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Fernwärmeprojekt in Kirchweidach mit Wärme aus Tiefengeothermie eingeweiht

Grafik zum Geothermie- und Fernwärmeprojekt Kirchweidach / Rödl & Partner und die Kirchweidacher Energie GmbH
Grafik zum Geothermie- und Fernwärmeprojekt Kirchweidach / Rödl & Partner und die Kirchweidacher Energie GmbH
Grafik zum Geothermie- und Fernwärmeprojekt Kirchweidach / Rödl & Partner und die Kirchweidacher Energie GmbH

Grüne Energie für bayerisches Gemüse – Festliche Einweihung des Geothermieprojekts Kirchweidach

(WK-intern) – Die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner weiht heute im Rahmen eines Festakts das Fernwärmeprojekt in Kirchweidach (Bayern) offiziell ein.

Über das im Frühjahr in Betrieb genommene Fernwärmenetz werden über 150 Haushalte in der Gemeinde mit Wärme aus Tiefengeothermie versorgt.

Zudem nutzt bereits seit Ende des Jahres 2013 ein großer Gemüsebaubetrieb in Kirchweidach die nachhaltige und umweltfreundliche Energie. Im Rahmen der Einweihung legt die Staatsministerin auch den Grundstein für die Erweiterung des Gewächshausprojektes um weitere 8 Hektar. Schon jetzt konnte die Selbstversorgungsrate mit Tomaten aus Bayern durch die Anlage von 7 auf 11 Prozent, bei Paprika von 2 auf 7 Prozent gesteigert werden. Insgesamt werden in Kirchweidach durch die Substitution fossiler Energieträger mehr als 30.000 t CO2 jährlich eingespart. Das Projekt wurde sowohl durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch durch die LfA Förderbank Bayern gefördert.

Im Rahmen des Festaktes überreicht die Staatsministerin den „Special Award“ des Europäischen Fernwärmeverbandes „Euroheat & Power“. Für diesen Preis hat sich das kommunale Projekt gegen über zwanzig weltweite Einreichungen durchgesetzt.

„Das Geothermieprojekt in Kirchweidach ist deshalb so bemerkenswert, weil gewerbliche und gemeindliche Nutzung Hand in Hand gehen“, erklärt die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, anlässlich der heutigen Einweihung. „Die Kaskadennutzung des Thermalwassers mit der Kombination von Fernwärme und ganzjähriger Wärmenutzung über Gewächshäuser ist hochinnovativ und beispielgebend für andere Projekte. Kirchweidach ist ein ökologisches und wirtschaftliches Vorzeigeprojekt für eine erfolgreiche dezentrale Energieversorgung.“

Im aus der Geothermieanlage mit Energie versorgten Gewächshaus werden auf ca. 12 Hektar Fläche Tomaten und Paprika für bis zu 600.000 Bürgerinnen und Bürger angebaut. Das Projekt hat eine starke regionale Bedeutung und wirkt durch die Lieferung von CO2-frei produziertem Gemüse für den ganzen Freistaat.

„Dieses Projekt ist ein Signal für ganz Bayern. Wir haben hier in Kirchweidach alle mit großem Engagement und Herzblut das Fernwärmeprojekt auf Basis der Energie aus Tiefengeothermie in die Tat umgesetzt. Heute können wir feiern. Der Klimawandel ist ein globales Phänomen. Aber wir müssen hier auf der lokalen Ebene die Energiewende realisieren, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben“, erklärt Johann Krumbachner, 1. Bürgermeister von Kirchweidach. „Die Bürgerinnen und Bürger von Kirchweidach, das Projektteam, die Verwaltung hier in Bayern und die involvierten Unternehmen haben sich seit Jahren dafür eingesetzt, den Bodenschatz Geothermie zu heben. Dass dies so ausgezeichnet gelungen ist, macht uns stolz!“

„Die grundlastfähige und steuerbare Energie aus Tiefengeothermie wird nach wie vor als Quelle für Erneuerbare Energie national und international viel zu stark unterschätzt“, betont Marcus Hansen, Geschäftsführer der Kirchweidacher Energie GmbH (KiwE). „Dabei geht es hier nicht „nur“ um Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Das Fernwärmesystem, das wir hier aufgebaut haben, beflügelt die wirtschaftliche Entwicklung in der ganzen Region. Wir haben hier viele neue Arbeitsplätze geschaffen und werden zusätzliche Betriebe ansiedeln können – dank Erneuerbarer Energie.“

„Das in der Gemeinde Kirchweidach realisierte Projekt zur Nutzung umweltfreundlicher geothermischer Wärme ist ein Symbol für den Erfolg der Energiewende auch im Wärmebereich“, ergänzt Benjamin Richter, Associate Partner bei Rödl & Partner. Die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat das Projekt von Anfang an wirtschaftlich und rechtlich begleitet. „Im Wärmebereich findet über die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland statt. Eine Energiewende glückt nur, wenn solche Projekte wie hier in Kirchweidach auch Nachfolger finden. Aktuell gibt es bayernweit viele ähnliche Möglichkeiten.“

 

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