Siemens liefert 91 getriebelose 6MW-Windturbinen für das Projekt Race Bank von DONG Energy in GB

First 6 megawatt turbine at Westermost Rough / Photo: DongEnergy
First 6 megawatt turbine at Westermost Rough / Photo: DongEnergy

Siemens erhält Auftrag für Offshore-Windkraftwerk in Großbritannien

•    91 Windturbinen mit einer Leistung von je 6 Megawatt
•    Auftrag Teil des Rahmenabkommens aus dem Jahr 2012 mit DONG Energy
•    Gesamtleistung von „Race Bank“ bis zu 580 Megawatt
•  Service über einen Zeitraum von 5 Jahren zusammen mit Dong

(WK-intern) – Siemens hat einen weiteren Offshore-Auftrag aus Großbritannien erhalten: 91 getriebelose Sechs-Megawatt-Windturbinen mit leistungssteigernden Eigenschaften werden eine Gesamtleistung von bis zu 580 Megawatt (MW) erreichen.

Für das Projekt Race Bank von DONG Energy übernimmt Siemens die Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme der Windenergieanlagen mit einem Rotordurchmesser von 154 Metern.

Die Installation der Turbinen soll im Frühjahr 2017 beginnen. Der Auftrag ist Teil des Rahmenabkommens zwischen DONG Energy und Siemens aus dem Jahr 2012. Siemens und DONG werden gemeinsam den Service der Anlagen für einen Zeitraum von fünf Jahren übernehmen. Nach der Fertigstellung des Windkraftwerks Race Bank Anfang 2018 wird die Leistung ausreichen, um 400.000 britische Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.

Rund 32 Kilometer vor der britischen Ostküste entsteht das Offshore-Windkraftwerk Race Bank auf einer Fläche von 62 Quadratkilometern. Die Windturbinen werden in einer Wassertiefe zwischen sechs und 26 Metern auf Monopile-Fundamenten errichtet. Race Bank ist Teil der zweiten Ausschreibungsrunde in Großbritannien.

„Einmal mehr hat sich DONG Energy für unsere Sechs-Megawatt-Windturbine entschieden, das Zugpferd für Offshore-Windkraftwerke“, sagte Michael Hannibal, CEO Offshore in der Siemens-Division Wind Power and Renewables. „Wir arbeiten hart daran, die Kosten für Strom aus Meereswindparks wettbewerbsfähig mit anderen Stromerzeugungsformen zu machen.“ Jüngste Untersuchungen zeigen, dass sich die Anstrengungen auszahlen: Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Branchenverbands Renewable UK hat gezeigt, dass die Kosten für Offshore-Windenergie in den vergangenen fünf Jahren um elf Prozent gefallen sind. „Die Offshore-Industrie ist damit auf gutem Weg, die gesetzten Kostenziele für das Jahr 2020 zu erreichen“, sagte Hannibal weiter.

Siemens arbeitet an unterschiedlichen Hebeln, um die Kosten von Offshore-Windenergie weiter zu senken. Bereits 2020 will Siemens Technologien bereitstellen, die Stromgestehungskosten von unter 10 Cent pro Kilowattstunde ermöglichen. Verbesserungen werden nicht nur an der Windturbine selbst vorgenommen, sondern das Unternehmen setzt auch auf Innovationen bei der Netzanbindung: Die bisherigen Hochspannungs-Wechselstrom-Umspann-plattformen können künftig durch eine deutlich kleinere Netzanbindungslösung von Siemens in Wechselstrom-Technik ersetzt werden. Die erheblichen Einsparungen hinsichtlich Größe und Gewicht führen auch zu deutlich verminderten Kosten.

Darüber hinaus bietet Siemens auch kostensenkende Lösungen während des Betriebs der Windenergieanlagen an: Neuartige Spezialschiffe, so genannte “Service Operation Vessels” (SOVs), sind Teil eines Logistikkonzepts für einen effizienteren Wartungsbetrieb und liefern erhebliche Vorteile bei der Verfügbarkeit von Offshore-Windenergieanlagen. Die weltweit ersten beiden eigens für diesen Zweck gebauten SOVs sind Ende Juni in Deutschland offiziell getauft worden.

PM: Siemens

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