Das BMWi stärkt die Kraft-Wärme-Kopplung und fördert Heiz-Checks zu Hause

Effizienz rauf, CO2 runter

(WK-intern) – Die umweltfreundlichste und günstigste Kilowattstunde ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen.

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist der effiziente Umgang mit Energie entscheidend, damit die Energiewende gelingt.

Das gilt sowohl in den eigenen vier Wänden als auch in der Industrie und der kommunalen Versorgung.

In Sachen Energieeffizienz hat sich die Bundesregierung daher klare Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2020 soll in Deutschland 20 Prozent weniger Primärenergie verbraucht werden als 2008. Zudem sollen die CO2-Emissionen bis dahin um 40 Prozent sinken. Dabei helfen der bewusste Umgang mit Heizenergie und Effizienztechnologien wie die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Kräftiger Schub für die Kraft-Wärme-Kopplung

Um die Effizienz-Potenziale der KWK besser zu nutzen, hat das Bundeskabinett am 23. September den Gesetzentwurf zur „Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) beschlossen. Der Entwurf sieht vor, die KWK-Förderung künftig auf bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen. Das ist doppelt so viel wie bisher. Aus gutem Grund: Denn KWK-Anlagen sind hocheffizient, klimafreundlich und deswegen nützlich für die Energiewende.

Aber was ist unter KWK eigentlich zu verstehen? KWK-Anlagen erzeugen Strom und Wärme gleichzeitig. So wird der eingesetzte Brennstoff – zum Beispiel Gas – besonders effizient genutzt. Dadurch entweicht auch weniger klimaschädliches CO2.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel betont: „Mit der Novellierung des KWK-Gesetzes setzen wir ein wichtiges energiewirtschaftliches Vorhaben der Bundesregierung um. Damit geben wir einen kräftigen Impuls für die Effizienztechnologie Kraft-Wärme-Kopplung. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele.”

Heiz-Checks helfen, Energie und Geld zu sparen

Nicht nur in der Energieerzeugung, auch im Verbrauch schlummern enorme Energieeinsparpotenziale. Stolze 83,2 Prozent der Energie, die ein Haushalt im Jahr 2014 verbrauchte, flossen in Wärme und in die Warmwasserbereitung. Die Krux: Für die meisten Verbraucher ist es schwierig, die Einsparpotenziale selbst zu erkennen.

Dieses Problem packt das BMWi nun an. Es fördert so genannte Heiz-Checks zu Hause mit rund 1,5 Millionen Euro allein in diesem und im nächsten Jahr. Verbraucher erhalten von Energieberatern der Verbraucherzentralen praktische Tipps, wie sie ihre Heizung optimieren und neben Energie auch Geld sparen können. Das ist mitunter dringend nötig, denn der Energieverbrauch vieler Gas- oder Ölheizkessel, Fernwärmestationen oder Wärmepumpen ist auf dem Standard von vor fast 20 Jahren. Rund 55 Prozent der Geräte wurden nämlich vor dem Jahr 1997 eingebaut. „Der neue Heiz-Check verschafft Verbraucherinnen und Verbrauchern Klarheit darüber, was ihr Heizsystem tatsächlich leistet und welche Einsparmöglichkeiten es gibt“, unterstreicht Staatssekretär Rainer Baake. So könne jeder einen wichtigen Schritt zur eigenen Energiewende gehen.

Schon kleine Verbesserungen können Privathaushalten hundert Euro und mehr im Jahr einsparen. Bei etwa 130 Euro monatlich, die Haushalte im Durchschnitt für Heizung und Warmwasser zahlen, kann sich die Beratung also dauerhaft im Portemonnaie bemerkbar machen. Die Heiz-Checks selbst kosten einmalig 30 Euro, für einkommensschwache Haushalte sind sie kostenlos. Termine können unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 vereinbart werden.

Mehr Energieeffizienz durch farbige Balkenskala

Auch die Europäische Union (EU) will Heizen effizienter machen. Deswegen klebt seit Ende September auf allen neuen Heizgeräten und Warmwasserbereitern, die in Europa verkauft werden, die farbige Balkenskala von „G“ bis „A++“. Sie wird auch „EU-Energieeffizienzlabel“ genannt. Viele kennen den Aufkleber vom Kühlschrank, der Waschmaschine oder dem Staubsauger. Das Label hilft Verbrauchern, den Energieverbrauch solcher Geräte besser zu erkennen und beim Kauf ein effizienteres Produkt auszuwählen. Auch auf Herstellerseite bewegt das Label einiges. Denn wenn sich Kaufentscheidungen an den Energieangaben orientieren, kann dies den Wettbewerb um die innovativsten und effizientesten Produkte ankurbeln.

Zusätzlich hat die EU dafür gesorgt, dass Heizgeräte, die Energie verschwenden, seit Ende September gar nicht erst auf den europäischen Markt kommen. Das gilt also auch für uns.

Sie möchten ein neues Heizgerät kaufen? Dazu gibt das BMWi konkrete Tipps im Flyer „Energiesparen mit energieeffizienten Heizgeräten“. Dort erfahren Verbraucher, wie sie das Label für Heizgeräte und Warmwasserbereiter richtig lesen. Zudem informiert der Flyer über Beratungsangebote und staatliche Förderung.

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