Kurzzeitspeicher entscheidend für eine zukünftige sichere und stabile Stromversorgung

Inselteststand NAS Batterie / Pressebild: Younicos
Inselteststand NAS Batterie: Kurzzeitspeicher befähigen das Stromnetz schon heute, kurzfristige Fluktuationen sicher und kosteneffizient auszugleichen / Pressebild: Younicos

Hintergrundinformation zum Tag der Erneuerbaren Energien: Welche Rolle haben Energiespeicher?

(WK-intern) – Am 25. April jährt sich zum 20. Mal der „Tag der Erneuerbaren Energien“. Ein guter Anlass, um die Erfolge beim Ausbau der regenerativen Stromquellen zu feiern.

Doch ist unsere Stromwirt­schaft überhaupt auf einen so hohen Anteil Erneuerbarer vorbereitet?

Die Energiewende kurz zusammengefasst: Immer mehr konventionelle Kraftwerke mit ihren großen rotieren­den Massen gehen vom Netz und werden durch Erneuerbare ersetzt. Doch welche Folgen hat es für die Zuverlässigkeit und Stabilität der Stromversorgung, wenn fast 80 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms aus den fluktuierenden Quellen Wind und Sonne kommt?

Dazu Clemens Triebel, Gründer und Chief Visionary Officer des Berliner Speicher- und Netzspezialisten Younicos: “Unsere heutige Energiewirtschaft ist auf konventionelle Erzeugung ausgelegt. Es fehlen neue, mög­lichst effiziente Flexibilitätsoptionen, wie zum Beispiel Batteriespeicher, um mehr Erneuerbare sicher ins Sys­tem integrieren zu können. Hier muss die Politik schnellstmöglich die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.“

Simulationen der Firma Younicos zeigen: Zunächst benötigen wir so genannte Kurzzeitspeicher, die Strom für kurze Zeiträume wie Sekunden oder Minuten aufnehmen oder abgeben. Sie sollen konventionelle Kraftwerke bei der Bereitstellung von Systemdienstleistungen wie Regelleistung oder Spannungshaltung ablösen. Das ist wichtig, wenn die Frequenz des Stromnetzes von 50 Hertz zum Beispiel durch eine plötzliche Windböe uner­wartet steigt, oder durch eine Wolke über dem Solarfeld rapide fällt.

„Kurzzeitspeicher sind bereits kommerziell einsetzbar. Das zeigt zum Beispiel der Batteriespeicher des Schweri­ner Ökostromanbieters WEMAG. Im WEMAG-Verteilnetz im Westen Mecklenburg-Vorpommerns werden schon heute bis zu 100% des erzeugten Stroms aus Windkraft erzeugt – allerdings nur bilanziell, denn auch das dortige Netz ist auf die Stabilisierung durch große thermische Kraftwerke angewiesen. Künftig muss das Stromnetz aber auch ohne solche Einheiten sicher mit kurzfristigen Schwankungen in der Windproduktion umgehen können. Die von Younicos konzipierte und gebaute Anlage reagiert darauf vollautomatisch innerhalb von Millisekunden: Die Lithium-Ionen-Zellen mit einer Leis­tung von 5 Megawatt in Schwerin-Lankow „springen an“ und gleichen die Schwankungen im Stromnetz aus“, erklärt Clemens Triebel.

Kurzzeitspeicher befähigen das Stromnetz schon heute, kurzfristige Fluktuationen sicher und kosteneffizient auszugleichen – und zwar ohne dass dafür kontinuierlich Kohlekraftwerke mit rund 30 Gigawatt am Netz sein müssen. Nach Schätzungen von Younicos könnte so der Jahresanteil von Wind- und Solarenergie schon heute problemlos auf bis zu 60 Prozent steigen. Erst danach werden Speicher zum Ausgleich zwischen Tag und Nacht oder gar zwischen Winter und Sommer benötigt.

Über Younicos
Younicos ist weltweit führender Anbieter von intelligenten Netz- und Energiespeicherlösungen auf Basis unter­schiedlicher Batterietechnologien. Unsere Kunden profitieren von unserer technischen Expertise, unserem kommerziellen Know-how und unserer Erfahrung. Rund um den Globus haben wir über 20 Batterie­kraftwerke mit einer Gesamtleistung von knapp 100 Megawatt installiert. Younicos wurde im Jahr 2005 in Berlin gegrün­det und beschäftigt dort sowie in Kyle und Austin (USA) mittlerweile rund 120 Mitarbei­ter.

PM: Younicos

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