GP JOULE nimmt in Schleswig-Holsteins erste Power-to-Gas-Anlage in Betrieb

Das Seminar „Kaufmännische Betriebsführung von Windparks“ am 14. April 2015 in Essen / Foto: HB
Das Seminar „Kaufmännische Betriebsführung von Windparks“ am 14. April 2015 in Essen / Foto: HB
Windstrom-Speichertechnologie ‚made in Nordfriesland‘ / Foto: HB

GP JOULE präsentiert innovative Speichertechnologie ‚made in Nordfriesland‘

(WK-intern) – GP JOULE, der Spezialist für Erneuerbare-Energie-Projekte und intelligente Speichertechnologien, nimmt heute in Reußenköge (Nordfriesland) die erste Ausbaustufe des so genannten Stromlückenfüllers in Betrieb.

Mit dieser Power-to-Gas-Anlage und dem dazugehörigen Konzept lassen sich zunehmende Schwankungen im Stromnetz ausgleichen – und damit eine der größten Herausforderungen der Energiewende lösen.

Zunächst gehen vier PEM-Elektrolyseure mit jeweils fünf kW Leistung ans Netz – 16 baugleiche PEM-Elektrolyse-Stacks aus dem Hause GP JOULE werden folgen. Damit wird die Power-to-Gas-Anlage 200 kW stark sein. GP JOULE-Geschäftsführer Ove Petersen: „Die Zukunft einer lückenlosen Energieversorgung hat begonnen – und zwar hier bei uns im Norden. Viele reden immer wieder nur darüber, dass wir die Überschüsse aus der Windenergie in Schleswig-Holstein besser nutzen müssten. Wir haben es angepackt und freuen uns, mit der Inbetriebnahme des Stromlückenfüllers den nächsten Schritt von einer reinen Stromwende zur echten Energiewende zu vollziehen.“

Reußenköge,18. Mai 2015. Große Überschüsse an sonnigen und windigen Tagen, kaum Ökostromeinspeisung nachts und bei Flaute – durch den Ausbau der erneuerbaren Energien nehmen die Schwankungen im Stromnetz enorm zu. Schleswig-Holstein ist davon besonders betroffen. Mit 1.303 MW wurde hier 2014 mehr als ein Viertel der insgesamt in Deutschland errichteten Windenergie-Leistung installiert. Doch der durchschnittliche Verbrauch im Land liegt deutlich niedriger als die installierte Erneuerbaren-Leistung. Was also tun mit den Überschüssen? Mit dem Stromlückenfüller hat GP JOULE eine intelligente, klimafreundliche und kostengünstige Lösung gefunden, Strom mithilfe der PEM-Elektrolyse in Wasserstoff umzuwandeln und zu speichern. Bei Bedarf wird der Wasserstoff dann zusammen mit Biogas in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) wieder verstromt und ins Stromnetz eingespeist. „Mit dem Stromlückenfüller haben wir eine entscheidende Voraussetzung geschaffen, um in Zukunft unsere Energie ausschließlich aus klimafreundlichen regenerativen Quellen zu beziehen“, so GP JOULE-Geschäftsführer Ove Petersen. „Je nach Wetterlage haben wir im Norden oft zu viel Wind- und Sonnenenergie, während andernorts Energie gebraucht wird. Dort liefern dann häufig klimaschädliche Kohlekraftwerke den Strom. Mit der Speichertechnologie sind wir in Zukunft nicht mehr abhängig von Wind und Wetter. Technologien wie der Stromlückenfüller stellen sicher, dass wir in Zukunft immer klimafreundlichen Strom haben – und zwar dort wo er gebraucht wird.“

Von der Stromwende zur Energiewende – das Multitalent Wasserstoff ebnet den Weg

Der Stromlückenfüller hat einen weiteren Vorteil: Bei der Umwandlung in Wasserstoff fällt Wärme an, die über Nahwärmenetze zum Heizen genutzt werden kann. Der gewonnene und gespeicherte Wasserstoff wiederum kann in der Industrie oder zum Antrieb von Wasserstofffahrzeugen eingesetzt werden. So lässt sich in Zukunft Benzin, Diesel oder Autogas durch Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ersetzen. „Bisher ist unsere Energiewende eine reine Stromwende“, so Ove Petersen. „Doch um einen echten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, dürfen wir den Wärme- und Mobilitätsmarkt nicht vernachlässigen. Die Power-to-Gas-Technologie schafft es, neben dem Strommarkt auch den Mobilitäts- und Wärmemarkt mit erneuerbaren Energien zu versorgen.“

Durch den Einsatz der Windenergie in neuen Märkten tragen die Speichertechnologien zudem zur Stärkung der Wertschöpfung im Norden bei, erläutert der GP JOULE-Geschäftsführer. „Bisher gingen Energieüberschüsse verloren, weil bei hoher Netzauslastung die Windräder abgeregelt wurden. Die Kosten dafür müssen die Verbraucher tragen, auch für Strom, der gar nicht erzeugt wird. In Zukunft können die Anlagenbetreiber entscheiden, ob der Strom bei hoher Wind- und Solarleistung über die Börse zu „geringen“ Preisen vermarktet werden soll oder vor Ort sinnvoll im Strom-, Wärme- und Mobilitätsmarkt in Schleswig-Holstein vermarktet wird. Der Elektrolyseur bildet dabei das Tor zu diesen neuen Märkten.“

Schon bald im industriellen Maßstab: Megawatt-Elektrolyseur in Vorbereitung

Der Stromlückenfüller in Reußenköge ist ein Pilotprojekt, das wichtige Erkenntnisse für das Folgeprojekt liefern wird: Geplant ist am gleichen Standort ein Kombikraftwerk aus PEM-Elektrolyseuren im Megawattmaßstab und einem Biogasanlagen-Blockheizkraftwerk, das fünf Mal größer als das Pilotprojekt sein wird. Das Herzstück der Technologie – der PEM-Elektrolyse-Stack, der wie schon sein kleiner Bruder von GP JOULE entwickelt wird – soll eine elektrische Leistung von einem Megawatt aufnehmen und in Wasserstoff umwandeln können. Dafür stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der „Förderinitiative Energiespeicher“ Forschungsgelder in Höhe von bis zu 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Unternehmen:

GP JOULE ist ein universeller, innovativer und authentischer Partner für alle Bereiche der erneuerbaren Energien. Unter dem Motto „Trust your Energy“ entwickelt, plant und realisiert das 2009 gegründete Unternehmen Projekte für die zukunftsträchtige Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse und Energiespeichern. Geprägt durch Respekt und Verantwortungsbewusstsein für Mensch und Umwelt entwickelt GP JOULE intelligente Energiekonzepte und ganzheitliche Lösungen und sorgt so schon jetzt dafür, dass aus einer reinen Stromwende eine echte Energiewende wird. Zu den Grundsätzen des Handelns der Unternehmensgründer und Agrar-Ingenieure Ove Petersen und Heinrich Gärtner gehören Authentizität, Vertrauen, Fairplay, Innovation und Qualität sowie der Anspruch, dazu beizutragen, dass zukünftig 100 % des gesamten Energieverbrauchs erneuerbar produziert werden können. Damit bietet GP JOULE Investoren zukunftsfähige und gewinnträchtige Investitionsmöglichkeiten.

GP JOULE unterhält vier Standorte in Nord- und Süddeutschland sowie zwei internationale in den USA und Kanada.

PM: GP JOULE GmbH

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