Offshore-Windparks: Genehmigungsstopp ist kontraproduktiv

Netzausbau und Energieerzeugung müssen besser synchronisiert werden

(WK-intern) – Die IHK Nord hat sich in einem Schreiben an Bundeswirtschafts- und -energieminister Gabriel gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur (BNetzA), in den nächsten zehn Jahren keine Netzanschlüsse für küstenfernere Offshore-Windparks zu planen und den daraufhin angekündigten Genehmigungsstopp für diese Windparks durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ausgesprochen:

Diese Entscheidungen haben in der Branche zu großer Verunsicherung geführt und stellen damit ein Risiko für das weiterhin dynamische Wachstum der Offshore-Windenergie dar”, so Christoph Weiss, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Bremen. Denn diese Branche sei mehr als andere aufgrund der langen Planungs- und Bauzeiten sowie des hohen erforderlichen Investitionsvolumens auf langfristig stabile Rahmenbedingungen angewiesen.

Die norddeutsche Windenergie stelle dabei nicht nur einen herausragenden Wirtschaftsfaktor für Norddeutschland dar, sondern habe auch eine große Bedeutung für die gesamte deutsche Volkswirtschaft und das Gelingen der Energiewende. Zwar seien die Entscheidungen von Bundesnetzagentur und BSH mit Blick auf die volkswirtschaftlichen Kosten des Netzausbaus teilweise nachvollziehbar, so Weiss weiter, doch müsse sich dieser stärker nach der Entwicklung der Erneuerbaren Energien richten und dürfe nicht zum begrenzenden Momentum der Energiewende werden.

“Aus Sicht der IHK Nord bedarf es daher mit Blick auf die Offshore-Windenergiebranche keiner Eingrenzung von Genehmigungen und Netzanschlüssen, sondern vielmehr einer besseren und frühzeitigen Abstimmung der Entwicklung der Erneuerbaren Energien und des dafür benötigten Netzausbaus”, so lautet das Fazit in dem Schreiben, das in Kopie auch an BNetzA-Präsident Homann und BSH-Präsidentin Breuch-Moritz geschickt wurde.

In der IHK Nord schließen sich 13 norddeutsche Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammen. Sie vertreten knapp 700.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

PM: IHK Nord

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