Neue Transformatoren bringen mehr Strom aus Onshore-Windkraft ins Netz

Pressebild: Tennet
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TenneT schafft neuen Netzknoten für Windeinspeisung in Dithmarschen

(WK-intern) – Herzstücke des Umspannwerks – zwei neue Trafos – werden angeliefert

Straßentransport vom Hafen Brunsbüttel zum Umspannwerksgelände Süderdonn findet am 21. und 22. April 2015 statt

Bayreuth/Süderdonn Die Verknüpfung der regionalen Verteilnetze mit dem Höchstspannungsnetz von TenneT ist ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende. Seit über einem Jahr baut TenneT zu diesem Zweck an dem neuen Umspannwerkstandort Süderdonn im südlichen Dithmarschen ein neues Umspannwerk, dass die beiden Netzebenen des 380 Kilovolt Übertragungsnetzes mit dem 110 Kilovolt Verteilnetzes verbindet. Die Baumaßnahmen im Umspannwerk Süderdonn sind Teil des Leitungsbauprojekts entlang der Westküste Schleswig-Holsteins. Ein Höhepunkt dieser Baumaßnahmen ist die Anlieferung von zwei neuen 260 Tonnen schweren Transformatoren an ihren zukünftigen Bestimmungsort.

Die Umsetzung der beiden Transformatoren auf die Straßenfahrzeuge findet am 21. April am Fähranleger Brunsbüttel Nord statt. Jeweils in der Nacht vom 21. auf den 22. April und vom 22. auf den 23. April werden die beiden Schwergewichte mit einem 22-achsigen Schwerlasttransporter nach Süderdonn transportiert. Um die Verkehrsbeeinträchtigungen durch die jeweils 56 Meter langen Transportzüge zu minimieren, ist der Beginn des eigentlichen Straßentransports immer für 22:00 Uhr am Hafen in Brunsbüttel geplant und endet dann rund 2 Stunden später, also gegen 24:00 Uhr im Umspannwerk Süderdonn.

Im Umspannwerk Süderdonn werden beide Transformatoren auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt und für den Betrieb gerüstet. Mit einem Betriebsgewicht von rund 350 Tonnen und einer Leistung von 300 Megavoltampere (MVA), dienen die beiden Trafos der Verknüpfung des 380 kV-Höchstspannungsnetzes mit dem 110 kV-Hochspannungsnetz. Dies ist vergleichbar mit einer Autobahnabfahrt, die Bundes- und Landesstraßen mit einer Autobahn verbindet.

Nächster Meilenstein ist der Baubeginn der nebenliegenden 110 kV-Schaltanlage im Mai 2015. Nach derzeitigem Stand ist es geplant, das neue Umspannwerk zusammen mit dem ersten Leitungsabschnitt der Westküstenleitung – von Brunsbüttel nach Süderdonn – Ende 2015 in Betrieb zu nehmen und damit die direkte Einspeisung von Windenergie aus Dithmarschen in das Höchstspannungsnetz zu ermöglichen.
Die Ertüchtigung und der Neubau von Umspannwerken ist neben dem Leitungsbau ein wichtiger Bestandteil der TenneT-Investitionen. Mit 13 bis 14 Milliarden Euro Investitionen in den Netzausbau on- und offshore in den kommenden zehn Jahren ist TenneT der größte Investor in die Energiewende.

Das Projekt Westküstenleitung

Durch den enormen Zuwachs an regenerativen Energien an der Westküste Schleswig-Holsteins und die bislang begrenzten Transportkapazitäten ist der Neubau der 380 kV-Leitung entlang der Westküste von entscheidender Bedeutung. Die Einspeisepunkte – also Umspannwerkstandorte – der EEG-Anlagen befinden sich in Dithmarschen und Nordfriesland auf einer annähernd durchgehenden Achse von Nord nach Süd entlang der Küste. Die Westküstenleitung wird in vier Abschnitten geplant und gebaut: Von Brunsbüttel bis Süderdonn (erster Abschnitt), von Süderdonn bis Heide (zweiter Abschnitt), von Heide bis Husum (dritter Abschnitt) und von Husum bis Niebüll (vierter Abschnitt). Die Inbetriebnahme der gesamten Leitung soll bis 2018 realisiert werden.

PM: TenneT

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