Flexibler Einsatz von Schiffen bei der Inbetriebnahme von Offshore-Windparks

Foto nur zur redaktionellen Verwendung. Copyright: Adwen/Global Tech I/Jan Oelker
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Mit über 100 Kilometer Küstenentfernung und einer Fahrtstrecke der Schiffe zwischen 140 und 180 Kilometern vom Festland zählt Global Tech I zu den Hochsee-Windparks mit den größten Distanzen.

(WK-intern) – Hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten vor Ort sind die täglichen Herausforderungen bei der Inbetriebnahme der 5-Megawatt-Windkraftanlagen.

Im Projektverlauf wird daher das Logistik-Konzept kontinuierlich überprüft, um den Einsatz der Schiffe so optimal wie möglich zu gestalten.

So kommen in der Schlechtwetter-Periode Kranhubschiffe und DP2-Schiffe zum Einsatz, die sich auch bei höheren Wellen neben den Turbinen aufstellen beziehungsweise dynamisch positionieren können, damit die Inbetriebnahme-Teams gefahrlos über eine Gangway auf die Anlagen gelangen.

Da in diesen Wintermonaten auch mit dieser Maßnahme relativ wenig Versatz möglich war, kommt seit letzter Woche zusätzlich das Kranhubschiff Seajacks Hydra sowie in diesem Zusammenhang eine größere Inbetriebnahme-Mannschaft als Beschleunigungsmaßnahme zum Einsatz.

Das Schiff ergänzt das Kranhubschiff Brave Tern sowie das DP2-Schiff Reef Despina. Mit den sogenannten Crew Transfer Vessel (CTVs), also kleineren Passagier-Transfer-Schiffen, können zusätzliche Teams, die auf den großen Schiffen beherbergt werden, bei passender Wellenhöhe außerdem flexibel abgeholt und zu weiteren Anlagen gefahren werden. Dort gelangen sie über die Steigleitern auf die Windkraftanlagen. Die derzeitige Flotte aus den unterschiedlichen Schiffstypen erlaubt beim jetzigen Wetter einen höchstmöglichen und flexiblen Personentransfer. Offshore-Techniker, die auf der parkinternen Umspannstation untergebracht sind, werden mit den CTVs oder per Helikopter zu den Turbinen gebracht.

Das Logistik-Konzept und damit auch der Einsatz der unterschiedlichen Schiffstypen wird – wie bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung üblich – mit dem Projektverlauf kontinuierlich durch den Turbinenhersteller Adwen, der für die Inbetriebnahme und damit auch das Einchartern der Schiffe verantwortlich ist, überprüft und sofern erforderlich angepasst.  Adwen ist das Joint Venture aus dem Zusammenschluss von AREVAs und Gamesas Offshore-Wind Aktivitäten.

Die Windkraftanlagen werden fortlaufend in Betrieb genommen und speisen in der Inbetriebnahme-Phase bereits Strom ein, der gemäß dem Erneuerbaren Energien Gesetz vergütet wird. Nach derzeitigem Planungsstand sollen alle 80 Anlagen in diesem Sommer am Netz sein und Strom einspeisen. Sobald Global Tech I vollständig in Betrieb ist, können mit der installierten Kapazität von 400 Megawatt rein rechnerisch 445.000 Haushalte mit dem umweltfreundlichen Strom versorgt werden.

PM: Global Tech I

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