Capital Stage AG scheidet aus dem Bieterverfahren um PROKON aus

Der SDAX-notierte Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage ist aus dem Bieterverfahren um die Übernahme der PROKON Regenerative Energien GmbH („PROKON“) mit Sitz in Itzehoe, Schleswig-Holstein, ausgeschieden.

(WK-intern) – Dies hat der zuständige Insolvenzverwalter nach Prüfung aller vorliegenden Bieterangebote der Capital Stage AG heute mitgeteilt.

Die Capital Stage AG hatte am vergangenen Freitag, den 8. Mai 2015, bekannt gegeben, dass sie sich an dem Bieterverfahren um die Übernahme der PROKON beteiligt.

Das Unternehmen hatte die Beteiligung an dem Bieterverfahren für die ebenfalls in Norddeutschland ansässige PROKON vor allem mit einer sinnvollen Ergänzung zum eigenen, bisher vor allem auf den Betrieb von Solarparks ausgerichteten Geschäftsmodell begründet. Zudem sah man in der Übernahme die Möglichkeit, PROKON als Teil eines vollständig auf regenerative Energien ausgerichteten Unternehmens zu erhalten.

„Wir bedauern diese Entscheidung”, kommentiert Felix Goedhart, Vorstandsvorsitzender der Capital Stage AG. „Mit dem Windkraft-Bestandsgeschäft sowie der Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PROKON in diesem Bereich, hätte wir unsere Position als starker und unabhängiger Solar- und Windparkbetreiber und reiner Erneuerbare-Energien-Konzern gern ausgebaut“, so Goedhart weiter.

Finanzvorstand Dr. Christoph Husmann ergänzt: „Unser Angebot zur Übernahme basierte auf einer eigenen marktgerechten Bewertung des Bestandsgeschäfts der PROKON im Bereich Wind und stellte daher das für uns wirtschaftlich maximale Gebot dar. Als unabhängiges und börsennotiertes Unternehmen sind wir zu einer besonderen kaufmännischen Vorsicht gegenüber unseren ausschließlich privaten Anteilseignern verpflichtet. Wir hätten uns gefreut, die PROKON in unser Geschäftsmodell zu integrieren – aber nicht um jeden Preis.“

Die Capital Stage AG wird ihren Wachstumskurs unabhängig von der heutigen PROKON-Entscheidung in den kommenden Monaten weiter konsequent fortsetzen. Dafür prüft das Unternehmen derzeit Projekte im Solar- und Windbereich mit über 200 MW im In- und Ausland. Die zur Verfügung stehenden freien Investitionsmittel für weitere Transaktionen belaufen sich aktuell auf rund 100 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund einer üblichen Finanzierungsstruktur mit zusätzlichem Fremdkapital auf Projektebene ergibt sich dadurch ein mögliches weiteres Gesamtinvestitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro. Capital Stage geht davon aus, ihr Erzeugungsportfolio bis zum Jahresende entsprechend auf bis zu 600 MW ausbauen zu können.

PM: Capital Stage AG

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