Landesregierung von Sachsen macht jetzt mehr für die Erneuerbaren

Windpark Hohenstein geht sukzessive in Betrieb / Foto: HB
BWE Sachsen zum Tag der Erneuerbaren Energien / Foto: HB
BWE Sachsen zum Tag der Erneuerbaren Energien / Foto: HB

BWE Sachsen zum Tag der Erneuerbaren Energien

(WK-intern) – Dem guten Willen des Wirtschaftsministers müssen Taten der Regierung folgen

Das Klima für die Erneuerbaren Energien in Sachsen hat sich deutlich verbessert.

Die neue Landesregierung und das SPD-geführte Wirtschaftsministerium fahren einen merklich freundlicheren Kurs gegenüber dem Ausbau der Wind- und Solarenergie sowie der Biogas- und Wasserkraftnutzung als noch die schwarz-gelbe Vorgängerregierung. Im Koalitionsvertrag bekennt sich Schwarz-Rot ausdrücklic h zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und zum Ausbau der Erneuerbaren in Sachsen.

Beim 20. Tag der Erneuerbaren Energien am 25. April kann man diesen Kurswechsel besichtigen. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wird bei der Zentralveranstaltung in Oederan erwartet und sicher erneut aufmunternde Worte zu den Erneuerbaren finden. Der Vorsitzende des Bundesverbandes Windenergie e.V. Landesverband Sachsen, Prof. Dr. Martin Maslaton, dazu: „Gerade am Tag der Erneuerbaren Energien wird mehr als deutlich: Es gibt noch viel zu tun im Freistaat. Gerade einmal 24,8 Prozent Erneuerbare beim Nettostromverbrauch in Sachsen sind noch zu wenig: Das Innenressort ist aufgerufen, die nötigen Änderungen des Landesentwicklungsplans, an den die Regionalen Planungsverbände gebunden sind, rasch auf den Weg zu bringen. Die Planungsverbände müssen endlich mehr Flächen für die Windenergie ausweisen, die unselige Wasserentnahmeabgabe bei Wasserkraftwerken muss endgültig beerdigt und die weitere Ausweisung von Braunkohletagebauen gestoppt werden. Schlussendlich sollten d ie Sachsen die Energiewende auch einmal selbst in die Hand nehmen.“

Mit gutem Beispiel gehen hierbei die immer zahlreicheren Projekte voran. Prominentes Beispiel ist die Neue Energien Ostsachsen eG (egNEOS), die in Kürze eine eigene 3-MW-Windenergieanlage im Windpark Wülknitz-Streumen nördlich Riesa in Betrieb nehmen wird. „Durch eine direkte Geldeinlage, einen Genossenschaftsanteil, können sich Bürger dort aktiv an der Energiewende beteiligen und werden so mittelbar Miteigentümer der Anlagen. Dies auch zu günstigen Konditionen, denn in der Regel bewegen sich die Beteiligungen um die 500 Euro“, erläutert der BWE-Landesvorsitzende und Verwaltungsrechtler, der an der TU Chemnitz das Recht der Erneuerbaren Energien lehrt. „Durch die direkte Beteiligung der Bürger gibt es auch weit weniger Probleme bei der Akzeptanz von Erneuerbare-Energien-Projekten. Das sollte die Landesregierung unterstützen!“

Letztendlich geht es um die Bekämpfung des Klimawandels. „Längere Trockenperioden im Sommer und die Zunahme von extremen Wettereignissen haben wir schon jetzt im Freistaat“, so Prof. Maslaton. „Gerade am Tag der Erneuerbaren Energien sollten die Landespolitiker daher nicht nur die Bürger zum Stromsparen aufrufen, sondern endlich auch einen Ausstiegsfahrplan aus der Braunkohleverstromung verkünden. Lippendorf und Boxberg sind schließlich die größten CO2-Emittenden im Energiebereich. Die Landschaftszerstörung im Namen des Stroms muss ein Ende haben.“

Dass den Erneuerbaren Energien die Zukunft gehört, ist unbestritten. „Beim Tag der Erneuerbaren Energien ist es immer leicht, den innovativen Wirtschaftszweig zu loben und Energieanlagen zu besichtigen. Mit Worten allein lassen sich die deutschen Klimaschutzziele aber nicht erreichen, und mit der Braunkohle schon gar nicht“, so der BWE-Landesvorsitzende abschließend.

PM: BWE Sachsen

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