Weltweiter Windenergie-Markt erreicht Rekordniveau

(WK-intern) – Das Global Wind Energy Council (GWEC) hat die „Global Wind Statistics 2014“ veröffentlicht, die zum einen über den globalen Zubau im Bereich Windenergie und zum anderen über kumulierte Ausbauzahlen der verschiedenen Märkte informiert. Laut den aktuellen Daten wurde im weltweiten Windenergie-Mark ein Rekord aufgestellt. Zum ersten Mal wurden Windkraftanlagen errichtet, die eine Leistung von mehr als 50.000 Megawatt erzielen. China gilt dabei als Top-Markt vor Deutschland.

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Aktuelle Zahlen und Platzierungen im globalen Ranking

Deutschland liegt am Windenergie-Markt trotz starker Konkurrenz weit vorne. Dank starker Zuwächse belegt die Bundesrepublik den zweiten Platz im globalen Vergleich. In Bezug auf den chinesischen Markt bleibt festzuhalten, dass dort längst nicht alle Anlagen zur konkreten Stromversorgung beitragen. Der allgemeine Leistungszuwachs ist enorm. Laut GWEC wurden letztes Jahr insgesamt 51.477 Megawatt mit neuen Anlagen zur Windenergie erzielt. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 waren es 35.467 Megawatt. Damit konnte 2014 eine noch nie dagewesene Leistungsmenge erreicht werden.

Die zehn stärksten Märkte machen dabei den Löwenanteil von 87 Prozent aus, was rund 44.800 Megawatt entspricht. Im Vorjahr lag der Prozentsatz noch bei 81 Prozent. Den ersten Platz unter den zehn stärksten Märkten der Welt belegt die Volksrepublik China mit 45 Prozent und damit knapp 23.400 Megawatt. Ein deutlicher Vorsprung gegenüber dem zweitplatzierten Deutschland. Im weltweiten Vergleich liegt der Marktanteil beim Windenergie-Zubau von Deutschland bei zehn Prozent. Knapp 5.300 Megawatt konnten erzielt werden. Auch die Deutschen erreichten eine Zunahme: 2013 lag der Anteil bei rund neun Prozent und insgesamt circa 3.200 Megawatt. Die USA platzierten sich mit 4.900 Megawatt und einem Anteil von neun Prozent nur knapp hinter Deutschland. Im Anschluss folgen:

• Brasilien mit ca. 2.500 Megawatt
• Indien mit ca. 2.300 Megawatt
• Kanada mit ca. 1.900 Megawatt
• Vereinigtes Königreich mit ca. 1.700 Megawatt
• Schweden mit ca. 1.100 Megawatt
• Frankreich mit ca. 1.000 Megawatt
• Türkei mit ca. 800 Megawatt

Grafik: Global Wind Statistics 2014 GWEC

Insgesamt beträgt die Windenergieleistung global kumuliert knapp 370.000 Megawatt. Der weltweite Anteil der Top-10-Märkte liegt derzeit mit mehr als 311.000 Megawatt installierter Leistung bei über 84 Prozent. China führt auch diese Liste an. Problematisch an der Situation in China ist, dass viele der installierten Anlagen dort nicht zur Energieversorgung beitragen. 2014 sollen es laut der Chinas National Energy Administration (NEA) 88 Prozent der installierten Anlagen gewesen sein, die tatsächlich am Netz angeschlossen waren. Nach China folgen die USA und Deutschland im Sektor der kumulierten Gesamtleistung. Die USA erzielte mit rund 65.900 Megawatt, was knapp elf Prozent entspricht, den zweiten Platz vor dem Drittplatzierten Deutschland. In der Bundesrepublik wurden Ende 2014 rund 39.000 Megawatt Windleistung festgestellt.

Die Zukunft bringt weitere Zuwächse

Auch künftig ist mit einer Stärkung des globalen Windenergiemarktes zu rechnen. Besonders die innovativen Entwicklungen führender Unternehmen tragen zum massiven Ausbau bei. Während bestehende Windräder bereits seit vielen Jahren hohe Erträge erwirtschaften und zur Stromversorgung beitragen, sind es moderne Errungenschaften, die garantieren, dass Windkraft auch in der Zukunft einen wichtigen Platz in der Energieversorgung behält. Ein Beispiel ist die neue Windenergieanlage SWT-3.3-130, die im Technologie-Blog hitech von Siemens Österreich vorgestellt wurde und einen maximalen Energieertrag bei geringen Windgeschwindigkeiten ermöglicht.

Foto: pixabay.com (Hans)

Die von Siemens entwickelte Anlage gewährleistet, dass auch Regionen mit geringeren Windgeschwindigkeiten zur Energieerzeugung durch Windkraft genutzt werden können. Die Ingenieure überarbeiteten wesentliche Komponenten, um die technischen Voraussetzungen für dieses ambitionierte Ziel zu schaffen. Auf dem österreichischen Portal wird die Funktionsweise erläutert: „Der direkt angetriebene PMG-Generator arbeitet bei der neuen Anlage mit noch stärkeren Permanentmagneten, um die Leistung weiter zu erhöhen. Die Konstruktion des Maschinenhauses wurde in ihrer Grundplatte (Bedframe), im Azimutantrieb und anderen statisch wichtigen Komponenten verstärkt, um den Rotor mit nun 130 Metern Durchmesser aufnehmen zu können.“ Mit derartigen Anlagen wird es künftig möglich sein, bisher als weniger geeignete Regionen zu erschließen und mehr Onshore-Windprojekte zu realisieren. Diese und viele weitere Innovationen der im Windmarkt tätigen Konzerne dürften künftig maßgeblich dazu beitragen, dass der weltweite Ausbau der Windenergie-Märkte steigt.

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