Universität Lüneburg gibt Tipps zur Direktvermarktung von Biogas-Strom

Power-to-Biogas zur Stabilisierung des Stromnetzes / Foto: HB
Power-to-Biogas zur Stabilisierung des Stromnetzes / Foto: HB

Grundlastorientierte Fahrweise mit festen Einspeisevergütungen

(WK-intern) – Biogasanlagenbetreiber können mit der Vermarktung von Biogas-Strom gute Erlöse erzielen, wenn sie verschiedene Vermarktungsformen geschickt auswählen, sich effizient organisieren und ihre Verträge gut verhandeln.

Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt „Direktvermarktung von Biogas-Strom“ der Leuphana Universität Lüneburg.

Die EnviTec Energy GmbH & Co. KG verfolgt genau diesen Weg bei der Stromdirektvermarktung. Kombinationen von strompreisorientierter Fahrweise und Regelleistungsvermarktung führen so zu Erlösen, welche die bisherige fixe Vergütung nach Erneuerbarem-Energien-Gesetz (EEG) übersteigen.

„Die Handelsempfehlungen der Leuphana für Anlagenbetreiber und Kreditgeber sprechen aus unserer Sicht eine klare Sprache: Bei der grundlastorientierten Fahrweise sollen Betreiber von Bestandsanlagen, die die bisherige feste Einspeisevergütung garantiert bekommen, durch den Wechsel in die Direktvermarktung keine intransparenten Risiken eingehen“, bestätigt auch Alfred Gayer, Geschäftsführer der in Lohne ansässigen EnviTec Biogas-Tochter Energy. Zudem sollten sie ein Vergütungsmodell wählen, bei dem sie einen festen Anteil von der Managementprämie erhalten und bei dem keine fiktiven Ausgleichsenergiekosten verrechnet werden. Die grundlastorientierte Fahrweise eignet sich besonders für Betreiber, die ihre Anlage zu jeder Zeit an der Regelenergie teilnehmen lassen wollen.

Der 32 Seiten umfassende Leitfaden stellt die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Direkt-vermarktung von Biogas-Strom“ der Leuphana vor. Professor Heinrich Degenhart und sein Team führten es 2013 bis 2015 als Teil des EU-geförderten Regionalentwicklungsprojektes Innovations-Inkubator der Leuphana durch. Das Hauptaugenmerk des Projektes richtete sich auf Kooperationen von Biogasanlagenbetreibern sowie auf die Vermarktung über Zwischenhandelsorganisationen. Neben Ergebnissen aus eigenen Modellen und Berechnungen flossen laut Universität auch Erkenntnisse ein, die aus der Analyse von 22 Direktvermarktungsverträgen und Expertenbefragungen mit Stromhändlern und Kreditinstituten stammen.

Den Leitfaden der Universität können Sie hier aufrufen.

Über die EnviTec Biogas AG
Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab: Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. 2011 hat EnviTec Biogas mit der EnviTec Energy und deren hundertprozentigen Tochter EnviTec Stromkontor das Geschäftsfeld um die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Grünstrom- und Regelenergievermarktung erweitert. Die EnviTec Biogas AG ist inzwischen weltweit in 14 mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros, strategischen Kooperationen und Joint Ventures vertreten. Im Jahr 2014 hat EnviTec einen Umsatz von 163,4 Mio. Euro und ein EBIT von 6,3 Mio. Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit rund 350 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec Biogas an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

PM: Universität Lüneburg / EnviTec Biogas AG

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