Green Business – Die umweltschonenden Maßnahmen erfolgreicher Unternehmen

(WK-intern) – Nachhaltige und umweltfreundliche Unternehmensführung steht im Zeitalter der erneuerbaren Energien ganz oben auf der Agenda vieler namhafter Konzerne. Große Firmen wie etwa Volkswagen oder Bayer starten grüne Initiativen, um den Verbrauch zu senken und einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Immer mehr Betriebe realisieren die Relevanz dieser Entwicklung und wollen sich deshalb daran beteiligen. Auch wenn Einige die Maßnahmen eher zum sogenannten „Green-Washing“, sprich zur Eigenwerbung im Kontext mit einer „grünen Unternehmensphilosophie“, verwenden als zum tatsächlichen Nutzen für die Umwelt, so gibt es dennoch Konzerne, die diese Bewegung mit einem ökologischen Hintergedanken verfolgen. Aus diesem Grund berichtete die Wirtschaftswoche, dass besonders deutsche Unternehmen weltweit führend sind in Hinblick auf das „Green Business“. Im Folgenden werden sinnvolle Maßnahmen zu drei nachhaltigen Bereichen, der grünen Versorgung und Mobilität, dem Green Office sowie dem Green Building vorgestellt, die auch klein- oder mittelständige Firmen zu einer nachhaltigeren und umweltbewussteren Einstellung verhelfen können.

Die Strategie der Unternehmen
Viele Konzerne müssen ihre Strategie umstellen, da es sich langfristig nicht mehr rechnet, Profit zu maximieren, ohne die ökologischen wie sozialen Eigenschaften zu berücksichtigen. Dauerhafter Erfolg stellt sich folglich nur dann ein, wenn die Unternehmen auch entsprechend handeln. Nachhaltigkeit darf jedoch nicht nur auf die Ökonomie angewendet werden, sondern ebenso auf die Bereiche Mitarbeiterführung sowie umweltfreundliche Firmenphilosophie. Schließlich wird in der heutigen Zeit der Gedanke nach Umweltschutz immer wichtiger. Die Menschen denken postmaterialistisch, denn die materiellen Bedürfnisse sind weitestgehend gestillt. Stattdessen ruht der Fokus nun auf dem Umweltschutz, wie an dem rasanten Erstarken der grünen Parteien in den vergangenen Jahren in ganz Europa erkennbar ist.
Unternehmen haben dabei mehrere Möglichkeiten. Zum einen ökologisch Handeln durch umweltfreundliche Innovationen, die zum Verkauf angeboten werden, wie etwa Neuerungen in den Bereichen der Elektromobilität. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, den Verbrauch in den Produktionsketten zu senken. Hier eröffnen sich neue Alternativen, etwa durch die Gewinnung des eigenen Stroms, der in den Kreislauf eingespeist wird, zusätzliche Beiträge zu leisten. Eine Weitere Chance besteht, indem Unternehmen lediglich Materialien beziehen, die ebenfalls unter umweltfreundlichen Gesichtspunkten gefertigt wurden. Auf diese Weise werden auch andere nachhaltige Unternehmen unterstützt.

Die Motive der Unternehmen
Das Motiv des „Green-Washings“ ist weiterhin aktuell, jedoch nicht dominierend. Imagesteigerungen nennen folglich viele Unternehmer als Grund für das Green Business. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Aspekte. Hier ist etwa die Profitsteigerung zu nennen, genauso wie ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz und zum Einsparen von Ressourcen. Auch eine Unabhängigkeit von den Schwankungen der Rohstoffpreise gaben Befragte bei einer Datenerhebung des Fraunhofer Instituts als Grund für eine Umstellung an.

Maßnahmen des Green Business
Versorgung und Mobilität
Erneuerbare Energien beziehen
Für Unternehmen bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, um auf erneuerbare Energien zurückzugreifen. So etwa durch Photovoltaik, Windkraftanalgen, Biogas-Anlagen, Tiefengeothermie, Biomasse-Anlagen, effiziente Wärmepumpen oder Wasserkraftanlagen. Das Potential, welches durch die Nutzung dieser Energiequellen ausgeschöpft werden kann, ist enorm, weswegen diverse Konzerne bereits auf jene Formen der Versorgung zurückgreifen.

Die KfW ermöglicht Unternehmen die Umstellung auf erneuerbare Energien, indem sie ihnen günstige Kredite zur Verfügung stellt. Diese staatliche Bank hat sich unter anderem auf die kostengünstige Unterstützung spezialisiert. Aus dem Grund sind bereits diverse Konzerne umgestiegen und beziehen die saubere Energie. Andere Unternehmen investieren in die Anbieter und nutzen diese Anlageform für ihre Rücklagen.

Beispiel für die positive Entwicklung ist Windkraft Simonsfeld, eine Firma die stetig expandiert und deshalb kürzlich erst in der Lage war, vier neue Windkraftanlagen in Dürnkrut-Götzendorf durchzusetzen. Allein diese neuen Anlagen produzieren Strom, welcher den Jahresverbrauch von 7900 Haushalten abdecken kann.

Elektrofuhrpark
Dieser Beitrag hebt den Nutzen und die Vorgehensweise bei der Etablierung eines Elektrofuhrparks hervor. Demzufolge mache es bei Flotteneinsätzen Sinn, zumal durch die richtige Planung beinahe allen Mobilitätsanforderungen nachgekommen werden kann. Allerdings birgt diese Entwicklung für die Konzerne auch Risiken. So wird weiterhin die geringe Reichweite der Fahrzeuge kritisiert, die Stillstandzeiten zum Aufladen oder das notwendige Vorhandensein einer Ladeinfrastruktur. Nichtsdestotrotz kann mit der richtigen Planung die Effizienz des Fuhrparks erheblich verbessert werden. Hierfür stehen, so der Artikel des Fraunhofers Instituts, Experten zur Verfügung, die innerhalb von fünf Schritten erörtern, welche Maßnahmen für einen Elektrofuhrpark geeignet sind. Es wird zunächst die Situation analysiert. Hier gilt es, die Funktion, Nutzung und Auslastung der Fahrzeuge festzustellen. Des Weiteren stellen die Experten Elektromobilisierungsszenarien auf, durch die ein Elektrifizierungspotential eruiert wird, welches nachhaltige sowie wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigt. Schritt drei beinhaltet schließlich die erste Testphase, bevor in Schritt vier die Mitarbeiter geschult und bestenfalls auch für die Technik begeistert werden. Sind alle vorherigen Schritte erfolgreich, so wird der Fuhrpark schließlich eingerichtet.

Green Office
Vom Computer bis zum Telefax
Durch die elektronischen Geräte, die in einem Firmensitz verwendet werden, wie etwa Drucker, Computer, Telefon oder Telefax, können die Unternehmen bereits Strom und damit auch Gelder einsparen. Auf dieses Potential geht auch Oeko-Fair.de näher ein. Beispielsweise durch den Einsatz von Multifunktionsgeräten, die das Drucken, Scannen, Faxen und Kopieren in einem ermöglichen. Daher wird der Stromverbrauch bereits erheblich reduziert. Des Weiteren kann durch den Stand-By-Modus zusätzlich Kosten reduziert werden.

Klimafreundliches Drucken
Firmen können bereits selbst darauf achten, beim Drucken von Dokumenten, die Umwelt zu schonen. So bietet es sich an, lediglich die notwendigen Papiere wirklich auszudrucken. Für die interne Kommunikation eignen sich im Zeitalter des Internets die modernen Nachrichtenprogramme wie Skype oder herkömmliche Emails. Auf diese Weise wird der Papierverschleiß jedes Unternehmens deutlich reduziert. Des Weiteren ist es möglich, auf Umweltpapier umzusteigen, um die Verschwendung von Papier und die Rodung der Wälder einzudämmen.

Diedruckerei.de informiert über die Vorteile und den Ablauf des klimaneutralen Drucks bei industriellen Druckereien. So können Unternehmen, die Flyer oder Werbeprospekte in Auftrag geben, eine Druckerei wählen, die diese Aufträge klimaneutral ausführen kann. Auf diese Weise leisten Konzerne einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz, denn durch die Wahl eines klimaneutralen Drucks werden verschiedene Projekte, wie etwa der Waldschutz in Mosambik, die Wasserkraft in Indonesien oder auch ein Windenergieprojekt in der Türkei unterstützt, denn viele Druckereien kooperieren mit den umweltfreundlichen Projekten und unterstützen diese tatkräftig.

Green Building
Die Sanierung von Gebäudehüllen
Diese Gebäude stehen für jene Sanierung, die aufgrund einer ökologischen Motivation durchgeführt wurden und durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Wasser, Heizen und Strom gekennzeichnet sind. In Zeiten von staatlicher Förderung und einem wachsenden Umweltbewusstsein steigt auch die Bereitschaft der Firmen, ihre Gebäudehüllen entsprechend sanieren zu lassen, um auf diese Weise nicht nur die Ressourcen einzusparen, sondern auch die eigenen Kosten zu reduzieren.
Bundesländer, unter anderem Baden-Württemberg, unterstützen die Gebäudesanierung in Form von Förderprogrammen, die mittlere- oder kleine Unternehmen in Anspruch nehmen können, um von einer Teilfinanzierung der energieeffizienten Sanierung der Gebäudehülle zu profitieren. Pro Tonne CO2, die eingespart werden kann, stellt das Land Fördermittel in Höhe von 50 Euro zur Verfügung. Green Building ist ebenso gefragt, wie alle anderen nachhaltigen Programme zum Umweltschutz auch. Erkennbar ist dies an den vielen Studiengängen, die diese Themen betreffen und die von den Universitäten immer häufiger angeboten werden.

Umweltfreundliches Beleuchtungskonzept
Die internationale Energieagentur (IEA) gibt an, dass insgesamt rund 19 Prozent des Stroms alleine durch die Beleuchtung aufgewendet werden. Anhand moderner Lichtkonzepte ist es jedoch möglich, den Verbrauch erheblich zu minimieren. Allerdings gibt es auch Irrtümer bei der Einsparung in Verbindung mit der Beleuchtung:

1. Eine Verringerung der Beleuchtung: Dies wirkt sich schädlich auf die Augen aus, minimiert die Arbeitsleistung der Angestellten und hat nur wenig Nutzen beim Thema Stromsparen.

2. Zu hohe Lichteinstrahlung: Um die Leuchtkraft zu erhöhen, nehmen die Unternehmen in Kauf, dass Angestellte geblendet werden, statt ein professionelles Beleuchtungssystem zu installieren.

Stattdessen sollte die Beleuchtung zum einen energiesparend und zum anderen effizient und nutzerfreundlich sein. Dazu zählt eine richtige Beleuchtung sowie helle Wände und Decken. Dies geht auf folgenden Artikel zurück.

Mit Hilfe des Einsatzes neuer Beleuchtungssysteme ist es möglich, den Verbrauch um 75 Prozent zu kürzen. Dies wirkt sich zum einen positiv auf die Ausgaben des Unternehmens aus sowie auf den ökologischen Fußabdruck, den die Firma hinterlässt.

Umweltschutz beim Raumklima
Im Sinne des Green Buildings ist auch die Regulierung der Temperatur innerhalb des Gebäudes. Diese steht in einem engen Zusammenhang mit der Gebäudehülle, denn ohne eine gute Isolierung ist ein dauerhaft angenehmes Raumklima kaum möglich. Darüber hinaus muss eine gute Belüftung ermöglicht werden sowie der Schutz vor zu hoher Sonneneinstrahlung. Klimaanlagen sind ebenfalls möglich, etwa durch thermische Betondeckentemperierung sowie Jalousien, die manuell sowie automatisch bedienbar sind.

Die Personen, die sich innerhalb des Gebäudes aufhalten, sollten dennoch immer Einfluss auf die Temperatur in den Räumen haben, denn jeder Mensch hat unterschiedliche Wohlfühltemperaturen. Das Innenraumklima ist also durch Heizen und Kühlen manuell steuerbar, allerdings sollte die Temperatur im Raum selbst nicht höher werden als 28 Grad Celsius, da andernfalls die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter nicht gewährleistet werden kann.

Beispiele – Deutschland Hochburg des Green Business
Firmen die Siemens, Henkel, Allianz oder SAP gehören zu den ökologisch nachhaltigsten Unternehmen auf dem Globus. Dies belegt eine Liste der Industry Group Leaders auf Initiative des Dow Jones. Dazu gehören auch jene Firmen, die im Verlauf des Textes bereits genannt wurden, wie etwa BMW, VW und der Pharmakonzern Bayer. Aufgrund ihrer Vorreiterstellung wurden diese Firmen häufig für ihr Engagement sowie ihre nachhaltige Firmenstruktur ausgezeichnet.

Bildquellen:
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