ABO Wind feiert mit Anwohnern die Fertigstellung des Windparks Schlitz

Schlitz feiert Windpark / Pressebild: ABO Wind
Schlitz feiert Windpark / Pressebild: ABO Wind
Schlitz feiert Windpark / Pressebild: ABO Wind

Rund 350 Gäste kamen zur Eröffnung

(WK-intern) – Zwölf Anlagen produzieren Ökostrom für 62.000 Personen

Sparkasse Oberhessen bietet Anwohnern Beteiligungsmöglichkeit

Monatelang haben die Bürger den Bau der Windkraftanlagen verfolgt: Schwerlasttransporte durchquerten die Ortschaft Rimbach, Waldwege wurden verbreitert und schließlich wuchsen die Türme über die Baumspitzen hinaus. Im Wald von Schlitz sind zwölf Windenergieanlagen vom Typ GE Wind Energy 2.5-120 mit 139 Meter Nabenhöhe und je 2,5 Megawatt Nennleistung entstanden, deren Flügel sich seit Februar drehen. Mitten im Wald produzieren sie nun so viel sauberen Strom wie 62.000 Menschen in ihren Wohnungen verbrauchen.

Am Samstag hatten alle Bürger der Stadt Schlitz und der umliegenden Gemeinden im Vogelsberg die Möglichkeit, sich ihre Windkraftanlagen aus der Nähe anzusehen. Die Stadt Schlitz, der Investor Talanx AG, das am Bau beteiligte Schlitzer Unternehmen CC Bäuml und der Projektentwickler ABO Wind hatten zu einem Einweihungsfest eingeladen. Zum Auftakt führte ABO Wind-Projektleiter Manuel Schmuck, der die Anlagen geplant hat, interessierte Gäste bei einer Wanderung durch den Windpark. Gemeinsam überzeugten sich die Besucher vom verträglichen Miteinander von Windkraft, Tieren und Pflanzen im Wald. “Ein Eingriff in die Natur war nötig, um die Anlagen zu errichten”, sagte Manuel Schmuck. “Unser Hauptaugenmerk bei der Planung lag darauf, ihn so gering wie möglich zu halten und so die Artenvielfalt zu schützen.” Jetzt, nach Fertigstellung, fügen sich die Windkraftanlagen in den Wald ein. Schmuck berichtete: “Untersuchungen haben ergeben, dass beispielsweise Wildtiere Windkraftanlagen nicht meiden.” Aufmerksame Beobachter werden den vertrauten Tierarten also auch zukünftig im Berngeroder Forst begegnen.

Im Grußwort zur Eröffnung des Windparks sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer, dass Schlitz sich – noch vor der Regionalplanung – aus eigenem Interesse für die Windkraftanlagen an diesem Standort entschieden habe. “Alle Bürger sollen damit leben können und davon profitieren”, sagte er. Sein besonderer Dank galt den Bewohnern des Ortsteils Rimbach für die Geduld während der Bauphase und ABO Wind für die sehr angenehme Zusammenarbeit.

Um interessierten Anwohnern die Gelegenheit zu geben, am Erfolg des Windparks teilzuhaben, bietet die Sparkasse Oberhessen exklusiv einen Sparbrief an. “Wir möchten Bürgern ermöglichen, im Kleinen das mitzutragen, was die Stadt im Großen tut”, betonte Schäfer. Bürger der Stadt Schlitz, der Stadt Grebenau und der Gemeinde Breitenbach am Herzberg sowie aller Ortsteile können ab sofort zwischen 1.000 und 10.000 Euro zeichnen. Der Windpark-Sparbrief wird mit 1,2 Prozent jährlich verzinst und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Er ist auf ein Gesamtvolumen von einer Million Euro begrenzt. Er kann ausschließlich im KompetenzCentrum Schlitz und in der Filiale Grebenau bis zum 29. Mai 2015 gezeichnet werden. Dort gibt es auch weitere Informationen. Sollten die Zeichnungswünsche das Volumen überschreiten, gibt es ein Zuteilungsverfahren.

Gekauft hat den Windpark die Versicherungsgruppe Talanx mit Hauptsitz in Hannover. “Die Investition in Windkraftanlagen bietet uns als Versicherer eine attraktive Rendite bei vertretbarem Risiko. Dabei geht es uns nicht um größtmögliche Gewinne, sondern um eine solide Geldanlage im Interesse unserer Kunden”, erklärte Dr. Bernhard Graeber, Leiter der Abteilung für Infrastruktur-Investments bei Talanx. “Das aktuelle Niedrigzinsumfeld macht es uns zunehmend schwer, die garantierten Zinsen für die Versicherten zu erwirtschaften. Der Windpark hilft uns dabei und leistet gleichzeitig einen kleinen Beitrag zur Energiewende.”

Binnen drei Jahren ist der Windpark in Schlitz-Berngerode entstanden – von der ersten Planung bis zur Inbetriebnahme. Urta Steinhäuser, Mitglied der Geschäftsleitung von ABO Wind, betonte: “Das ist hervorragend für einen Windpark dieser Größe.” Ein solches Projekt könne nur in gegenseitigem Vertrauen zwischen den Bürgern, der Gemeinde und dem Planer erfolgreich entstehen. Sie dankte dem Bürgermeister für die Offenheit und Verlässlichkeit und den Bürgern für ihren Langmut: “Ein solcher Bau verursacht Schmutz und Lärm und ist zweifellos eine Belastung für alle Anwohner. Umso mehr wünschen wir uns, dass Sie alle jetzt in guter Nachbarschaft zu den Anlagen leben werden. Sie unterstützen den Klimaschutz vor der eigenen Haustür. Dafür danken wir Ihnen.”

Rund um eine der zwölf Windkraftanlagen wurde im Anschluss an die Grußworte ein Familienfest gefeiert, das alle Beteiligten mit viel Herzblut gestaltet hatten. Der Posaunenchor aus Queck sorgte für musikalische Unterhaltung; die Gastgeber grillten Würstchen und verkauften Kuchen. Mitarbeiter von CC Bäuml und ABO Wind organisierten einen Luftballonwettbewerb und Besichtigungen des Anlagenturms. Die Fachleute beantworteten alle Fragen der interessierten Besucher. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken geht als Spende an die Kinderkrebshilfe Schlitz.

PM: ABO Wind

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