Griechenland wie im Krieg, oder wie in Europa ein Baby in den Armen seiner Mutter stirbt

Überforderte Ärzte rennen durch die Gänge des Krankenhauses.

(WK-intern) – Betten auf dem Flur versperren den Weg.

Die Infusion wird gelegt. Zu spät – wieder stirbt ein Baby in den Armen seiner Mutter.

Dieses alltägliche Szenario stammt nicht aus einem Katastrophengebiet, sondern aus Griechenland. Seit die Krise das Land in ihrem Griff hat, ist die Säuglingssterblichkeit um 43 Prozent gestiegen. Massenweise Ärzte und Krankenschwestern wurden entlassen. Lebensrettende Medikamente fehlen. So kann es nicht weitergehen…

Ja, Griechenland hatte eine Mitschuld an der Krise im eigenen Land — Korruption, Vetternwirtschaft, Bürokratie-Wahnsinn. Aber dass am Ende die bezahlen müssen, die am wenigsten dafür können, dürfen wir einfach nicht zulassen! Angela Merkel hat den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras am Montag nach Berlin eingeladen. Nutzen wir diesen Moment, um zu fordern, Krankenhäuser und Schulen von den Sparmaßnahmen auszunehmen, und retten wir somit Leben und die Zukunft der nächsten Generation!

Unterzeichnen Sie jetzt und senden wir ein Zeichen der Menschlichkeit von Deutschland in die Welt:

https://secure.avaaz.org/de/krankenhauser_und_schulen_far_griechenland_fin/?buIMuib&v=55516

Neben den Fehlern der griechischen Regierung ist auch Deutschland mitverantwortlich für die soziale Katastrophe in Griechenland. Lange bevor die Schuldenkrise eskalierte, war klar, dass Griechenland seine Schulden niemals zurückzahlen kann. Doch Deutschland und Frankreich verhinderten vorerst einen Schuldenschnitt und setzten das Sparprogramm durch – und zwar gegen die Experten des Internationalen Währungsfonds. Die warnten nämlich, dass Griechenlands Wirtschaft schrumpfen und in eine harte Krise fallen würde.

Genau so kam es: Griechenland wurde für die Stabilität des internationalen Finanzmarkts – also für deutsche und französische Banken – geopfert. Die Fehler der Sparpolitik sind nirgendwo so klar sichtbar wie im Gesundheitssystem – Millionen ohne Versicherung, Vorsorgeprogramme gestrichen, Tausende Ärzte entlassen. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Während Deutschland elf Prozent vom Sozialprodukt für Gesundheit ausgibt, darf Griechenland laut Sparprogramm nicht mehr als sechs Prozent ausgeben. Das kann nicht reichen.

Die Ursachen für die Katastrophe in griechischen Krankenhäusern sind vielschichtig. Die Lösung, um das Schlimmste  zu verhindern, jedoch klar: Das Gesundheitssystem muss umgehend von den Sparmaßnahmen ausgenommen werden, genauso wie die Bildung. Frau Merkel kann das am Montag durchsetzen — unterzeichnen Sie jetzt:

https://secure.avaaz.org/de/krankenhauser_und_schulen_far_griechenland_fin/?buIMuib&v=55516

Wenn man die Medien verfolgt, hat man das Gefühl einer riesigen Kluft zwischen Deutschen und Griechen. Das ist politisch aktuell wohl auch der Fall. Doch ganz viele Menschen in Deutschland genauso wie in Griechenland stehen hinter der Idee eines europäischen Miteinanders. Zeigen wir der Welt, was es bedeutet, über Grenzen hinweg füreinander da zu sein. In Deutschland, genauso wie in Griechenland und überall sonst auf der Welt.

Von Herzen,

Christoph, Spyro, Daniel, Antonia, Anne und der Rest des Avaaz-Teams

WEITERE INFORMATIONEN:

Alexis Tsipras kommt zu erstem Besuch nach Berlin (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/politik/angela-merkel-laedt-ein-alexis-tsipras-kommt-zu-erstem-besuch-nach-berlin/11512912.html

Folgen der Sparpolitik: Säuglingssterblichkeit in Griechenland steigt um 43 Prozent (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-sparkurs-hat-verheerende-folgen-fuer-gesundheit-der-griechen-a-954879.html

Gelernt wird nach der Schule (Zeit)
http://www.zeit.de/2012/18/C-Griechenland-Nachhilfe

Warum Merkel mit Tsipras sprechen will (Süddeutsche)
http://www.sueddeutsche.de/politik/schuldenstreit-mit-griechenland-warum-merkel-mit-tsipras-reden-will-1.2397754

Krisenland: Arbeitslosigkeit in Griechenland auf Rekordhoch (Handelsblatt)
http://www.handelsblatt.com/politik/international/krisenland-arbeitslosigkeit-in-griechenland-auf-rekordhoch/9477472.html
PM: Christoph Schott – Avaaz <avaaz@avaaz.org>

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