Ein Großprojekt wie unseres erfordert Unterstützung bezüglich der Planung, des Baus und des Betriebs. Daher sind wir auf die Expertise und Mitarbeit von vielen unterschiedlichen Unternehmen angewiesen.”

Weitere Informationen finden Sie unter: http://wikingeroffshorewindfarm.de/

PM: Iberdrola

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