WELTEC BIOPOWER baut 500kW Biogasanlage für Gemüseproduzenten

Den beiden 2.625 Kubikmeter messenden Edelstahl-Fermentern ist für die optimale Bevorratung eine unterirdische Grube als Vorlager vorgeschaltet.
Den beiden 2.625 Kubikmeter messenden Edelstahl-Fermentern ist für die optimale Bevorratung eine unterirdische Grube als Vorlager vorgeschaltet.
Den beiden 2.625 Kubikmeter messenden Edelstahl-Fermentern ist für die optimale Bevorratung eine unterirdische Grube als Vorlager vorgeschaltet. / Pressebild

Grünes Gemüse gibt Gas

(WK-intern) – WELTEC BIOPOWER hat im Januar 2015 in Loughgall, Nordirland, mit dem Bau einer Biogasanlage begonnen.

Auftraggeber und Betreiber der 500-Kilowatt-Anlage ist der Gemüseproduzent Gilfresh Produce.

Das Unternehmen produziert eine Vielzahl von Freiland-Erzeugnissen und verarbeitet sie zu Lebensmitteln. „Für WELTEC ist es die dritte Anlage in Nordirland und somit die elfte in Großbritannien“, sagt Kevin Monson, Vertriebsmitarbeiter bei WELTEC BIOPOWER UK Ltd., in Stoneleigh, Warwickshire.

In Nordirland sorgt das milde Klima des Golfstroms dafür, dass die Produkte von Gilfresh auf 1.000 Hektar Kulturfläche gut gedeihen. Zur Produktpalette des wachstumsorientierten Familienunternehmens gehören Wurzelgemüse, Salatpflanzen und verschiedene Kohlsorten. Zudem setzt die seit über 50 Jahren bestehende Firma mit seinen fast 130 Mitarbeitern auf Trendprodukte wie Pak Choi.

Bislang hat Gilfresh die Gemüseabfälle, die beim Sortieren, Waschen und Verpacken anfallen, als Rinderfutter an Landwirte abgegeben. Ab Juli 2015 kommen die Reststoffe und das Gemüsewaschwasser in den Bioreaktor. Den beiden 2.625 Kubikmeter messenden Edelstahl-Fermentern ist für die optimale Bevorratung eine unterirdische Grube als Vorlager vorgeschaltet; ein 6.000 Kubikmeter großer Behälter ist für eine gasdichte Gärrestlagerung konzipiert. Zusätzlich zu den Gemüseresten werden Rindergülle, Hühnermist, GPS, Gras- und Maissilage eingebracht.

Gerade angesichts dieser unterschiedlichen Beschaffenheit der einzubringenden Stoffe waren die Investoren überzeugt von der WELTEC-Lösung zum unterbrechungsfreien Eintrag der Inputstoffe: Eine kontinuierliche Verwertung und Homogenisierung der Substrate sowie einen stabilen Anlagenbetrieb garantiert der robuste MULTIMix. In Kombination mit einem 80 Kubikmeter großen Feststoffdosierer sichert das WELTEC-System die optimale Zerkleinerung und intensive Durchmischung des Gemüseabfalls und der langfaserigen Silage. Die gute Vorverarbeitung der Stoffe sorgt nicht nur für die biologische Zersetzung und effiziente Gasausbeute, sondern auch für niedrigen Energieverbrauch der Anlage.

„Mit einer Biogasanlage können wir einerseits unseren Wachstumskurs und andererseits unsere ökologischen Ziele verfolgen“, erklärt der Gilfresh-Gründer Thomas Gilpin. „WELTEC hat die Anlage exakt auf unsere individuellen Produktionsbedingungen ausgelegt. Dass WELTEC dieses flexible Design mit hochwertigen Technologien zu guten Konditionen anbieten konnte, hat uns vollends überzeugt“, so Gilpin. Über den Anlagen-Zuschnitt zeigt er sich auch deshalb erfreut, weil er mit seinem Unternehmen für eine konsequente Ressourcenschonung eintritt.

Dem Ziel, den eigenen ökologischen Fußabdruck stetig zu verbessern, dient auch, dass die Verantwortlichen nun auf energetische Selbstversorgung setzen: Etwa 40 Prozent des vom 500-Kilowatt-BHKW erzeugten Stroms können im eigenen Produktionsprozess verwertet werden. Bereits in naher Zukunft wird der Nutzungsgrad noch steigen, weil die Erweiterung der Kühllagerkapazität ansteht. Der überschüssige Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist; die Prozesswärme wird zum Beheizen der Firmengebäude und für die Fertigung ausgekoppelt.

Derartige Projekte sind notwendig, damit die Briten bis zum Jahr 2020 15 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen bereitstellen können. Zudem soll der CO2-Ausstoß bis dahin gegenüber 1990 um rund drei Viertel gesenkt werden. Dass sich neben der Wind- und Sonnenenergie zur sicheren Versorgung noch eine weitere erneuerbare Quelle etablieren muss, haben die Briten erkannt und die Bioenergie unter anderem durch attraktive Einspeisevergütungen für regionalen Strom gefördert.„Wenn sich andere Unternehmer am Engagement von Gilfresh Produce orientieren, kann Großbritannien die gesteckten Klimaziele erreichen“, bilanziert Kevin Monson.

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