EU-Gipfel gibt Startschuss für europäische Energieunion

Vergangene Woche haben die Staats- und  Regierungschefs der Europäischen Union den Kommissionsplänen für eine europäische Energieunion zugestimmt.

(WK-intern) – Der Fokus während des EU-Gipfels lag auf der Steigerung der Energieversorgungssicherheit innerhalb der EU.

Laut den Schlussfolgerungen des Rates kann diese durch robuste Netze, erhöhte Energieeffizienz, die Nutzung heimischer Quellen und den Rückgriff auf sichere und nachhaltige CO₂-arme Technologien verbessert werden.

Diese Position traf auf große Kritik bei der grünen Industrie und Nichtregierungsorganisationen. Sie verstehen insbesondere die letzten beiden Punkte als einen Freifahrtschein für Fracking und Atomenergie. Generell kritisierten NGOs den großen Fokus auf die Sicherstellung der Versorgungssicherheit durch die Diversifizierung von Gasimporten. Um die Importabhängigkeit der Europäischen Union von Russland zu verringern, brauche man nicht mehr Gasimporte aus anderen Regionen, sondern einen Fokus auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien: „Es ist erstaunlich zu sehen wie Regierungen Gas priorisieren, während die Pläne (zur Energieunion) aus einem Wunsch heraus entstanden sind, die Importabhängigkeit von Gas zu beenden. Die Staats- und Regierungschefs scheinen der Gasindustrie verfallen zu sein. Zu sagen, dass Gas ein sauberer Energieträger ist, kommt der Behauptung Nahe, dass Filterzigaretten Lungenkrebs verhindern.“, sagte Brook Riley von Friends of the Earth Europe.

Die EU-Kommission wird in den kommenden Monaten die Gesetzesvorschläge zur Umsetzung der angestrebten Energieunion (s. EU-Umweltnews vom 26. Februar 2015) weiter ausarbeiten. Währenddessen werden sich NGOs und die Erneuerbaren-Industrie darum bemühen, die EU auf den nachhaltigeren Weg zu bringen.

PM: DNR

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