Jahresreport beleuchtet die Energiewende in den Bundesländern

In Deutschland gewonnener Solar- und Windstrom wird zum Teil verschenkt und negativ bezahlt, weil Bayern sich weigert Stromtrassen ins Land zu lassen. Dadurch wird der private Verbraucher über den eigenen Strompreis belastet. / Bild und Text: HB
In Deutschland gewonnener Solar- und Windstrom wird zum Teil verschenkt und negativ bezahlt, weil Bayern sich weigert Stromtrassen ins Land zu lassen. Dadurch wird der private Verbraucher über den eigenen Strompreis belastet. / Bild und Text: HB
In Deutschland gewonnener Solar- und Windstrom wird zum Teil verschenkt und negativ bezahlt, weil Bayern sich weigert Stromtrassen ins Land zu lassen. Dadurch wird der private Verbraucher über den eigenen Strompreis belastet. Die Links dieser Seite führen Sie leider nur zu Kindergarten Bilder und Texte, jedes Bundesland durfte die Link-Seiten selbst verfassen, es ist in keiner Weise neutral. Jeder beweihräuchert nur sich! / Bild und Text: HB

Ministerinterviews, Infografiken, Texte und viele Zahlen und Statistiken vermitteln ein detailliertes Bild des föderalen Ausbaus Erneuerbarer Energien

(WK-intern) – Die Energiewende ist bisher (kein) ein gesamtdeutsches Projekt, das jedoch vor Ort umgesetzt werden muss.

Die Bundesländer dienen hier als entscheidende Vermittlungsstelle, da sie nicht nur die bundespolitischen Beschlüssen in einen dezentralen Ausbau Erneuerbarer Energien umsetzen müssen, sondern auch durch eigene energiepolitische Ziel- und Rahmensetzungen den Umbau des Energieversorgungssystems enorm befördern oder bremsen können.

Der aktuelle Jahresreport Föderal Erneuerbar porträtiert umfassend die jeweiligen Strategien, Schwerpunkte und Erfolge der Länder im Energiewende-Prozess.

„Gleichgültig, welche politische Farbenkombination die jeweilige Regierungskoalition hat – bei den prinzipiellen Zielen der Energiewende, nämlich Ausbau Erneuerbarer Energien und Klimaschutz, sind sich alle Landesregierungen einig“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Allerdings gibt es trotz der gemeinsamen Oberziele deutliche Unterschiede bei den konkreten Zielsetzungen und Schwerpunkten der jeweiligen Landesenergiepolitik. Mit unserem Projekt Föderal Erneuerbar, dem dazugehörigen Internetportal sowie dem nun frisch erschienen Jahresreport versuchen wir, die föderale Energiewende transparent zu machen.“ Die neue Publikation zeigt auf mehr als 200 Seiten viele Daten und Statistiken, Grafiken und textliche Einordnungen zur Energiewende in den Bundesländern. In Interviews mit den für Erneuerbare Energien zuständigen Ministerinnen und Ministern wird deutlich, wo noch Diskussions- und Harmonisierungspotenziale stecken.

Dr. Robert Habeck (GRÜNE), Energiewendeminister des Landes Schleswig-Holstein, will beispielsweise bis 2025 „dreimal mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen, als hier im Land verbraucht wird.“ So sollen der Atomausstieg aufgefangen und auch andere Länder mit grünem Strom versorgt werden. Ilse Aigner (CSU), Energieministerin des Freistaats Bayern, will dagegen keiner neuen Stromleitung zustimmen, die „nicht für die Versorgung Bayerns, sondern zum Export von überschüssigem Windstrom gedacht ist.“ Auch hinsichtlich der konventionellen Energieträger, die die Erneuerbaren ergänzen, gibt es durchaus unterschiedliche Perspektiven: Albrecht Gerber (SPD), Energieminister in Brandenburg, meint etwa, dass „wir die Braunkohle noch für einen längeren Zeitraum brauchen werden“, während Johannes Remmel (GRÜNE), Klimaschutzminister in Nordrhein-Westfalen, für eine „beherzte Verkleinerung alter und klimaschädlicher Kapazitäten“ wirbt.

(Alle Zitate entstammen den Interviews, die in voller Länge im Jahresreport nachgelesen werden können.)

„Trotz der Differenzen im Detail, schieben die Länder insgesamt die Energiewende sehr ambitioniert an. Die nach Fukushima in allen Bundesländern entwickelten neuen Energiekonzepte und -strategien stellen allerorten die Erneuerbaren in den Fokus des Versorgungssystems. Mit unserem Projekt Föderal Erneuerbar wollen wir den Umsetzungsprozess begleiten und die Länder  bei ihrem Energiewende-Kurs ermutigen“, stellt Philipp Vohrer den Bezug zur neuen AEE-Publikation her.

Die Publikation „Bundesländer mit neuer Energie – Jahresreport Föderal Erneuerbar 2014/15“ mit Interviews, vielen Daten und Infografiken sowie weiteren einordnenden Texten können Sie kostenlos im Shop der AEE bestellen. Alle Daten und Statistiken zur Energiewende auf Länderebene finden Sie auch online auf www.foederal-erneuerbar.de.

PM: Agentur für Erneuerbare Energien e.V.

PS: (kein) vom WK eingefügt!

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