Erste internationale Kleinwindtagung in Wien

Pressebild: IG Windkraft
Pressebild: IG Windkraft
Pressebild: IG Windkraft

Mehr als 200 Windbegeisterte informierten sich gestern über die Kleinwindkraft

(WK-intern) – Bei der ersten Kleinwindtagung mit internationaler Besetzung in Österreich zeigt ein volles Haus großes Interesse an einem weiteren Baustein der Energiewende.

„Die Kleinwindkraft ist erst am Beginn ihrer Entwicklung“ erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt:

„Damit die Kleinwindkraft ihren Beitrag zur Energiewende leisten kann, müssen im Bereich der Anlagenzertifizierung weitere Schritte gesetzt, wie auch die Genehmigungspraxis bedeutend vereinfacht werden.“

Am14.04.2015 trafen sich in Wien in der Fachhochschule Technikum Wien mehr als 200 Windbegeisterte und informieren sich über die Möglichkeiten der Windenergienutzung mit Kleinwindrädern. Nicht nur im Großwindbereich hat Österreich viel zu bieten – auch die Kleinwindkraft birgt Potential für die Energiewende. „Kleinwindkraft kann ihr Potential für die Eigenstromerzeugung liefern“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Internationaler Fokus in Österreich

Die Fachhochschule Technikum Wien, die Stadt Wien (MA 20 – Energieplanung) und die IG Windkraft organisierten mit Unterstützung des BMVIT die Kleinwindtagung, um das große Interesse an dieser Technologie zu befriedigen. Neben internationalen Vertretern der Kleinwindbranche aus Dänemark, China, Spanien und Großbritannien präsentieren auch heimische Institute Wissenswertes zur kleinen Windkraft. Das breite Spektrum zeigt, dass die Kleinwindkraft international auf große Unterstützung bauen kann.

Technologieentwicklung im Vordergrund

Die Nutzung der Kleinwindkraft steht im Vergleich mit anderen Technologien noch in den Kinderschuhen. Daher ist die Weiterentwicklung der Technik wichtig, um sichere und kosteneffiziente Energieerzeugung zu garantieren. „Mit dem Energieforschungspark Lichtenegg gibt es bereits heute ein erprobtes Testfeld um neue Anlagen auf Herz und Nieren zu prüfen“, so Florian Zimmer von der Energiewerkstatt Verein, „das ist wichtig um Konsumenten auch die Sicherheit zu geben, dass sie ein gutes Produkt kaufen“.

Nicht alles ist Gold was glänzt

Um die Nutzung der Kleinwindkraft in Österreich voranzutreiben, ist aber noch Entwicklungsarbeit zu leisten. Vor allem die unterschiedlichen Anlagentechnologien und die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen hier mit einbezogen werden um der kleinen Windkraft für Haushalte ihre Chance zu geben. „Es ist höchst an der Zeit eine einheitliche Zertifizierung in Österreich zu etablieren“ bemerkt Moidl und setzt fort: „Nur diese ermöglicht den genauen Vergleich der unterschiedlichen Windräder.“

Genehmigungsanforderungen müssen vereinfacht werden

Seit einiger Zeit häufen sich in den Bewilligungen für Kleinwindräder überzogene Forderungen von Seiten der Genehmigungsbehörden. „Es kann doch nicht sein, dass ein kleines Windrad, dass hinter dem Haus steht, die gleichen Kriterien zu erfüllen hat wie die großen Windparks“, bemängelt Moidl ergänzt abschließend: „Hier bedarf es dringend Vereinfachungen und Erleichterung für die Errichtung von kleinen Windrädern. Nur so kann die Kleinwindkraft ihren Beitrag zur Energiewende entfalten.“

PM: IG Windkraft

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top