Photonisches Kraftmikroskop beschleunigt Ausstieg aus der Atomkraft

Biomedizintechnik führt zum Ausstieg aus der Kernkraft / Pressebild: Technische Universität Ilmenau
Biomedizintechnik führt zum Ausstieg aus der Kernkraft / Pressebild: Technische Universität Ilmenau
Biomedizintechnik führt zum Ausstieg aus der Kernkraft / Pressebild: Technische Universität Ilmenau

Die Technische Universität Ilmenau hat ein hocheffizientes photonisches Kraftmikroskop entwickelt, das zudem einen Beitrag zum Ausstieg aus der Kernkraft leistet.

(WK-intern) – Es ersetzt herkömmliche Atom-Kraftmikroskope, wie sie auch an der Thüringischen Universität selbst unter anderem in der Grundlagenforschung von Nanotechnologien im Einsatz sind.

Wissenschaftlern der TU Ilmenau ist es gelungen, ein innovatives photonisches Kraftmikroskop zu entwickeln, das auf der Wechselwirkung photonischer Kräfte mit Nanostrukturen basiert.

Mit der aus wissenschaftlicher Sicht revolutionären Technologie sind die Forscher so weit wie nie zuvor in den Nanokosmos vorgedrungen. Der Leiter der Forschergruppe “Photonische Kraftmikroskoptechnologien”, Professor Eberhard Manske, erklärt, weshalb die neuen Mikroskope wesentlich effizienter sind als die bisherigen Atom-Kraftmikroskope: “In den aktuellen Atom-Kraftmikroskopen wird die schwache Wechselwirkung zwischen Teilchen genutzt, die auf sehr kleinen Abständen im Nanometerbereich wirkt. Die Erfindung dieser Technologie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch Binnig und Rohrer war ein entscheidender Durchbruch für die Entwicklung der Nanotechnologie weltweit. Mit dem photonischen Kraftmikroskop bewegen wir uns in den Bereich der Quantenfeldtheorie und stoßen damit eine neue Tür der wissenschaftlichen Entwicklung auf.” Gerd Binnig und Heinrich Rohrer hatten 1986 für die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops den Nobelpreis für Physik erhalten.

Mit Einführung der neuen photonischen Kraftmikroskope nimmt die TU Ilmenau die bisher an der Universität verwendeten 51 Atom-Kraftmikroskope ab sofort nach und nach außer Betrieb. Rektor Professor Peter Scharff hält die Außerbetriebnahme der Mikroskope im Sinne des Ausstiegs aus der Kernkraft für konsequent: “Ich bin froh, dass wir in fünf Jahren das letzte vom Netz nehmen werden.”

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