Ein Strommarkt für die Energiewende

Sichtbares Signal des Aufbruchs für die Energiewende / Foto: HB
Sichtbares Signal des Aufbruchs für die Energiewende / Foto: HB

Der Bundesverband Windenergie (BWE) Regionalverband Lausitz-Spreewald lud gestern Abend zu seinem ersten Presseabend nach Cottbus.

(WK-intern) – Vertreter der Medien und der ortansässigen Wirtschaft diskutierten die möglichen Auswirkungen eines modernen Strommarktes auf die Lausitzer Energieregion.

Nach Vorstellung des BWE und anderer Partnerverbände, so auch des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), sollen die Regenerativen zukünftig die Verantwortung für die Grundversorgung übernehmen.

Ergänzt durch intelligente Netze, einem angebotsorientierten Lastmanagement und weiterer wichtiger Flexibilitätsoptionen werden die Erneuerbaren, den noch heute von fossilen Energien dominierten Markt umwandeln und in den Mittelpunkt der Energieversorgung rücken. Tom Lange, Bundesländerkoordinator für Energiepolitik beim BWE, fasste dazu die in der Branche der Erneuerbaren geführten Debatten in einem Kurzvortrag zusammen. „Die wesentliche Herausforderung für das aktuelle Marktsystem besteht darin, eine zunehmende Menge an fluktuierenden Erneuerbaren in ein statisches, von fossilen Energien geprägtes System zu intergieren. Das wird nicht gelingen. Deshalb ist eine umfassende Transformation des bestehenden Marktdesigns notwendig.“ Der BWE wird sich mit einer eigenen Stellungnahme zum Strommarktdesign an der vom Bundesministerium für Wirtschaft geführten Konsultation zum Grünbuch beteiligen.

Ebenso stehen der Erhalt von Akzeptanz, die Diskussion um die Einführung eines Ausschreibungsmodells für Windenergie aber auch die sogenannte Länderöffnungsklausel ganz oben auf der Agendaliste 2015 des BWE, sowohl auf Bundes-, als auch auf Landesebene. Jan-Hinrich Glahr, Vizepräsident des BWE und Landesvorsitzender in Brandenburg betonte dazu, dass 2015 zum Entscheidungsjahr für die gesamte Energiebranche wird. „Die Energiewende ist eine wirkliche technische Revolution. Deshalb kann das neue Marktdesign nicht auf alten Fundamenten entstehen, sondern muss neu erdacht werden. Die Branche stellt sich der wachsenden Verantwortung. Vor Ort werden wir gemeinsam mit den Menschen, der Verwaltung und der Politik daran arbeiten, dass ein einvernehmlicher Ausbau der Windenergie die Energiewende voranbringt und zu wachsender Wertschöpfung in unseren ländlichen Regionen sorgt.“

Die anschließende Diskussion zwischen Medien und Windbranche offenbarte die Herausforderungen, die in einer Energieregion mit konventioneller und erneuerbarer Energieerzeugung bestehen. Der Vorschlag von Vertretern des BWE-Regionalverbands, zur Lösung der Probleme mit allen Akteuren einen runden Tisch einzurichten, wurde positiv aufgenommen.

Regelmäßig lädt der Regionalverband Lausitz-Spreewald des BWE zu Veranstaltungen ein. Auch in diesem Jahr wird am 4. Juni wieder der Windenergietag an der BTU Cottbus-Senftenberg stattfinden. Thematisch orientiert sich der Regionalverband nicht nur an den aktuellen bundespolitischen Vorgaben, sondern setzt den Fokus stets auf die Region.

PM: BWE-Presseabend in Cottbus

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