Über die Hälfte der Windanlagen des kommunalen Offshore-Windparks Borkum ist am Netz

Aufbau des Trianel Offshore-Windparks / Pressebild: Trianel
Aufbau des Trianel Offshore-Windparks / Pressebild: Trianel
Aufbau des Trianel Offshore-Windparks / Pressebild: Trianel

Trianel Windpark Borkum „Bergfest“ auf See

(WK-intern) – 20 von 40 Windanlagen am Netz

Aachen/Borkum. „Die Netzanbindung läuft stabil und auch durch den Frühjahressturm Niklas sind keine Schäden zu verzeichnen.

Inzwischen sind 20 von 40 Anlagen angeschlossen“, berichtet Klaus Horstick, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. Seit Februar 2015 liefert der erste rein kommunale Offshore-Windpark Europas Strom. Die dauerhafte Stromanbindung mit dem Festland ist im Dezember durch die Umspannplattform DolWin Alpha der TenneT mit dem Festland erfolgt.

Bei der Inbetriebnahme der einzelnen Anlagen ist das Wetter ein wichtiger Faktor und entscheidet darüber, ob die Techniker auf See arbeiten können. „In den kommenden Tagen wird relativ ruhiges Seewetter erwartet, mit Wellenhöhen von unter 1,50 Meter, somit können die Techniker gut arbeiten. Bei niedrigem Wellengang werden weitere Anlagen im zwei bis drei Tages-Rhythmus ans Netz genommen“, erklärt Horstick.

Da bei den ersten Anlagen bereits die vorgeschriebene „500 Stunden Wartung“ erfolgt, sind nicht alle Anlagen am Netz. Bei der „500 Stunden Wartung“ wird die Anlage stillgelegt und vollständig überprüft. Die Prüfungen umfassen beispielsweise die Rotorarretierung, die Rotorbremsbeläge, das Getriebe, die Hydraulik des Gondelkranes und alle weiteren Anlagenteile. Jede Schraube wird hierbei angefasst und nachgezogen. Insgesamt befinden sich über 110 Wartungspositionen für die „500 Stunden Wartung“ im Wartungshandbuch.

Der Offshore-Windpark mit seinen 40 Windenergieanlagen liegt rund 45 Kilometer vor der Küste der Nordseeinsel Borkum. Die Errichtung wurde windparkseitig bereits Mitte 2014 abgeschlossen. Die Inbetriebnahme der 40 Windenergieanlagen erfolgt seit Februar gemeinsam mit dem Hersteller AREVA Wind. Bis zum Sommer sollen alle Anlagen des Typs AREVA Wind M5000 mit einer Leistung von jeweils 5 MW sukzessive zugeschaltet werden. Für die Inbetriebnahme der einzelnen Windanlagen wurde die AKER WAYFARER gechartert. Das 157 Meter lange Spezialschiff ist mit zwei Schwerlastkränen ausgestattet und hat neben der Crew bis zu zehn Techniker an Bord.

PM: Trianel

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