Bayerische Windkraft und Photovoltaik legte auch in 2014 zu

Die Windpotentialunsicherheit an Standorten auf bewaldeten Hügeln ist deutlich höher als beispielsweise im Flachland oder an den Küsten. / Foto: HB
Die Windpotentialunsicherheit an Standorten auf bewaldeten Hügeln ist deutlich höher als beispielsweise im Flachland oder an den Küsten. / Foto: HB
Die Windpotentialunsicherheit an Standorten auf bewaldeten Hügeln ist deutlich höher als beispielsweise im Flachland oder an den Küsten. / Foto: HB

Die Bayerische Staatsregierung hat im Energiedialog das Ziel erneuert, bis zum Jahr 2021 rund 42,5 TWh Strom aus heimischen erneuerbaren Energien zu erzeugen.

(WK-intern) – Damit ließe sich rund die Hälfte des derzeitigen Stromverbrauchs in Bayern decken.

Nach VBEW-Berechnungen waren es im Jahr 2014 im Jahressaldo über 32 TWh, also über ein Drittel des Stromverbrauchs.

Maßgeblich für die erneute Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist der wachsende Anteil der Windenergie und der Photovoltaik an der Stromerzeugung. „Was bei solchen erfreulichen Zahlen oftmals unerwähnt bleibt, ist der Umstand, dass wir allein mit Strom aus Wind und Sonne noch keine bedarfsgerechte Versorgung sicherstellen können. Dafür fällt der Strom jahreszeit-, tageszeit- und witterungsbedingt zu unstetig an,“ sagte Wolfgang Brandl, Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW.

Die Windkraft hat in 2014 von den noch guten bayerischen Ausbaurahmenbedingungen profitiert. So wurden 2014 in Bayern 154 Anlagen mit einer Gesamtnennleistung von über 400 MW installiert. Damit sind in Bayern zum 31.12.2014 797 Windkraftanlagen mit rund 1.525 MW an das bayerische Stromnetz angeschlossen. Sie haben im vergangenen Jahr rund 2 TWh Strom erzeugt und damit mit über 2 Prozent zur Deckung des bayerischen Strombedarfs beigetragen. Der weitere Ausbau hängt stark davon ab, ob die Anlagen noch Akzeptanz in der Bevölkerung finden.

Auch bei der Photovoltaik sind weitere Zuwächse zu verzeichnen: Mit Stand Ende 2014 sind in Bayern rund 485.000 Anlagen mit rund 11.000 MW Spitzenleistung installiert. Allein im Jahr 2014 sind über 20.000 neue Anlagen mit einer Leistung von rund 425 MW dazugekommen. Sie decken mit über 10 TWh im Jahressaldo rund 12 Prozent des bayerischen Stromverbrauchs. Nach wie vor kann bei den allermeisten Anlagen der Strom nicht zwischengespeichert werden, sondern muss ins Netz eingespeist oder sofort vor Ort verbraucht werden. Das stellt die Netzbetreiber insbesondere an den verbrauchsarmen Wochenenden vor enorme Probleme.

Die Wasserkraft bleibt in Bayern die wichtigste erneuerbare Stromquelle. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren energetisch verwertbaren Wassermenge in den Flüssen ging die Stromerzeugung in 2014 im Vergleich zum Vorjahr jedoch um rund 10 Prozent zurück. Der VBEW bedauert sehr, dass die Wasserkraft als besonders verlässlicher erneuerbarer Energieträger in der öffentlichen Diskussion zu wenig wahrgenommen wird. „Wir wollen daher mit unserer Initiative „Wasserkraft – Ja bitte!“ stärker auf die Bedeutung dieses Energieträgers für die Energiewende aufmerksam machen“, stellte Wolfgang Brandl fest.

In etwa konstant blieb in 2014 die Stromerzeugung aus bayerischer Biomasse, Geothermie und sonstigen Energieträgern.

„In wenigen Jahren fallen die ersten Anlagen aus der Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) heraus und müssen sich am Markt behaupten sowie ihren Beitrag für eine verlässliche Stromversorgung leisten. Man darf gespannt sein, ob die Stromerzeugung dann für die Anlagenbetreiber noch rentabel ist. Daher muss in den nächsten Jahren ein System für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien geschaffen werden, das ohne unmittelbare Förderung auskommt,“ resümierte Wolfgang Brandl.

PM: Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW

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