Neue Hauptschlagader für das Bremer Stromnetz – Aufwändige Technik erhält viele Bäume

Ein Mausklick setzte das Kabel Pfalzburg wieder unter Strom. / Pressebild: swb
Ein Mausklick setzte das Kabel Pfalzburg wieder unter Strom. / Pressebild: swb
Ein Mausklick setzte das Kabel Pfalzburg wieder unter Strom. / Pressebild: swb

Am 4. Juni 2014 verschaffte sich der swb-Vorstand für Infrastruktur, Timo Poppe, einen Überblick über den Neubau des 110.000 Volt (110kV-)Kabelsystems, das aktuell in den Straßen Hastedter Osterdeich, Osterdeich, Sielwall und Dobben ausgetauscht wird.

(WK-intern) – Im Zuge der Erneuerung der Brückenkonstruktion über dem Deichschart am Peterswerder durch die Stadt Bremen wird ein Teil der Stromtrasse unterbrochen.

Da der verbaute Kabeltyp aus dem Jahr 1959 stammt, hat sich swb dazu entschlossen, das gesamte Kabel auszutauschen und auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Hierzu muss das alte Kabelsystem in einer Tiefe von etwa eineinhalb bis zwei Metern ausgebaut und durch einen neuen Kabelstrang ersetzt werden. Um einerseits den in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Baumbestand zu schützen und andererseits eine andauernde Großbaustelle zu vermeiden, hat swb im Vorfeld ein innovatives Überbohrverfahren getestet. So können die Altkabel auch unter den Baumwurzeln entfernt und durch ein leeres Schutzrohr ersetzt werden, ohne dass es zu nennenswerten Auswirkungen an der Oberfläche kommt. In das Leerrohr wird daraufhin das neue Kabelsystem eingebracht. “Die Anwendung des Bohrverfahrens in dieser Dimension ist in Deutschland bisher einmalig. So können wir den Großteil der 270 Bäume entlang der Trasse retten.“, erklärt Timo Poppe. Lediglich 10 Bäume standen an Stellen, an denen Schachtarbeiten durchgeführt werden müssen und sind aus Vogelschutzgründen bereits im ersten Quartal dieses Jahres gefällt worden.

Die Bauarbeiten am Osterdeich werden noch bis September 2014 andauern. Mit Beginn der Sommerferien wird die Baustelle auf die Bereiche Sielwall und Dobben ausgeweitet. Auf Höhe der Kreftingstraße wird das 110kV-Hochspannungskabel den Dobben unterqueren und am Schalthaus Dobben angeschlossen, von wo aus auch das Zentralkrankenhaus Mitte versorgt wird.

PM: swb

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top