Solar-aktive Betonfassade – Saubere und grüne Stromversorgung von morgen

Solar-aktive Betonfassade mit HeliaFilm® - © Reckli
Solar-aktive Betonfassade mit HeliaFilm® - © Reckli
Solar-aktive Betonfassade mit HeliaFilm® – © Reckli

HeliaFilm® an der Betonfassade:

(WK-intern) – Europas erste Solarbetonwand wurde heute am Hauptsitz der Firma RECKLI in Herne eingeweiht.

Die von RECKLI für die Solarfilme von Heliatek (HeliaFilm®) konzipierte Betonfassade stellen einen neuen Ansatz für GIOPV – Gebäude Integrierte Organische PV – dar. RECKLI, der weltweit führende Hersteller für architektonisch ansprechende Betonmatrizen, und Heliatek stellen damit in weiteres Beispiel für nachhaltiges energieautarkes Bauen auf Beton vor.

Die solaraktive Betonwand ist das Ergebnis einer gemeinsamen Produktentwicklung von RECKLI und Heliatek. In Richtung Süd-Westen ausgerichtet liefert die Wand bei einer installierten Leistung von 1 kWp im Jahr ca. 500 kWh Energie, welche von RECKLI direkt intern genutzt wird.

Der erwartete Energieertrag liegt ca. 25% über der Silizium-technologie. HeliaFilm® hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sowohl bei bewölktem Himmel, als auch bei hohen Temperaturen deutlich mehr Energie erzeugt wird, als vergleichbare konventionelle Solarzellen. Dies liegt in den einzigartigen Material-eigenschaften der organischen Halbleiter begründet. Die Technologie erlaubt zusätzlich einen breiten gestalterischen Spielraum für Planer und Architekten hinsichtlich Farbgestaltung und Layouts der Folien.

Solar-aktive Betonfassade Herne:

  • 3 Reihen Betonelemente mit vertikal integrierten Solarfolien (Gesamtfläche: 16,80 m x 3,50 m)
  • Spitzenleistung unter Standard-Testbedingungen: 1 kWp
  • Erwartete jährliche Energieertrag: 500 kWh

“Bei dieser Pilotinstallation haben wir uns ganz klar auf die technische Umsetzung der Kombination von Solarfolien und Betonelementen konzentriert,”,erklärt Peter Henning, Vertriebsleiter von RECKLI. “Hier wollen wir interessierten Architekten, Bauplanern und Bauherren zeigen, wie die Solarbeton-Zukunft aussehen wird.”

Dr. Thomas Bickl, VP Vertrieb & Produktentwicklung bei Heliatek, ergänzt: “Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt unserer gemeinsamen Entwicklungsprojektes, in welcher die Vorteile unseres dünnen und leichten Produkts sowie des flexiblen Layouts perfekt zum Tragen kommen. Weltweit werden jährlich ca. 130 Mio. m² an Betonfassade verbaut – das ist unser Zielmarkt!”

Betonfassaden von morgen

RECKLI und Heliatek arbeiten seit 3 Jahren gemeinsam an smarten Fassadenlösungen, die unterschiedlichste Betonstrukturen und HeliaFilm® vereinen. Betonfassaden können durch den Einsatz verschiedenfarbiger Folien ästhetisch aufgewertet werden und liefern gleichzeitig Energie für die städtische Stromversorgung.

Gebäudeintegrierte organische Photovoltaik (GIOPV) kann einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung liefern und damit die CO2-Bilanz vor allem in Großstädten mit vielen Bürogebäuden deutlich verbessern. Ein wesentlicher Vorteil bei der Verwendung von HeliaFilm® ist, dass sie ohne Kühlungs- oder Ventilationssystem optimal arbeiten. Für 2016 sind weitere Pilotprojekte mit RECKLI und Heliatek geplant. Der Start der umfassenden Markteinführung ist für das zweite Halbjahr 2017 ins Auge gefasst.

Über Heliatek:

Heliatek wurde 2006 von der TU Dresden und der Universität Ulm ausgegründet. Heliatek ist der weltweit anerkannte Technologieführer in organischer Solartechnik und hält seit Jahren den Weltrekord in der Zelleffizienz mit derzeit 12%. Sowohl durch die Spitzenrolle in der Materialentwicklung als auch durch die bewährte Umsetzung in der Serienproduktion ist Heliatek das erste Unternehmen, welches die Kommerzialisierung von großflächigen Solarfolien umsetzt. Das Geschäftsmodell umfasst die Lieferung von kundenspezifisch hergestelltem HeliaFilm® an Industriepartner aus den Bereichen der Baumaterialindustrie und Automobilindustrie. Heliatek beschäftigt an den Standorten in Dresden und Ulm insgesamt 75 Spezialisten.

Die Investoren von Heliatek sind renommierte Industrie- und Finanzunternehmen, unter ihnen BASF, Bosch, Innogy Venture Capital, Wellington Partners, eCapital und AQTON SE. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie der Aufbau der Produktionstechnik werden mit Mitteln des Freistaates Sachsen, des Bundes (BMBF-Projekt LOTsE (03EK3505E)) und der Europäischen Union gefördert. Heliatek produziert aktuell auf seiner ersten Rolle-zu-Rolle Produktionsanlage am Standort in Dresden.

PM: Heliatek

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top