Netzbetreiber WEMAG Netz GmbH und 50Hertz: Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern

Stromnetz / Foto: HB
Stromnetz / Foto: HB

Auf Einladung der Netzbetreiber WEMAG Netz GmbH und 50Hertz diskutieren Politik und Wirtschaft

(WK-intern) – Politik und Wirtschaft diskutieren über die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern

Führende Vertreter der Bundes- und Landespolitik, darunter Energieminister Christian Pegel, informierten sich aus erster Hand bei Vertretern beider Unternehmen über die Herausforderungen der Stromnetzgestaltung in ihrem Bundesland.

„Besonders in Mecklenburg-Vorpommern ist der fundamentale Wandel des Energieversorgungssystems und die daraus entstehenden, sich verändernden Anforderungen an das Übertragungs- und Verteilungsnetz deutlich zu spüren. Eine intensive Abstimmung zwischen Verteilungs- und Übertragungsnetzbetreiber gewinnt immer mehr an Bedeutung in der Planung und im Betrieb“, so Energieminister Pegel in seiner Eröffnungsrede.

Ein zentrales Thema des Abends war der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2014 (NEP), den die Übertragungsnetzbetreiber im November des vergangenen Jahres an die Bundesnetzagentur zur Prüfung übergeben haben. Aufgrund der EEG-Novelle verschiebt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter nach Norden und vor allem nach Mecklenburg-Vorpommern. Dadurch kommt dem Land eine Schlüsselrolle in der Energiewende zu – der Windstrom, der vor Ort nicht verbraucht werden kann, muss in die Verbrauchszentren in den Süden und Westen der Republik abtransportiert werden. “Der dafür notwendige Netzausbau wird nur im Zusammenwirken aller Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft gelingen – denn wir brauchen mehr Dialog und die Beteiligung für eine höhere Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort, um die Ziele der Energiewende erreichen zu können, “ resümierte Olivier Feix, Leiter Kommunikation von 50Hertz.

Deutschlandweit einmalige Zusammenarbeit

In einer deutschlandweit einmaligen Zusammenarbeit haben sich im September 2014 die direkt am Höchstspannungsnetz von 50Hertz angeschlossenen Verteilnetzbetreiber, unter ihnen die WEMAG zusammen mit 50Hertz auf die wichtigsten Punkte für mehr Systemstabilität verständigt. Dies ist notwendig geworden, um das Energieversorgungsystem für die Zukunft gut auszurüsten. Waren in der Vergangenheit wenige große Kraftwerke im Übertragungsnetz für die zentrale Bereitstellung von Energie verantwortlich, nimmt aktuell, insbesondere durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Zahl der dezentralen Energieanlagen mit zumeist wetterabhängiger Erzeugung stark zu. Daraus ergeben sich für die Netzbetreiber neue Herausforderungen für die Gewährleistung der Systemstabilität. „Zehn Punkte für die Zusammenarbeit wurden festgelegt und beschreiben die erhöhten Anforderungen an Frequenz- und Spannungshaltung sowie Betriebsführung und Versorgungswiederaufbau“, erklärt Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, der an der Maßnahmenfestlegung von Beginn an beteiligt war. Auch soll der gemeinsame Informations- und Datenaustausch erweitert werden. „Das stärkt die Zusammenarbeit der Netzbetreiber untereinander und lässt uns neue Lösungen für die künftige Systemstabilität entwickeln“, so Haak weiter.

Die 50Hertz Transmission GmbH (kurz 50Hertz) sorgt mit rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Betrieb und den Ausbau des Übertragungsnetzes. Darüber hinaus ist das Unternehmen für die Führung des elektrischen Gesamtsystems auf den Gebieten der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich. Als Übertragungsnetzbetreiber im Herzen Europas steht 50Hertz für die sichere Integration der erneuerbaren Energien, die Entwicklung des europäischen Strommarktes und den Erhalt eines hohen Versorgungssicherheitsstandards. Anteilseigner sind seit 2010 der belgische Netzbetreiber Elia (60 Prozent) sowie der australische Infrastrukturfonds IFM Investors (40 Prozent). Als europäischer Übertragungsnetzbetreiber ist 50Hertz Teil der Elia Gruppe und Mitglied im europäischen Verband ENTSO-E.

PM: WEMAG AG

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