Alstom baut Brennstoffzellenfahrzeuge für die Hermann-Hesse-Bahn

So könnten die brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeuge der Hermann-Hesse-Bahn einmal aussehen (Martin Lange, Vorstand Transport der ALSTOM Deutschland AG und Geschäftsführer der ALSTOM Transport Deutschland GmbH überreicht Landrat Helmut Riegger einen Designentwurf, hinten links: Georg Brunnhuber, Vorstandsvorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart-Ulm e.V.; hinten rechts: Jens Sprotte, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland ALSTOM Transport Deutschland GmbH.) / pressebild: Alstom
So könnten die brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeuge der Hermann-Hesse-Bahn einmal aussehen (Martin Lange, Vorstand Transport der ALSTOM Deutschland AG und Geschäftsführer der ALSTOM Transport Deutschland GmbH überreicht Landrat Helmut Riegger einen Designentwurf, hinten links: Georg Brunnhuber, Vorstandsvorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart-Ulm e.V.; hinten rechts: Jens Sprotte, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland ALSTOM Transport Deutschland GmbH.) / pressebild: Alstom
So könnten die brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeuge der Hermann-Hesse-Bahn einmal aussehen (Martin Lange, Vorstand Transport der ALSTOM Deutschland AG und Geschäftsführer der ALSTOM Transport Deutschland GmbH überreicht Landrat Helmut Riegger einen Designentwurf, hinten links: Georg Brunnhuber, Vorstandsvorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart-Ulm e.V.; hinten rechts: Jens Sprotte, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland ALSTOM Transport Deutschland GmbH.) / Pressebild: Alstom

Absichtserklärung über Nutzung von Brennstoffzellenfahrzeugen für die Hermann-Hesse-Bahn unterzeichnet

(WK-intern) – Landrat Helmut Riegger hat heute mit Vertretern der Firma Alstom Transport Deutschland GmbH eine Absichtserklärung über den geplanten Einsatz neuer emissionsfreier Züge mit Brennstoffzellenantrieb auf der Hermann-Hesse-Bahn unterzeichnet.

„Wir möchten mit der Hermann-Hesse-Bahn ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Verkehrsangebot schaffen, das technologisch dem neuesten Stand entspricht“, so der Kreischef.

„Die neuen Züge für die Hermann-Hesse-Bahn werden komplett emissionsfrei sein. Gerade in Zeiten steigender Energie- und Rohstoffkosten ist die Entwicklung dieser Technik für den Schienenverkehr wesentlich. Wir sind stolz, dass der Landkreis Calw unsere Vision zum Schienenverkehr der Zukunft teilt und uns dabei unterstützt“, sagt Dr. Martin Lange, Geschäftsführer der ALSTOM Transport Deutschland GmbH und als Vorstand der ALSTOM Deutschland AG verantwortlich für den Bereich Bahntechnik.

Die Wiederinbetriebnahme der Bahnverbindung von Calw über Weil der Stadt nach Renningen, auf der seit 1988 kein Zugverkehr mehr stattfindet, stellt das wichtigste Infrastrukturprojekt des Landkreises in den kommenden Jahren dar. Ziel der Streckenreaktivierung ist eine bessere Anbindung des Landkreises Calw an den Wirtschaftsraum Sindelfingen/Böblingen und an die Landeshauptstadt Stuttgart. Umgekehrt soll durch die Hermann-Hesse-Bahn aber auch die Erreichbarkeit des Schwarzwalds als Naherholungsgebiets verbessert werden. Das Vorhaben, an dessen Umsetzung von Seiten des Landkreises mit Hochdruck gearbeitet wird, erfährt auch von Verkehrsminister Winfried Hermann große Unterstützung. „Die Zusage über eine Förderung bis zu 25 Millionen Euro durch den Verkehrsminister war der wichtigste Meilenstein der Hermann-Hesse-Bahn im vergangenen Jahr“, betont Landrat Riegger.

Damit nach den notwendigen baulichen Maßnahmen auch ein ökologischer Betrieb möglich ist, möchte der Landkreis mit dem Einsatz der brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeuge seinen Beitrag leisten. „Diese Züge passen einfach in die natürliche Umgebung des Schwarzwalds“, hält Riegger fest. Da die brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeuge bis zur geplanten Betriebsaufnahme der Hermann-Hesse-Bahn im Jahr 2018 noch nicht zur Verfügung stehen, wird eine Übergangslösung angestrebt. „Hierfür wollen wir modernste Dieseltriebfahrzeuge einsetzen, um dann so schnell wie möglich auf die Zukunft, also die Brennstoffzelle umzusteigen“, macht Landrat Riegger seine Vision deutlich.

Die neu entwickelte Fahrzeuggeneration auf Basis der bewährten und modularen Coradia Plattform stellt langfristig eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Dieseltriebwagen dar. Durch die Verwendung eines Energiespeichers, eines intelligenten Energiemanagements und eines günstigen Energieträgers, weist das Fahrzeug gegenüber einem konventionellen Dieseltriebzug eine höhere Energieeffizienz sowie geringere Energiekosten auf.

Entwickelt und gefertigt werden die Fahrzeuge im Kompetenzzentrum für Regionaltriebzüge von Alstom in Salzgitter. Alstom hat bereits im September 2014 mit den vier Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein- Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen Absichtserklärungen über den Einsatz von Schienenfahrzeugen geschlossen.

Die Züge werden mit einer Brennstoffzelle betrieben, deren Funktionsweise sich in dieser Form bereits in der Automobilindustrie bewährt hat. Im Unterschied zum herkömmlichen Verbrennungsmotor wandelt die Brennstoffzelle chemische Energie direkt in elektrische Energie um. Damit ist sie potenziell effizienter als Antriebe, bei denen die Energie erst über eine Verbrennung in mechanische Bewegungsenergie und anschließend über einen Generator in elektrischen Strom umgewandelt wird.

PM: Alstom

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