Vier neu genehmigte Enercon E-92 erweitert Windpark Sylda

Green City Energy setzt die Windausbauoffensive in Süddeutschland fort / Foto: HB
Windwärts erweitert Windpark Sylda / Foto: HB
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Windwärts erweitert Windpark Sylda

  • Bau von vier Windenergieanlagen in Arnstein-Sylda vom Landkreis Mansfeld-Südharz genehmigt
  • Genehmigung für fünfte Anlage wird später erwartet
  • Sauberer Strom für mehr als 8.000 Haushalte
  • Bauarbeiten haben begonnen

(WK-intern) – Die Windwärts Energie GmbH hat mit dem Bau von vier Windenergieanlagen im Projekt Sylda II begonnen.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat den Bau gemäß der Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImschG) im Februar genehmigt und so den Weg für den Bau der Anlagen in Sylda freigemacht, einem Ortsteil der Stadt Arnstein.

Das Genehmigungsverfahren für eine fünfte Anlage ist noch nicht abgeschossen. Die vier nun genehmigten Anlagen vom Typ Enercon E-92 mit einer Gesamthöhe von 150 Metern und einer Leistung von zusammengenommen 9,4 Megawatt werden zukünftig 25 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von mehr als 8.000 Haushalten und vermeidet den Ausstoß von etwa 19.500 Tonnen klimaschädlichem CO2 pro Jahr. Die geplante fünfte Anlage wird mit einer Gesamthöhe von 133 Metern etwas kleiner sein und bei einer Leistung von 2,3 Megawatt etwa 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Diese Strommenge entspricht noch einmal dem Bedarf von mehr als 1.400 Haushalten.

Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung ist der wichtigste Meilenstein im Planungsprozess für ein Windenergie-Projekt. Um die Genehmigung zu bekommen, muss der Projektentwickler nachweisen, dass der Betrieb des Windparks keine Folgen für die Menschen in der Umgebung, für geschützte Tier- und Pflanzenarten oder für das Landschaftsbild hat, die einer Genehmigung entgegenstehen würden. Es müssen unter anderem unabhängige Gutachten zu Vogel- und Fledermauspopulationen, zur Schallentwicklung und zum Schattenwurf eingereicht werden. Die Träger öffentlicher Belange werden im Genehmigungsverfahren gehört und ihre Stellungnahmen werden berücksichtigt und abgewogen.

Der Bau der Windenergieanlagen beginnt mit dem Bau oder Ausbau der Zuwegungen und Kranstellflächen. Im weiteren Verlauf der Bauarbeiten folgen unter anderem das Gießen der Fundamente, der Aufbau der Anlagen selbst und der Bau der Kabeltrasse zum Einspeisepunkt in das Stromnetz.

Mit dem Projekt Sylda II schreibt Windwärts eine Erfolgsgeschichte fort. Denn im Jahr 2002 hat das Unternehmen bereits einen Windpark im Ort in Betrieb genommen. Die drei Anlagen vom Typ Enercon E-66, die 179 privaten Anteilseignern gehören, haben bis heute mehr als 110 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und damit die ursprünglichen Erwartungen an den Stromertrag deutlich übertroffen. Davon profitiert auch die Stadt Arnstein, da die Gewerbesteuereinnahmen dadurch ebenfalls höher ausfallen als ursprünglich geplant.

Windwärts Energie GmbH:

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • alleiniger Gesellschafter ist die MVV Energie AG, Mannheim
  • Geschäftsfelder: Entwicklung und Finanzierung, Planung und Realisierung sowie technische und kaufmännische Betriebsführung von Windenergieprojekten
  • 151 realisierte Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 317 Megawatt
  • rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Tochterunternehmen in Frankreich

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