Keine Gülle ins Trinkwasser!

Mehr als 100 Meter tief ist die Gülle in den ländlichen Böden eingedrungen, alle Hausbrunnen sind bereits verboten
Mehr als 100 Meter tief ist die Gülle in die ländlichen Böden eingedrungen. Die meisten Hausbrunnen sind großflächig zur Trinkwasserentnahme nicht mehr geeignet / Foto: HB

Am Donnerstag verhandelt Schleswig-Holsteins Agrarminister Robert Habeck über schärfere Regeln gegen die Gülle.

(WK-intern) – Morgen überreichen wir ihm unseren Appell für den Schutz unseres Trinkwassers.

Helfen Sie mit, dass wir 200.000 Unterschriften übergeben können!

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell gegen die Gülle-Flut…

dieser Tage beginnt es in vielen Regionen Schleswig-Holsteins wieder zu stinken, weil viel zu viel Gülle aus Megaställen auf den Feldern entsorgt wird. Gülle, die unser Trinkwasser mit Nitrat belastet und unsere Gesundheit gefährdet. Diese Woche entscheidet sich, ob wir die Gülleflut auf den Feldern Schleswig-Holsteins stoppen.

Am Donnerstag verhandelt Bundesagrarminister Christian Schmidt mit seinen Länderkollegen über die Düngeverordnung. Bereits übermorgen wollen wir Schleswig-Holsteins Agrarminister Robert Habeck in Kiel mehr als 200.000 Unterschriften gegen die Gülleflut überreichen. Unser Ziel: Er soll im Verbund mit den anderen Länder-Agrarministern Schmidt eine wirkungsvolle Düngeverordnung abringen.

Bitte unterzeichnen Sie deshalb am besten heute noch unseren Appell für Trinkwasser ohne Gülle:

Klicken Sie hier, damit auch Ihre Unterschrift dabei ist…

Seit 2010 hat sich die Anzahl der Megaställe fast verdoppelt. Und die Anlagen werden immer größer. Deswegen bringt die Agrarindustrie ihre Gülle schon längst nicht mehr nur aus, um Mais oder Weizen besser wachsen zu lassen. Sie muss schlicht den Kot aus den Agrarfabriken loswerden.

Eine Folge: An mehr als 50 Prozent der EU-kontrollierten Grundwasser-Messstellen in Deutschland liegt die Nitrat-Belastung über dem Grenzwert. Dabei ist zu viel Nitrat gefährlich. Bei Säuglingen kann es Blausucht verursachen und bei Erwachsenen erhöht es das Krebsrisiko.

Die Politik muss daher das Verspritzen von Gülle konsequent begrenzen. Zusammen mit unserem Bündnispartner Aktion Agrar fordern wir: Die gesamte Nährstoffbilanz eines Agrarbetriebs gehört lückenlos erfasst. Pro Hektar und Jahr dürfen höchstens 170 Kilogramm Stickstoff ausgebracht werden. Dies muss streng kontrolliert und bei Verstoß geahndet werden. All das fehlt bislang in Agrarminister Schmidts Verordnungsentwurf. So wird das Düngerecht die Gülleflut nicht stoppen – wenn wir Bürger/innen jetzt nicht einschreiten.

Bereits 2012 konnte die Bewegung für eine ökologischere Agrarpolitik wichtige Verbesserungen im Baurecht erkämpfen, die den Bau von Megaställen erschweren. Seither ist die Bewegung stetig gewachen. Vor wenigen Wochen gingen in Berlin 50.000 Menschen für eine bäuerliche Landwirtschaft auf die Straße. Dieser Rückenwind erhöht unsere Chancen auf eine starke Düngeverordnung. Sie kann verhindern, dass sich die Massentierhaltung weiter ungebremst ausbreitet. Denn wird die Gülleflut begrenzt, wirkt das wie ein Deckel auf die überall sprießenden Megaställe – und schützt zugleich unser Trinkwasser.

Jetzt den Appell gegen Gülle im Grundwasser unterschreiben…

PM: Campact

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