Versorgungssystem: ZVEH begrüßt BMWi-Eckpunktepapier zu Smart Metering

Grundlast- und Spitzenlastlieferung von Strom / Foto: HB
Smart Meter sind vollkommen transparent bei Strom-, Gas- und Wasserverbrauch, d.h. auch noch mehr Überwachung / Foto: HB

(WK-intern) – Die Einführung von intelligenten Messsystemen (Smart Metern) ist schon mehrere Jahre in der Diskussion.

Nun hat das Thema neuen Schwung erhalten: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat in einem Eckpunktepapier das Verordnungspaket “Intelligente Netze” angekündigt.

Darin enthalten ist das Bekenntnis, sichere und moderne Mess- und Steuerungstechnik im Stromversorgungsnetz zu einem zentralen Baustein für die Energiewende zu machen. Mit Hilfe von Smart Metern sollen die Stromnetze intelligent werden, um Lasten und Erzeugung in einem Versorgungssystem mit einem großen Anteil an volatilen erneuerbaren Energien abzustimmen.

Folgende Ziele stehen im Fokus: Intelligente Messsysteme sollen genaue Informationen über den Zustand der Stromnetze liefern und gleichzeitig Steuerungsaufgaben übernehmen – sowohl auf der Verbrauchs- als auch auf der Erzeugungsseite. Dank variabler Stromtarife soll es den Verbrauchern auch ermöglicht werden, aktiv am Strommarkt teilzunehmen, etwa über dezentrale Erneuerbare-Energie-Anlagen und passende Smart-Home-Applikationen. Außerdem wird beabsichtigt, über Smart Meter eine höhere Transparenz beim Strom-, Gas- und Wasserverbrauch zu erzeugen, damit der Verbrauch bewusster geschieht und dadurch möglichst auch reduziert werden kann. Das dreiteilige Verordnungspaket des BMWi soll sowohl technische Einzelheiten für eine sichere Zählerinfrastruktur als auch die stufenweise Ausweitung der Pflichteinbaufälle über einen Zeitraum von 2017 bis 2032 vorgeben. Es soll dem Bundeskabinett noch vor der Sommerpause zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) begrüßt das Papier des BMWi als klares Bekenntnis zur Einführung moderner Zählerinfrastruktur, sieht es jedoch auch als überfällig an. “Im nächsten Schritt muss nun dringend das Verordnungspaket veröffentlicht werden, damit die Details der praktischen Umsetzung diskutiert werden können”, sagt Alexander Neuhäuser, ZVEH-Geschäftsführer Recht und Wirtschaft. “Wir dürfen nicht vergessen, dass je nach Ausgestaltung der Verordnungen nicht nur beim Beherrschen der Zählertechnik sondern auch bei der Ertüchtigung der Zählerplätze große Herausforderungen liegen können”. Er betont, dass die E-Handwerke als kompetenter Dienstleister sowohl für die Endkunden als auch für die Anwender der Messtechnik – wie zum Beispiel Netz- oder Messstellenbetreiber – bereit stehen. Dies gelte auch mit Blick auf die Ertüchtigung alter Zählerplätze. Neuhäuser weiter: “Dank ihrer energietechnischen Expertise und ihrem Know-how im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie bringen viele E-Handwerksbetriebe bei entsprechender Schulung für die bevorstehenden Herausforderungen die besten Voraussetzungen mit.”

Einzelheiten sind in der ZVEH-Info “BMWi-Eckpunktepapier zu Smart Metering” zusammengefasst.

PM: Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Top