Vier Jahre nach Fukushima

Heinz Smital misst Radioaktivität in Fukushima Aufgenommen am: 07.03.2012 Copyright: © Noriko Hayashi / Greenpeace
Heinz Smital misst Radioaktivität in Fukushima Aufgenommen am: 07.03.2012 Copyright: © Noriko Hayashi / Greenpeace

Greenpeace: Vier Jahre nach Fukushima endlich Lehren ziehen!

(WK-intern) – Atomenergie darf weder subventioniert noch als Klimaschutz-Technologie gewertet werden

Wien – Anlässlich des vierten Jahrestags der Atomkatastrophe in Fukushima am 11. März, fordert Greenpeace erneut ein Ende der Investitionen in die Risikotechnologie Atomkraft.

Gleichzeitig begrüßt die Umweltschutzorganisation die Klage Österreichs gegen die geplanten britischen Steuersubventionen des Atomkraftwerks Hinkley Point.

„Atomenergie ist gefährlich, teuer und unnötig, das hat Fukushima bestätigt. Auch Atomkraftwerke, die technologisch am neuesten Stand sind, können keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten“, so Walter Saurer, Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace CEE in Österreich. Er weist darauf hin, dass es in einigen Ländern Bestrebungen gibt, Atomenergie mittels öffentlicher Steuergelder zu subventionieren, da in Europa zu den derzeitigen Marktpreisen Neuinvestitionen in Atomkraftwerke unrentabel sind.

„Die nukleare Zukunft wird maßgeblich davon abhängen, ob es künftig Staaten erlaubt sein wird, Neuinvestitionen in AKWs staatlich zu subventionieren“, so Saurer. Die britische Regierung plant Subventionen von bis zu 20 Milliarden Euro für den geplanten Ausbau des AKWs Hinkley Point. „Das ist nicht nur teuer für die britischen Steuerzahler, sondern verzerrt auch den Markt und behindert die Transformation der Energiesysteme hin zu erneuerbaren Energien“, warnt der Greenpeace-Sprecher und verweist auf  Studien, die belegen, dass bei gleichem öffentlichen Fördermitteleinsatz der Ausbau erneuerbarer Energieträger wesentlich kostengünstiger wäre, als der Ausbau von Atomenergie.

Die angekündigte Klage Österreichs gegen die Subventionen für das AKW Hinkley Point bezeichnet Saurer als einen wichtigen Schritt, auch weil anhand des britischen Vorbilds die Möglichkeit der staatlichen Subventionierung von AKW-Neuinvestitionen als Modell in anderen Ländern Schule machen könnte. Darüber hinaus widerspricht die Förderung von Atomenergie den EU-Wettbewerbsregeln.

Greenpeace unterstützt den deutlichen Anti-Atom-Kurs der österreichischen Bundesregierung und ruft zum nationalen Schulterschluss gegen Atomenergie in Europa auf. Unter www.greenpeace.at/hinkleypoint können auch Bürgerinnen und Bürger die Klage unterstützen. „Das zentrale Ziel muss sein, Kapitalinvestitionen von fossilen und nuklearen Technologien in Richtung erneuerbare Technologien zu verschieben. Atomenergie darf daher weder öffentlich subventioniert noch als Klimaschutz-Technologie gewertet werden“, fordert Saurer abschließend.

PM: Greenpeace

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