Ratgeber Bioenergieanlagen

Klimawandel, intensive Landwirtschaft und wachsende Städte – die Naturschutzgebiete in Europa und mit ihnen die biologische Vielfalt geraten zunehmend in Bedrängnis / Foto: HB
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(WK-intern) – Erneuerbare Energien schonen die Umwelt, können ohne unnötige CO² Belastung gewonnen und genutzt werden. Aktuell sind Bioenergieanlagen ein viel diskutiertes Thema im Zusammenhang mit der umweltfreundlichen und energetischen Sanierung oder Modernisierung von Eigenheimen. Auch wenn alternative Energien noch nicht für den vollständigen Verzicht auf fossile Brennstoffe ausreichen, kann jeder Häuslebauer oder Unternehmer seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und sich von konventionellen Energien ab- und erneuerbaren Ressourcen zuwenden. Die biologische Energiegewinnung ist auf verschiedenen Wegen möglich und basiert auf Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft oder Erdwärme.

Vorteile von Bioenergieanlagen zeigen sich vielseitig

Nukleare Kernkraftwerke stellen nicht nur ein hohes Risiko für die Umwelt, sondern ebenso zahlreiche Gefahren für die Menschheit und deren Sicherheit dar. Weiter entsteht das Problem der Entsorgung, die mit kostenintensiven Maßnahmen und der Gefährdung der Umwelt einhergeht. Bei Bioenergieanlagen bleibt dieses Problem außen vor und man entscheidet sich für eine Energiegewinnung, die nicht gegen die Umwelt arbeitet und auf der Verarbeitung natürlicher Ressourcen basiert. Zum Beispiel sind auf der Seite industrystock.com verschiedene Anbieter mit Erfahrung in der Errichtung und Installation von Bioenergieanlagen zu finden. Im Vergleich zu Sonnenenergie oder Windkraft bieten Bioenergieanlagen für gasförmige Stoffe den Vorteil der Unabhängigkeit und sind nicht von äußeren Einflüssen abhängig. Sonnenenergie kann nur gewonnen werden, wenn die Sonne scheint und somit eine Einspeisung der Energie in die Photovoltaikanlage ermöglicht. Gleiches gilt für Windenergie, die bei Windstille und damit verbundenem Stillstand der Windkrafträder nicht gewonnen wird. Dem gegenüber steht Bioabfall, der in großen Mengen “produziert” wird und sich in Bioenergieanlagen durch die mikrobakterielle Vergärung in umweltfreundliche Energie umwandeln lässt. Auf natürlichem Weg nimmt die Vergärung viel Zeit in Anspruch und reicht nicht aus, um größere Mengen Energie zu erzeugen. In Bioenergieanlagen wird der Prozess der Umwandlung biologischer Stoffe beschleunigt und eine Vergärung begünstigt, die aus Gülle, Silage – in erster Linie Maissilage und aus Bioabfall umweltfreundliche Energie erzeugen lässt.

Flexible und bedarfsorientierte Energieerzeugung mit Bioenergieanlagen

Hauptsächlich werden Bioenergieanlagen in der Wärmeerzeugung eingesetzt und zur Stromgewinnung genutzt. Aber auch in der Kraftstoffindustrie ist Biomasse eine Alternative zu klassischen Brennstoffen mit hohem umweltschädigenden CO² Ausstoß. Die Vorteile der Bioenergie sind vielseitig, gehen aber mit einer monokulturellen Bewirtschaftung von Flächen einher. Biomasse ist die einzige erneuerbare Ressource, die sowohl in flüssigen, festen und gasförmigen Zustand versetzt werden kann. In der Energiewirtschaft überzeugt sie daher mit einem breiten Einsatzbereich und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Im Gegensatz zu Sonnen- und Wasser- oder Windkraft wird Bioenergie nicht witterungsabhängig erzeugt. Zukünftig wird es mit Bioenergieanlagen einfacher als bisher sein, die Stromerzeugung bedarfsorientiert zu realisieren und eine Abstimmung zwischen Erzeugung und Nachfrage zu erzielen. Schon jetzt sind Bioenergieanlagen im Stromnetz integriert und geben Verbrauchern die Möglichkeit, sich mit einem Bio-Stromtarif für die CO² neutrale Energiegewinnung einzusetzen und in ihrem Haushalt oder Gewerbe umweltfreundlich zu entscheiden. Große Unternehmen können durch eigene Energiegewinnung in Bioenergieanlagen für geringere Stromkosten sorgen und ihren ermittelten Bedarf mit selbst erzeugtem Strom decken. Dabei steht die umweltschonende und autarke Energiegewinnung im Vordergrund und wird im Zuge der europäischen Orientierung auf erneuerbare Energien staatlich gefördert.

Bioenergieanlagen bedarfsgerecht planen 

Die Entscheidung für Bioenergien bedarf einer genauen Kalkulation des Bedarfs, welcher der Errichtung und Installation einer Bioenergieanlage voraus geht. Um ein Unternehmen mit Bioenergie aus der eigenen Erzeugungsanlage zu speisen, muss ein Konzept entwickelt und zur Genehmigung bei der zuständigen Behörde vorgelegt werden. Im Bereich Bioenergie gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Bioenergieanlage mit weiteren erneuerbaren Ressourcen zu koppeln und das Unternehmen vollständig autark vom städtischen Stromnetz mit Energie zu versorgen. Für eine Genehmigung zur Errichtung einer Anlage muss im Konzept verdeutlicht werden, wie und in welchem Umfang die Biomasse erzeugt und in der Anlage in Energie umgewandelt wird. Anhand der Bedarfsermittlung kann die Bioenergieanlage gezielt auf den ermittelten Verbrauch des Unternehmens abgestimmt werden. Die Zukunft liegt ganz klar in Bioenergie, die aus vorhandener Biomasse und Bioabfällen erzeugt und CO² neutral hergestellt wird.

PM: CIS

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