enercity übernimmt 12MW-Windpark in Sachsen Anhalt

enercity übernimmt BOREAS-Windpark in Sachsen Anhalt / Pressebild: enecity
enercity übernimmt BOREAS-Windpark in Sachsen Anhalt / Pressebild: enecity
enercity übernimmt BOREAS-Windpark in Sachsen Anhalt / Pressebild: enecity

Sein drittes Windprojekt übernahm enercity (Stadtwerke Hannover AG) Mitte April 2015 mit seiner Beteiligungsgesellschaft, der enercity Erneuerbare GmbH (eEG), von der Dresdener BOREAS Energie GmbH.

(WK-intern) – Die vier Windenergieanlagen aus dem Windpark Mangelsdorf in Sachsen-Anhalt (Landkreis Jerichower Land) haben eine Gesamtleistung von 12 MW.

Der Windpark besteht aus Windenergieanlagen des Typs Vestas V 112 mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einem Rotordurchmesser von 112 Metern.

Die Windturbinen speisen seit Dezember 2014 regenerativ erzeugten Strom in das Netz ein. Die Einspeisung des Stroms ins Hochspannungsnetz erfolgt über das Umspannwerk Genthin Ost, das hierfür, ebenso wie die erforderliche 13 Kilometer lange Kabeltrasse, von BOREAS neu errichtet wurde. Aus den Anlagen werden jährlich Stromerträge von rund 31.000.000 Kilowattstunden (kWh) erwartet – eine Menge, die den Strombedarf einer Kleinstadt decken kann. Über den Kaufpreis vereinbarten die beiden Parteien Stillschweigen.

Die vier Anlagen sind Teil eines Gesamtprojektes mit acht Windenergieanlagen. Entwickelt wurde der Park von der BOREAS Energie GmbH. Auch nach dem Verkauf der vier Windenergieanlagen ist  BOREAS weiterhin Partner für den Bereich Erneuerbarer Energie in der Region Jerichow. Neben der Mehrheitsbeteiligung an den weiteren vier Anlagen und deren Betriebsführung übernimmt BOREAS für die enercity-Anlagen die technische Betriebsführung und die Direktvermarktung. “Ein langfristiges regionales Engagement und eine vertrauensvolle Partnerschaft mit allen beteiligten Akteuren ist für BOREAS sehr wichtig”, erklärt Thomas Scholz, Planungsleiter bei BOREAS.

Der Windpark grenzt unmittelbar an den bereits bestehenden enercity-Windpark in Fischbeck, Stendal, an. “Wir haben mit dem Windstandort Fischbeck bislang gute Erfahrungen gemacht. Die direkte Nachbarschaft, die modernen Windenergieanlagen und ein erfahrener Projektentwickler, all das hat uns von dem Projekt überzeugt und wir freuen uns diesen Windpark in unser Portfolio aufzunehmen”, betont Hans-Joachim Meisner vom enercity-Windteam. Insgesamt erzeugen die enercity-Windparks in Mangelsdorf, Fischbeck und Martenberg (Nordhessen) mit einer Gesamtleistung von knapp 40 MW rund 93.000.000 kWh pro Jahr – eine Menge, die dem Verbrauch von gut 40.000 Haushalten entspricht.

Priorität gegenüber der Investition in überregionale Windparks hat für enercity jedoch die eigene Entwicklung von Windparks in der Region Hannover und den umliegenden Landkreisen. Um die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist eine zügige Verabschiedung des neuen Regionalen Raumordnungsprogrammes essentiell. Die geplante Flächenkulisse von 1,2 bis 1,4 Prozent der Regionsfläche als Windvorranggebiet ist hierbei sinnvoll und auch notwendig, um die geplante Energiewende umsetzen zu können. Ebenso würde eine schnelle Verabschiedung des Niedersächsischen Windenergieerlasses die erforderliche Planungssicherheit für eine Investition in Windenergieanlagen schaffen.

PM: enercity

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