Das Repowering des Windparks im brandenburgischen Klettwitz ist abgeschlossen.

Mit 93 MW etabliert sich der Windpark Klettwitz wieder als einer der zehn leistungsstärksten Standorte in Deutschland.
Mit 93 MW etabliert sich der Windpark Klettwitz wieder als einer der zehn leistungsstärksten Standorte in Deutschland. / Pressebild: Ventotec GmbH/GICON

Windpark Klettwitz nach Repowering wieder unter den zehn leistungsstärksten Windparks in Deutschland

  • Leistungssteigerung und Erweiterung erhöhen die Nennleistung von 62 auf 93 MW
  • Technisch anspruchsvoller Bau auf ehemaligem Tagebau zukunftsweisend für die Energiewende

(WK-intern) – Nach nur 12 Monaten Bauzeit wurde der Windpark am 15. Juni 2015 fertig gestellt und speist den nunmehr mit einer Nennleistung von 93 MW erzeugten Ökostrom ins Netz ein.

Die Ventotec GmbH als Vorhabenträger und Investor hat die Leistungssteigerung gemeinsam mit GICON als Owner’s Engineer geplant und umgesetzt.

Mehr als 120 Arbeiter waren auf einer der größten Windparkbaustellen Europas rund um die Uhr im Einsatz. Es wurden 36 alte Windenergieanlagen vom Typ Vestas V66 rückgebaut und durch 27 moderne Vestas V112 ersetzt. Außerdem wurde der Windpark wesentlich in der Fläche erweitert, wobei der Abstand der Anlagen zu Siedlungsgebieten auf 1 Kilometer vergrößert und die Geräusch-Emissionen trotz höherer Leistung reduziert werden konnten.

Mit dem Repowering etabliert sich der Standort Klettwitz wieder als einer der zehn leistungsstärksten Windparks in Deutschland. Bei der Einweihung im Jahr 2000 war Klettwitz sogar der seinerzeit größte Windpark Europas.

Errichtung auf ehemaligem Braunkohletagebau macht den Windpark zum Vorzeigeprojekt für die Energiewende
Die größte technische Herausforderung des Projekts bestand darin, die Windkraftanlagen auf den lockeren Kippenböden eines ehemaligen Braunkohletagebaus zu errichten. Mittels Rütteldruckverdichtung des Bodens und dem Einsatz von speziell entwickelten kombinierten Pfahl-Platten-Gründungen (KPP) konnte GICON dieses ambitionierte Vorhaben möglich machen.

„In Klettwitz wird Erneuerbare Energie nun dort erzeugt, wo früher klimaschädliche Kohle gefördert wurde. Mehr Energiewende geht nicht“, bilanziert Ventotec-Geschäftsführer Ralf Heinen. „Mit unseren technischen Lösungen können neben ehemaligen Tagebauten auch andere komplizierte Flächen wie Deponien oder Industriebrachen für die Windenergie erschlossen werden“, erläutert Dr. Annett Schröter, Geschäftsführerin der GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH, die Vorteile der KPP.

GICON verantwortete bei dem Projekt als Generalplaner das Genehmigungsverfahren, die Projektsteuerung, die Objekt- und Anlagenplanung sowie die Bauoberleitung, die geotechnische Fachbauleitung und die naturschutzfachliche Betreuung. Das Projekt ist damit ein Musterbeispiel für die komplexen und interdisziplinären Ingenieurdienstleistungen der gesamten GICON-Firmengruppe.

Erneute Erweiterung in der Planungsphase
Über das aktuelle Projekt hinaus laufen die Planungen für eine erneute Erweiterung des Standorts.
Dem Bauantrag für die im ersten Erweiterungsschritt zu installierenden fünf Anlagen hat die Gemeinde Schipkau bereits zugestimmt. 2016 soll der Bau beginnen. In die anstehenden Voruntersuchungen, Planungen und Realisierungsschritte ist GICON erneut zentral eingebunden.
Die Ventotec GmbH gehört mit aktuell über 750 errichteten Megawatt und einem Investitionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro zu den größten deutschen Projektierern und Komplettanbietern im Windenergiebereich. Dabei deckt das Unternehmen die ganze Leistungspalette ab: von Projektkonzeption mit Grundlagenplanung und Genehmigung über Fertigstellung und Inbetriebnahme bis zum Vertrieb bzw. Verkauf der Projekte. Daneben übernimmt Ventotec auch die Darstellung der Projektfinanzierung.

Die GICON-Firmengruppe ist ein Zusammenschluss unabhängiger Engineering- und Consultingunternehmen mit Hauptsitz in Dresden. GICONs Kerngeschäft sind Consulting & Engineering, Forschung & Entwicklung sowie der Anlagenbau. Bei der Planung von On- und Offshore-Windparks kann die Firmengruppe auf Erfahrungen aus mehr als 30.000 realisierten Megawatt zurückgreifen.

PM: Ventotec GmbH

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