Weltweit erstes treibhausgasfreies Isoliergas für Hochspannungsgeräte von Alstom

Alstom zeigt auf der Hannover Messe weltweit erste Hochspannungsgeräte mit dem Gas g3 als Ersatz für SF6 / Pressebild
Alstom zeigt auf der Hannover Messe weltweit erste Hochspannungsgeräte mit dem Gas g3 als Ersatz für SF6 / Pressebild
Alstom zeigt auf der Hannover Messe weltweit erste Hochspannungsgeräte mit dem Gas g3 als Ersatz für SF6 / Pressebild

Alstom zeigt auf der Hannover Messe weltweit erste Hochspannungsgeräte mit dem Gas g3 als Ersatz für SF6

(WK-intern) – Auf der Hannover Messe 2015 präsentiert Alstom zwei Anwendungen für Hochspannungsgeräte, die das neu entwickelte Gasgemisch g3 (green gas for grid – grünes Gas für das Netz) verwenden.

Dieses kann das SF6-Gas in luftisolierten Hochspannungs- oder gasisolierten Schaltanlagen ersetzen.

SF6 ist ein starkes Treibhausgas, das weltweit zur elektrischen Isolation verwendet wird. Im August 2014 war Alstom das erste Unternehmen, das der Elektroindustrie eine technisch umsetzbare und wirtschaftlich tragbare Alternative zu SF6 anbot.

Erstmalig angewendet wird g3 in einem Pilotprojekt für eine g3-isolierte 420-kV-Sammelschiene1. Alstom hat einen Auftrag von dem britischen Netzbetreiber National Grid über die Lieferung einer g3-isolierten 420-kV-Sammelschiene zur Verwendung bei Niedrigtemperaturen bis -25 °C für Testzwecke im Rahmen eines Innovationsprojektes erhalten. Die 300 Meter lange Leitung wird in Sellindge im Südosten Großbritanniens gebaut und bis Mitte 2016 in Betrieb genommen. National Grid setzt sich nachdrücklich für eine Reduzierung der Umweltbelastungen durch das Unternehmen ein und unterstützt aktiv Initiativen zur Verringerung von SF6. Durch die Auswahl dieser vielversprechenden Technologie als Teil einer geplanten Netzverstärkung hebt National Grid seine Investitionen und sein Engagement für umweltfreundlichere Lösungen für das Stromnetz hervor.

Der zweite Anwendungsbereich für g3 ist ein Stromwandler für die Spannungsebene 245 kV. Dieses Hochspannungsgerät wird auf der Hannover Messe 2015 ausgestellt. Der Messwandler verwendet g3 zur Isolierung und kann bei Temperaturen bis zu -30 °C eingesetzt werden. Das Gerät schützt Hochspannungsschaltanlagen vor Schäden durch die Bereitstellung akkurater und zuverlässiger Strommessungen.

„Nach der Einführung der g3-Technologie vor weniger als einem Jahr ist es ein toller Erfolg, die ersten g3-Hochspannungsgeräte zu präsentieren und von einem unserer langjährigen Kunden für die Lieferung einer revolutionären, umweltverträglichen Lösung ausgewählt worden zu sein“, erklärte Philippe Ponchon, Vice President Product Marketing, Alstom Grid.

Bei dem Isolationsgas g3, der SF6-freien Alternative von Alstom, handelt es sich um eine klimafreundliche Lösung: Das Treibhauspotenzial von g3 liegt 98 Prozent niedriger als das von SF6. Das Gas SF6 steht ganz oben auf der Liste von sechs Gasen, die im Kyoto-Protokoll von 1997 zur Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen adressiert wurden. g3 ist ungiftig und nicht brennbar, hat keine Auswirkungen auf die Ozonschicht, und der Umgang damit ist sicher. Die g3-Technologie, deren technische Leistung mit der von SF6 vergleichbar ist, eignet sich für die Entwicklung einer neuen Generation an umweltfreundlichen Hochspannungs- und Ultra-Hochspannungsgeräten. Es wurden bereits erfolgreich Tests an Hochspannungsgeräten in Übereinstimmung mit internationalen Standards durchgeführt.

Diese ersten Geräte sind Wegbereiter für die zukünftige Entwicklung eines umfangreicheren Sortiments an g3-isolierten Hochspannungsprodukten.

[1]  Bei einer gas-isolierten Sammelschiene handelt es sich im Grunde um ein konzentrisches System von zylinderförmigen Rohren mit innenliegenden Leitern, welches mit einer unter Druck stehenden Gasmischung isoliert ist.

PM: Alstom

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