Weiterer Schritt für Stilllegung und Rückbau des Forschungsreaktors in Geesthacht

Robert Habeck © Staatskanzlei
Robert Habeck © Staatskanzlei

Scoping-Termin soll Inhalt für Umweltverträglichkeitsprüfung abstecken

(WK-intern) – Die Stilllegung und der Abbau der Forschungsreaktoranlage und des Heißen Labors des Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH (HZG) gehen in die nächste Etappe:

KIEL/GEESTHACHT – Am 19. Mai findet im Hörsaal des GITZ (Geesthachter Innovations- und Technologie-Zentrum), Max-Planck-Straße 1, 21502 Geesthacht der gesetzlich vorgesehene „Scoping-Termin“ im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung statt.

Der Scoping-Termin soll dazu dienen, die genauen Inhalte dieser Umweltverträglichkeitsprüfung festzulegen. Im Vorfeld hatte die HZG GmbH einen „Vorschlag zum voraussichtlichen Untersuchungsrahmen“ vorgestellt.

Gesetzlich ist der Scoping-Termin keine öffentliche Veranstaltung, dennoch hat das für das Genehmigungsverfahren zuständige Energiewendeministerium nicht nur fachlich betroffene Behörden, sondern auch Umweltverbände und Bürgerinitiativen zu dem Termin eingeladen. „Wir möchten damit größtmögliche Transparenz herstellen und dafür die umfangreichsten Mitwirkungsmöglichkeiten nutzen, die das Gesetz zulässt“, sagte Energiewendeminister Robert Habeck. Der Schutz des Personals und der Bevölkerung vor unzulässigen Einwirkungen aus den Folgen der Atomkraft stehe beim Rückbau kerntechnischer Anlagen absolut an erster Stelle.

Hintergrund:

Die HZG GmbH hat im März 2013 beim Energiewendeministerium den Antrag auf Stilllegung des Forschungsreaktors FRG-1 und Abbau der Forschungsreaktoranlage und des Heißen Labors des HZG gestellt. Rechtsgrundlagen des laufenden Verfahrens sind das Atomgesetz, die Atomrechtliche Verfahrensverordnung und das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung.

Die Anlage ist bereits jetzt frei von Brennelementen. Darüber hinaus plant HZG u.a., radioaktive Abfälle, die beim Abbau anfallen, auf dem Anlagengelände vorzubehandeln und vorübergehend in einer bereits bestehenden und für diesen Zweck noch zu ertüchtigenden Halle zu lagern. Denn das Endlager Konrad in Niedersachsen für nicht Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle wird voraussichtlich erst zu Anfang des kommenden Jahrzehnts zur Verfügung stehen. Mit der Errichtung des Abfalllagers soll einer Verzögerung von Stilllegung und Abbau der Forschungsreaktoranlage und des Heißen Labors entgegen gewirkt werden.

PM: Energiewendeministerium Schleswig-Holstein

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