Der Bau von Hessens erstem Geothermie-Heizkraftwerk startet

Bildunterschrift - IMG Geothermie im Oberrheingraben: An der Ostseite des Rheins, 20 Kilometer südlich von Mainz, liegt der Tiefe-Erdwärme-Standort Trebur. Mit der geplanten Inbetriebnahme der Anlage 2017 werden Strom und Wärme für mehr als 21.000 Menschen klimafreundlich erzeugt. - Quelle: Forschungsprojekt TIGER
Bildunterschrift - IMG Geothermie im Oberrheingraben:  An der Ostseite des Rheins, 20 Kilometer südlich von Mainz, liegt der Tiefe-Erdwärme-Standort Trebur. Mit der geplanten Inbetriebnahme der Anlage 2017 werden Strom und Wärme für mehr als 21.000 Menschen klimafreundlich erzeugt. - Quelle: Forschungsprojekt TIGER
Bildunterschrift – IMG Geothermie im Oberrheingraben:
An der Ostseite des Rheins, 20 Kilometer südlich von Mainz, liegt der Tiefe-Erdwärme-Standort Trebur. Mit der geplanten Inbetriebnahme der Anlage 2017 werden Strom und Wärme für mehr als 21.000 Menschen klimafreundlich erzeugt. – Quelle: Forschungsprojekt TIGER

In Trebur erhält heute, Montag, die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH die Genehmigung für zwei Aufsuchungsbohrungen und Leistungspumpversuche für ihre Tiefe-Erdwärme-Anlage.

(WK-intern) – Das Wirtschaftsforum Geothermie e.V. und der Bundesverband Geothermie e.V. gratulieren dem Unternehmen zu dem 20 Kilometer südlich von Mainz gelegenen, vorbildlichen Tiefe-Erdwärme-Projekt.

Mit der Übergabe der Genehmigung für zwei Aufsuchungsbohrungen und Leistungspumpversuche fällt der Startschuss für das innovative, erneuerbare Energien-Vorhaben in Trebur.

Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Geothermie e.V. (WFG) und Präsident des Bundesverbandes Geothermie e.V. (BVG), beglückwünscht die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG): „Das Tiefe-Erdwärme-Vorhaben in Trebur ist nicht nur Hessens erstes Geothermie-Heizkraftwerk, sondern auch ein Vorzeige-Projekt für die Geothermie bei Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern. Von Anfang an haben die ÜWG gemeinsam mit ihnen gehandelt und sie mit in die Gestaltung einbezogen. Umso mehr freut es mich, dass die Behörden grünes Licht geben. Die beiden großen Geothermie-Verbände wünschen weiterhin gutes Gelingen für das Projekt das dem Wohle und der Zukunft der örtlichen Bevöllkerung dient.“

Dr. Erwin Knapek wünscht sich darüber hinaus, dass die hessische Landesregierung die Tiefe Erdwärme noch deutlich stärker als bisher in die Energiewende-Strategie einbindet: „Geothermie-Anlagen erschließen eine ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Energiequelle. Erdwärme steht für eine auf Jahrzehnte hinaus stabile Energieversorgung und aktiven Klimaschutz. Gerade für die hessische Energiewende ist Geothermie ein entscheidender Baustein, da sie lokal präzise einsetzbar Wärme, Strom und Kälte liefert. Denn Erdwärme steht für die Zukunft der Energieerzeugung, da sie Versorgungssicherheit rund um die Uhr bietet. Der Oberrheingraben ist der ideale Standort für Tiefe-Erdwärme-Projekte. Hier finden sich deutschlandweit die höchsten Temperaturen in nur geringen Tiefen. Das bedeutet günstige, grundlastfähige geothermische Energie. Viele überzeugende Gründe also für mehr Geothermie-Projekte im Oberrheingraben.“ Neben dem Oberrheingraben, weisen übrigens auch Bayern und das Norddeutsche Becken hervorragende Grundlagen für die Energiegewinnung aus Tiefer Erdwärme auf.

Die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH unterstützt mit ihrer Tiefe-Erdwärme-Anlage den Kreis Groß Gerau bei seiner Vision, bis zum Jahr 2020 etwa 30 Prozent des Stromverbrauchs des Kreises aus Erneuerbaren Energien zu decken. Die Inbetriebnahme des Heizkraftwerks ist für 2017 vorgesehen. Mit den drei Megawatt elektrischer Leistung können pro Jahr mehr als 21.000 Menschen bzw. 7.000 Haushalte klimafreundlich mit Strom versorgt werden. Aus den sechs Megawatt thermischer Leistung können zusätzlich 400 Haushalte erneuerbare Wärme erhalten. Insgesamt werden so 27.000 Tonnen klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) und 750.000 Liter Heizöl eingespart.

PM: Bundesverband Geothermie e.V.

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