Wettereinfluss im Winter 2014/15 auf die Erneuerbare-Energiewirtschaft

Unwetter-Wolken / Foto: HB
Unwetter-Wolken / Foto: HB

Der Winter 2014/15 zeichnete sich durch seine starke Schwankung der erzeugten Energie aus den regenerativen Energiequellen Wind und Solar aus.

(WK-intern) – Durch stürmisches Wetter wurde am 9. Januar 2015 ein neuer Rekord bei der Windstromeinspeisung registriert.

Der Winter war in Deutschland im Mittel etwa 2°C zu mild. Große Kältegrade wurden dabei nur selten erreicht.

Noch in den letzten Herbsttagen im November dominierte längere Zeit Hochdruckeinfluss. Die Windauslastungen blieben daher sehr niedrig. Gleichzeitig sorgten tiefe Wolken bzw. Hochnebel für geringe Solarstromerzeugungen. Im November wurden insgesamt nur etwa 5 TWh Energie erzeugt. Damit wies dieser Monat die geringste erzeugte Energiemenge aus regenerativen Quellen im Jahr 2014 aus. Zum Vergleich: Im November 2013 wurden 5,5 TWh Energie erzeugt, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch weniger Wind- und Solarstromanlagen installiert war. Am 20. November 2014 wurde in den Nachtstunden in Deutschland sogar nur 200 MW Strom aus Windkraft erzeugt bei einer installierten Gesamtleistung von zirka 38.000 MW.

Der Dezember begann ebenfalls mit ruhigem Wetter. Er steigerte sich jedoch zur Monatsmitte hin rapide. Ein Sturmtief nach dem anderen sorgte für enorm hohe Windstromauslastungen. Am 22. und 23. Dezember wurden nahezu konstant 27.000 MW Windstrom erzeugt. Zum Vergleich: Ein Atomkraftwerk erzeugt etwa 1.500 MW. Insgesamt kam der Dezember 2014 auf eine erzeugte Energie von 9,3 TWh.

Anfang Januar herrschte zeitweise stürmisches Wetter. Am 9. Januar wurde mit zirka 30.800 MW Windstrom ein neuer Allzeitrekord registriert. Die Solarstromproduktion lag dagegen im Januar bzw. im Winter naturgemäß allgemein auf niedrigem Niveau und hatte nur einen geringen Anteil an der Gesamtstromerzeugung aus regenerativen Quellen. In der Summe wurde im Januar 2015 10,1 TWh Strom aus Wind und Sonne erzeugt. Der Vormonat wurde so noch übertroffen. Diese Zahl stellt den höchsten Monatswert dar, der jemals aus Wind- und Solarkraft erzeugt wurde.

Die letzten Tage im Februar waren sehr stürmisch, so dass besonders in diesem Zeitraum große Erzeugungsspitzen registriert wurden. Rekordwerte wie im Januar wurden jedoch nicht mehr erreicht. In der Summe kamen im Februar 2015 6,7 TWh an Wind- und Solarstrom zusammen.

Fazit: besonders der Dezember 2014 und der Januar 2015 waren bezüglich der alternativen Energiequellen Sonne und Wind sehr ertragsreich. Im Januar wurde ein neuer Rekord der eingespeisten Energiemenge pro Monat erreicht. Es traten jedoch große Schwankungen bei der Stromeinspeisungen auf.

Stromerzeugung in Deutschland aus Wind- und Solarenergie von November 2014 bis Februar 2015:

  • November: 4,9 TWh
  • Dezember: 9,3 TWh
  • Januar: 10,1 TWh
  • Februar: 6,7 TWh

PM: MeteoGroup und MeteoGroup Deutschland

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