Windindustrie: Mittelständische Windbranche sichert Wettbewerb und Innovation

Die Windpotentialunsicherheit an Standorten auf bewaldeten Hügeln ist deutlich höher als beispielsweise im Flachland oder an den Küsten. / Foto: HB
Die Windpotentialunsicherheit an Standorten auf bewaldeten Hügeln ist deutlich höher als beispielsweise im Flachland oder an den Küsten. / Foto: HB
Die Windpotentialunsicherheit an Standorten auf bewaldeten Hügeln ist deutlich höher als beispielsweise im Flachland oder an den Küsten. / Foto: HB

Zahl der Marktteilnehmer auch bei Systemwechsel zu Ausschreibungen erhalten.

(WK-intern) – „Mit der in unserem Auftrag durch die Deutsche WindGuard erarbeiteten Studie ‘Akteursstrukturen von Windenergieprojekten in Deutschland’ liegt nun erstmals eine fundierte wissenschaftliche Analyse zur Struktur der Marktteilnehmer in Deutschland vor.

Diese ist eine gute Grundlage für die weitere Diskussion über den von der Bundesregierung gewünschten Systemwechsel zu Ausschreibungen“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie anlässlich der Vorlage und Veröffentlichung der Studie.

„Es wird deutlich, dass die Windenergie an Land heute durch eine breite, mittelständisch organisierte Zahl von Marktteilnehmern geprägt wird, die im Wettbewerb mit- und untereinander stehen und so als Innovationstreiber in der Branche wirken. Über die letzten 25 Jahre nahm die Zahl der Akteursgruppen zu. Auch dies ist ein Beleg für die marktwirtschaftliche Dynamik bei der Windenergie. Wir begrüßen, dass die Bundesregierung diese Vielfalt und Dynamik erhalten will“, so Hermann Albers.

Wie der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie erläuterte, zeigt die Studie, dass sich der Markt durch die zwei Phasen Realisierung und Anlagenbetrieb auszeichnet. In der Realisierungsphase besteht eine gewisse Dominanz der Projektentwickler bei einer gleichzeitig starken Stellung von Bürgerwindparks und Landwirten. In der späteren Betriebsphase wird der Markt von einer Vielzahl von Akteuren bestimmt, so dass keine Gruppe mehr besonders in Erscheinung tritt. Die Projektentwickler sind in der Betriebsphase beispielsweise nur noch bei rund einem Drittel der installierten Leistung Eigentümer. Institutionelle wie internationale Akteure, Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke treten als relativ neue Akteure in Erscheinung.

„Gab ist auf dem Energiemarkt lange Zeit Monopol- und Oligopol-Strukturen, so ist die neue Energiewelt dezentral. Sie ist getragen durch Bürgerinnen und Bürger, Mittelstand und Kommunen. Wir wollen, dass die sehr breite Struktur der Energieerzeuger auch im Zuge des Systemwechsels zu Ausschreibungen erhalten bleibt. Sie stellt einen wichtigen Schlüssel für die Akzeptanz und die Teilhabe dar und muss deshalb besondere Priorität erfahren“, so Hermann Albers.

Download der Studie ‘Akteursstrukturen von Windenergieprojekten in Deutschland’

PM:

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