Bilfinger stellt Offshore- und Hafenbau-Aktivitäten zum Verkauf gestell

Energie Für rund ein Drittel der bisher errichteten Anlagen in Nord- und Ostsee hat Bilfinger die Fundamente gesetzt. Künftig werden die etwa 1.000 Tonnen schweren Stahlkonstruktionen aber nicht nur verankert, sondern auch selbst produziert. Dazu hat Bilfinger 2012 ein Joint-Venture mit einem polnischen Partner gegründet./ Pressebild: Bilfinger
Energie Für rund ein Drittel der bisher errichteten Anlagen in Nord- und Ostsee hat Bilfinger die Fundamente gesetzt. Künftig werden die etwa 1.000 Tonnen schweren Stahlkonstruktionen aber nicht nur verankert, sondern auch selbst produziert. Dazu hat Bilfinger 2012 ein Joint-Venture mit einem polnischen Partner gegründet./ Pressebild: Bilfinger
Energie Für rund ein Drittel der bisher errichteten Anlagen in Nord- und Ostsee hat Bilfinger die Fundamente gesetzt. Künftig werden die etwa 1.000 Tonnen schweren Stahlkonstruktionen aber nicht nur verankert, sondern auch selbst produziert. Dazu hat Bilfinger 2012 ein Joint-Venture mit einem polnischen Partner gegründet./ Pressebild: Bilfinger

Auch die Aktivitäten zur Gründung von Offshore-Windkraftanlagen und im Hafenbau sowie die polnische Fertigungsstätte stellt Bilfinger zum Verkauf.

(WK-intern) – Dieses Großprojektgeschäft entspricht nicht mehr dem Risikoprofil von Bilfinger.

Die in diesen Bereichen tätigen Gesellschaften erwarten für das Jahr 2015 eine Leistung von rund 140 Mio. €.

In diesem Zusammenhang wird die Division Offshore Systems and Grids aufgelöst. Der ebenfalls darin geführte Bilfinger Freileitungsbau wird der Division Power Systems zugeordnet.

Vorläufiger Bericht zum Geschäftsjahr 2014

  • Unbefriedigendes Geschäftsjahr
  • Ergebnis entspricht Prognose
  • Dividende von 2,00 € vorgeschlagen
  • Verhaltene Erwartungen für 2015
2014 war für Bilfinger ein unbefriedigendes Jahr. Während die Leistung akquisitionsbedingt zunahm, ging der Auftragseingang aufgrund der Entwicklung in den Geschäftsfeldern Industrial und Power deutlich zurück. Dagegen hat das Geschäftsfeld Building and Facility die Erwartungen erfüllt.

Das bereinigte EBITA des Konzerns entsprach der im September 2014 abgegebenen Prognose. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus der negativen Entwicklung im Geschäftsfeld Power. In diesem Segment mussten auch die Ergebnisaussichten für zukünftige Geschäftsjahre korrigiert werden. Daraus folgende Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte führten letztlich zu einem negativen Konzernergebnis.

Bilfinger will die auf Kontinuität angelegte Dividendenpolitik fortsetzen. Die Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 2,00 € je Aktie erhalten.

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2015 sind verhalten: Bei einer niedrigeren Leistung in der Größenordnung von 7,5 Mrd. € erwartet der Konzern eine Steigerung der EBITA-Marge und insgesamt eine leichte Verbesserung des bereinigten EBITA.

Division Construction an Implenia veräußert

Bilfinger trennt sich wie beabsichtigt von seinem Ingenieurbaugeschäft: Das führende Schweizer Bauunternehmen Implenia erwirbt die in Deutschland und im europäischen Ausland tätige Division Construction. Sie beschäftigt knapp 1.900 Mitarbeiter und hat im Jahr 2014 eine Leistung von rund 600 Mio. € erbracht. Der Abschluss der Transaktion ist für Anfang März geplant.

Der Nettoveräußerungserlös wird sich nach Abzug verkaufsbezogener Aufwendungen voraussichtlich auf eine Größenordnung von 230 Mio. € belaufen, abhängig vom Jahresabschluss 2014 der veräußerten Einheiten. Im ersten Quartal 2015 wird Bilfinger daraus zusätzliche Liquidität in Höhe von etwa 60 Mio. € zufließen. Nach Berücksichtigung einer Risikovorsorge verbleibt ein bilanzieller Veräußerungsgewinn in niedriger zweistelliger Millionenhöhe, der ebenfalls im ersten Quartal 2015 wirksam wird.

Hinsichtlich des noch verbleibenden polnischen Baugeschäfts, das im Laufe des Jahres 2015 verkauft werden soll, steht Bilfinger in Kontakt mit anderen Interessenten.

Offshore- und Hafenbau-Aktivitäten zum Verkauf gestellt

Auch die Aktivitäten zur Gründung von Offshore-Windkraftanlagen und im Hafenbau sowie die polnische Fertigungsstätte stellt Bilfinger zum Verkauf. Dieses Großprojektgeschäft entspricht nicht mehr dem Risikoprofil von Bilfinger. Die in diesen Bereichen tätigen Gesellschaften erwarten für das Jahr 2015 eine Leistung von rund 140 Mio. €.

In diesem Zusammenhang wird die Division Offshore Systems and Grids aufgelöst. Der ebenfalls darin geführte Bilfinger Freileitungsbau wird der Division Power Systems zugeordnet.

Leistung gestiegen, Auftragseingang und Auftragsbestand rückläufig

Die schwierige Situation im europäischen Kraftwerkssektor sowie eine generelle Zurückhaltung der Kunden aus der Prozessindustrie haben die Geschäftsentwicklung von Bilfinger im Jahr 2014 geprägt. Während die Leistung mit 7.690 Mio. € leicht zugenommen hat, ging der Auftragseingang aufgrund der Entwicklung in den Geschäftsfeldern Industrial und Power um 12 Prozent auf 6.600 Mio. € zurück. Der Auftragsbestand lag mit 5.461 Mio. € um 16 Prozent unter dem Vorjahreswert.

PM: Bilfinger


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