Bundesverband-EE: Kapazitätsmärkte sind überflüssig

http://www.bee-ev.de/Publikationen/2015-02-27_BEE-Stellungnahme_Gruenbuch_Strommarkt.pdf
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Bundesverband Erneuerbare Energie unterstützt ausdrücklich die Ablehnung von Kapazitätsmärkten

(WK-intern) – In seiner Stellungnahme zum Grünbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ausdrücklich die Ablehnung von Kapazitätsmärkten und die Einführung einer Kapazitätsreserve.

„Angesichts hoher Überkapazitäten in Deutschland und Europa teilen wir die Skepsis der Bundesregierung gegenüber Kapazitätsmärkten“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Oft werde übersehen, dass allein in Deutschland Kraftwerke mit einer Leistung von 3,6 GW eingemottet sind, die jederzeit eingewechselt werden können, sobald Kernkraftwerke oder alte Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

Ein weiterentwickelter Strommarkt, der durch eine Kapazitätsreserve abgesichert ist, ist langfristig das Fundament für Versorgungssicherheit. Kapazitätsmärkte sind damit schlicht überflüssig. Durch die Subventionierung alter Kohlekraftwerke über Kapazitätszahlungen würde der Strom außerdem unnötig teurer, so Falk weiter. „Wir wollen, dass ein langfristiges Marktsignal unter anderem für flexible Kraftwerke, Bioenergie, Lastmanagement und Speicher gesetzt wird, auf das sich die Marktteilnehmer einstellen können“, betont Falk. Ohne eine klare Festlegung drohe die Gefahr, dass Betreiber konventioneller Kraftwerke weiterhin abwarten und Kapazitätsmärkte am Ende eine selbst erfüllende Prophezeiung werden.

Mit dem Grünbuch legt Gabriel den Grundstein für den Strommarkt der Zukunft, in dem Erneuerbare Energien aus Wind- und Sonnenkraft immer stärker im Mittelpunkt stehen. Netzbetreiber, Verbraucher und Märkte müssten sich daher flexibilisieren. „Je flexibler Erzeuger und Verbraucher sind, desto besser wird ihre Marktstellung im künftigen Energiemarkt sein“, meint Falk. Damit Erneuerbare Energien mehr Verantwortung im Energiesystem übernehmen können, muss der Strommarkt umfassend flexibilisiert werden. Der BEE hat dazu kürzlich die Studie „Strommarkt-Flexibilisierung“ präsentiert, die das Fraunhofer IWES und Energy Brainpool im Auftrag des BEE erstellt haben.

Die komplette Stellungnahme des BEE zum Grünbuch finden Sie hier.

PM: BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

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