Northland Power Inc. und RWE Innogy errichten Offshore-Windpark Nordsee One

Senvion SE, einer der führenden Turbinenhersteller für die Offshore-Windindustrie mit Sitz in Deutschland, wird die 54 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von jeweils 6,15 MW liefern, installieren und instand halten.
Senvion SE, einer der führenden Turbinenhersteller für die Offshore-Windindustrie mit Sitz in Deutschland, wird die 54 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von jeweils 6,15 MW liefern, installieren und instand halten.
Senvion SE, einer der führenden Turbinenhersteller für die Offshore-Windindustrie mit Sitz in Deutschland, wird die 54 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von jeweils 6,15 MW liefern, installieren und instand halten. / Pressebild: RWE

Offshore-Windpark Nordsee One erreicht Financial Close

  • Investitionsvolumen liegt bei insgesamt 1,2 Milliarden Euro
  • Inbetriebnahme des 332-Megawatt-Windparks für 2017 geplant
  • Offshore-Arbeiten sollen bereits in 2016 starten
  • Senvion liefert 54 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von jeweils 6,15 Megawatt

(WK-intern) – Northland Power Inc., Toronto („Northland”) und RWE Innogy GmbH, Essen („RWE“) haben bekannt gegeben, dass der Finanical Close für das Offshore-Windprojekt Nordsee One mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro erreicht und die gesamte für das Projekt notwendige Finanzierung (Eigen- und Fremdkapital) platziert worden ist.

Northland ist mit 85 Prozent an dem Offshore-Windpark beteiligt, der mit einer Leistung von 332 Megawatt (MW) 40 Kilometer vor der deutschen Küste errichtet werden soll. Die restlichen 15 Prozent der Anteile hält RWE.

Fast 70 Prozent der Projektkosten werden über eine non-recourse Projektfinanzierung in Höhe von 840 Millionen Euro von zehn internationalen Banken bereitgestellt. Die Finanzierung war überzeichnet. Das spricht für die Solidität des Projektes Nordsee One. Zu den Geldgebern gehören: ABN AMRO, Bank of Montreal, Commerzbank, Export Development Canada, Helaba, KfW IPEX, National Bank of Canada, Natixis, Rabobank und The Bank of Tokyo-Mitsubishi.

„Wir freuen uns sehr, diesen bedeutenden Meilenstein verkünden zu können“, erklärte John Brace, CEO von Northland. „Die Finanzierung für Nordsee One wurde für ein Projekt dieser Größe schnell abgeschlossen. Das ist der Kompetenz und der Sorgfalt der Projektfinanzierer und -berater sowie der Qualität des Projektes insgesamt zu verdanken. Die heutige Ankündigung unterstreicht Northlands Fähigkeiten zu nachhaltigem Wachstum und starken Ergebnissen sowie unser Ziel, eines der führenden Unternehmen im schnell wachsenden Offshore-Windsektor zu werden.“

Nordsee One hat Anspruch auf eine Einspeisevergütung nach dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ein erheblicher Teil der Projekterlöse wird über die Einspeisevergütung erzielt werden, während die restlichen Planerlöse aus dem ausgereiften deutschen Großhandelsstrommarkt kommen werden.

Senvion SE, einer der führenden Turbinenhersteller für die Offshore-Windindustrie mit Sitz in Deutschland, wird die 54 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von jeweils 6,15 MW liefern, installieren und instand halten. Vier bekannte Offshore-Windunternehmen werden die Konstruktion und den Bau der Hauptgewerke übernehmen. Nach aktueller Planung soll mit dem Bau der Offshore-Komponenten im Jahr 2016 begonnen werden kann. Der kommerzielle Betrieb ist für Ende 2017 geplant.

Hans Bünting, CEO von RWE Innogy: „Das ist eine gute Nachricht für Deutschlands Offshore-Pläne und für die Energiewende im allgemeinen. Mit der heutigen Unterzeichnung des Vertrages haben wir gemeinsam mit Northland Power das finanzielle Fundament für die Realisierung des Windparks Nordsee One gelegt. Dies steht im Einklang mit unserer Strategie, Partnerschaften zu entwickeln, um die hohen Kosten großer Offshore-Projekte auf mehrere Schultern zu verteilen. So können die Fachkompetenz und Erfahrungen beider Partner bestmöglich genutzt werden.“

„Ich möchte auch unserem Partner RWE für die Kompetenz, Unterstützung und Kooperation während der abschließenden Entwicklungs- und Finanzierungsphasen danken“, ergänzte Sean Durfy, President und Chief Development Officer bei Northland. „Auch dem Team möchte ich meine Anerkennung aussprechen, das seine Expertise in der Projektentwicklung und der Projektfinanzierung unter Beweis gestellt hat und diesen Prozess in nur sechs Monaten zum Abschluss gebracht hat. Die Teams von Northland, RWE und Nordsee One haben sich nahtlos integriert. Wir werden auch weiterhin während der Bauphase eng zusammenarbeiten. Hierfür steht uns ein Team von Offshore-Windexperten mit außergewöhnlicher Erfahrung zur Verfügung.“

Das Projekt befindet sich 40 Kilometer nördlich der Insel Juist in deutschen Hoheitsgewässern und bietet bei Wassertiefen von bis zu 29 Metern und hohen Windgeschwindigkeiten ideale Bedingungen für einen Offshore-Windpark. Nach Inbetriebnahme wird Nordsee One pro Jahr über 1.200 Gigawattstunden Strom erzeugen, was dem Bedarf von umgerechnet rund 400.000 deutschen Haushalten entspricht. Die Entwicklung von Offshore-Windanlagen spielt im Programm der deutschen Energiewende eine zentrale Rolle, da hier die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien offiziell gefördert wird. Das Ausbauziel für den Offshore-Windsektor lautet, bis 2020 eine installierte Leistung von 6,5 Gigawatt (GW) und bis 2030 eine Leistung von 15 GW zu realisieren.

„Dieser bedeutende Meilenstein ist der Erfolg eines langen Entwicklungsprozesses und macht den Weg frei für den Beginn der Baumaßnahmen. Er ist das Ergebnis der Arbeit eines engagierten Projektteams, das wir stolz sind zu leiten. Wir freuen uns, so gemeinsam zur Energiewende in Deutschland beizutragen“, so Pierre Lestienne und Tim Kittelhake, die beiden Geschäftsführer der Nordsee One GmbH.

Für die Projektberatung standen Green Giraffe (Finanzen), Linklaters (Recht), Chatham (Hedging) zur Verfügung. Die Banken wurden beraten von Clifford Chance (Recht), Sgurr (Technik), Benatar (Versicherung), Corality (Modellaudit) und EY (Steuern).

Northland und RWE sind darüber hinaus auch gemeinsame Eigentümer der zwei Projekte Nordsee 2 und Nordsee 3, die sich noch in der frühen Entwicklungsphase befinden. Wie bei Nordsee One liegt die jeweilige Beteiligung bei 85 Prozent bzw. 15 Prozent. Diese Projekte mit insgesamt 670 MW Leistung sollen im Laufe der nächsten zehn Jahre entwickelt werden. Voraussetzung dafür ist ein weiterhin gesicherter Rahmen im Hinblick auf die Offshore-Windtarife und die Verfügbarkeit der Netzinfrastruktur.

PM: RWE

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