Herkunftsnachweis: natGAS befürwortet die direkte Belieferung mit Grünstrom

Energie-Dienstleister unterstützt die Initiative des Grünstrom-Markt-Modells / Fotomontage: HB
Energie-Dienstleister unterstützt die Initiative des Grünstrom-Markt-Modells / Fotomontage: HB

Der Energie-Dienstleister unterstützt die Initiative des Grünstrom-Markt-Modells als sinnvolle Ergänzung zum aktuellen Direktvermarktungsmodell mit Marktprämie.

(WK-intern) – Steigende Nachfrage von Industriekunden nach Grünstrom.

Pressekonferenz zum Grünstrom-Markt-Modell am 20. März 2015 in Berlin.

Potsdam – natGAS Aktiengesellschaft, ein unabhängiges international agierendes Energieunternehmen aus Potsdam, unterstützt ab sofort das Grünstrom-Markt-Modell, einer von Unternehmen und Verbänden aus der Energiebranche ins Leben gerufenen Initiative.

Das Modell ermöglicht es, dass der durch Erneuerbare-Energien-Anlagen produzierte Strom als Grünstrom mit Herkunftsnachweis direkt an die Stromkunden weitergegeben werden darf. Das Grünstrom-Markt-Modell bildet damit eine sinnvolle Ergänzung zum aktuellen Direktvermarktungsmodell mit Marktprämie. Seit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2014 müssen Betreiber neuer EE-Anlagen den produzierten Strom an der Börse verkaufen, wodurch der Grünstrom zu Graustrom wird.

Steigende Nachfrage nach direkter Grünstrom-Belieferung

„Aus Gesprächen mit unseren Gewerbe- und Industriekunden wissen wir, dass ein großes Interesse am direkten Bezug von Grünstrom aus heimischen EE-Anlagen besteht. Allerdings ist das unter den gegenwärtigen Umständen und im Rahmen der sonstigen ungeförderten Direktvermarktung wirtschaftlich nicht sinnvoll abzubilden“, so Marc Ehry, Mitglied der Geschäftsleitung bei natGAS. „Die Politik muss sich in den kommenden Wochen, im Interesse der Stromkunden, Anlagenbetreiber und Vertriebe ebenso wie im Sinne der Energiewende, für das Grünstrom-Markt-Modell einsetzen“, so Ehry weiter.

Durch das Grünstrom-Markt-Modell soll Strom aus erneuerbaren Energien besser in das Stromnetz integriert werden, ohne dabei das EEG-System durch zusätzliche Kosten zu belasten. Gleichzeitig soll mit dem Markt-Modell der Abschaltung von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen bei negativen Börsenpreisen entgegenwirkt werden. „Der Anreiz, die Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energien besser mit dem Strombedarf der Kunden abzugleichen liegt für die Versorger darin, dass der Weiterverkauf von überschüssigem Strom mit zusätzlichen Kosten belastet wird“, so Ehry. „Die Versorger sind daran interessiert, die Bedarfsprognosen weiter zu optimieren, die fluktuierende Stromerzeugung und –nutzung besser aufeinander abzustimmen und durch ein optimiertes Lastmanagement mögliche Überschüsse zu vermeiden. Dezentral betriebene Biomasse-Kraftwerke könnten beispielsweise dazu eingesetzt werden, um über eine intelligente, flexibel gesteuerte Fahrweise die Schwankungen in der Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie auszugleichen.“

Pressekonferenz zum Grünstrom-Markt-Modell

Am 20. März 2015 laden die Initiatoren der Initiative um 10:30 Uhr zu einer Pressekonferenz zu den aktuellen Entwicklungen und Hintergründe zum Grünstrom-Markt-Modell ein. Die Pressekonferenz findet in Berlin, im Haus der Bundespressekonferenz (Tagungszentrum) statt (Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin).

PM: natGAS Aktiengesellschaft

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